• SFB 1187 Projekt Ö - Öffentlichkeitsarbeit: Kooperativ Forschen und Gestalten

    Ö - Öffentlichkeitsarbeit: Kooperativ Forschen und Gestalten
    Foto: Astrid Vogelpohl | SFB 1187

Sonderforschungsbereich 1187

 

Willkommen auf der Seite des Sonderforschungsbereichs (SFB) 1187 „Medien der Kooperation“ an der Universität Siegen.

Der SFB ist ein interdisziplinärer Forschungsverbund, bestehend aus 19 Teilprojekten und mehr als 60 Wissenschaftler*innen aus Medienwissenschaft, Ethnologie, Soziologie, Informatik, Linguistik, Ubiquitous Computing, Science and Technology Studies, Erziehungs-, Rechts- und Ingenieurswissenschaften.

Der SFB wird seit 2016 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.  Im Zentrum der Forschung steht die Entstehung, Gestaltung und Nutzung digitaler, datenintensiver Medien, die der SFB als kooperativ erarbeitete Kooperationsbedingungen versteht. In der ersten Förderphase (2016-2019) reagierte der SFB auf die Relevanz von sozialen Medien und Plattformen, in der zweiten Phase (2020-2023) standen datenintensive Medien und Datenpraktiken im Mittelpunkt. Die aktuelle dritte Phase (2024-2027) widmet sich dem Zusammenspiel von Sensormedien und Künstlicher Intelligenz.

Neuigkeiten

26. Oktober 2026
Einladung zur mündlichen Prüfung im Promotionsverfahren von Yarden Skop
Der SFB lädt herzlich zur mündlichen Prüfung im Promotionsverfahren von Yarden Skop ein.
Einladung zur mündlichen Prüfung im Promotionsverfahren von Yarden Skop

Der SFB lädt herzlich zur mündlichen Prüfung im Promotionsverfahren von Yarden Skop ein. Die Disputation findet am Donnerstag, 10 Dezember 2026, zwischen 13:00 und 15:00 Uhr statt.

 

Im Rahmen der Disputation werden die Ergebnisse der Dissertation von Yarden Skop vor der Prüfungskommission präsentiert und wissenschaftlich verteidigt. Der Titel ihrer Dissertation lautet: “Making Online Speech Governable: Problematizations, Platforms, and Publics in Algorithmic Moderation Infrastructures”.

How is problematic speech online turned into something a machine can detect? Drawing on multi-sited ethnographic fieldwork across content moderation teams on news websites, fact-checking organizations and EU-funded AI consortia, Yarden Skop examines how counter-hate speech and counter-disinformation initiatives problematize speech in distinct ways in order to operationalize these definitions through ML technology. The media studies project follows four cases: Google’s Perspective API, Meta’s Third-Party Fact-Checking program, Full Fact and its Alpha tool, and the EU Horizon-funded VeraAI project. It draws on interviews, event ethnography and on participant observation of participatory design workshops. 

At its core are the research questions:

Who and what constitutes speech problems online, such as disinformation and hate speech – where did they come from, what are their specific constructions in the domains in which they are problematized?

Second, What forms of governing practices and social regulation are enabled when defining the problems as such?

Third, How are these governing practices executed in the building of software and machine learning tools for mediating said problems?

The central thesis of the dissertation is that definitions of problematic speech are not settled before technologies are built but are enacted, narrowed and stabilized in the tools, data practices and funding arrangements that claim to only apply them. These decisions are not neutral, and taken together, these projects can be seen as “moral infrastructures” built to define, identify and enforce the boundaries of acceptable speech.

 

Das Dissertationsprojekt ist Teil des Integrierten Graduiertenkollegs des SFB und Skop ist Mitglied des Projekts A07: „The Industry of Personal Data“.

Die Prüfung wird auf Englisch durchgeführt und steht unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Carolin Gerlitz (Erstgutachterin), Assoc. Prof. Dr. Bernhard Rieder (Zweitgutachter), Prof. Dr. Marcus Burkhardt (Mitglied der Prüfungskommission) und Prof. Dr. Dagmar Hoffmann (Mitglied der Prüfungskommission).

26. Oktober 2026
Neues Working Paper zu „The Multiple Returns of Connectionism: Theory and History of Artificial Intelligence“ (No. 42) erschienen
Die Wiederkehr des Konnektionismus.
08. Oktober 2026
New publication: “Ambient Amplification: Memecry Across Platforms”
New publication: “Ambient Amplification: Memecry Across Platforms”

A Special-themed collection with the journal Platforms & Society

Out now! Special-themed collection “Ambient Amplification: Memecry Across Platforms,” with Platforms & Society, edited by Elena Pilipets and Marloes Geboers and including 10 individual articles

→ read the editorial introduction

 

What comes into focus when we approach memes through the affective interplay of user practices and algorithmic systems? The editorial introduction to Volume One situates the collection’s ten methodological and conceptual reflections around a series of shifts that “foreground the background” of contemporary platform cultures: from viral events toward surrounding adaptations and remixes; from metrics to affinity-based algorithmic approximation; from memes as content to vibe-based riffing on affective orientations; and from visibility to ambiguity resistant to quantification.

Please find links to the individual articles below. Happy reading, and stay tuned for the forthcoming call for contributions to Volume Two!

 

All contributions:

02. Oktober 2026
Einladung zur mündlichen Prüfung im Promotionsverfahren von Hoa Mai Trần
Der SFB lädt herzlich zur mündlichen Prüfung im Promotionsverfahren von Hoa Mai Trần ein.
Einladung zur mündlichen Prüfung im Promotionsverfahren von Hoa Mai Trần

Der SFB lädt herzlich zur mündlichen Prüfung im Promotionsverfahren von Hoa Mai Trần ein. Die Disputation findet am Dienstag, den 20.10.2026, von 10:00 bis 12:00 Uhr im Raum AR-E 4112 (OASE Lernwerkstatt) in der Adolf-Reichwein-Str. 2, 57068 Siegen statt.

 

Im Rahmen der Disputation werden die Ergebnisse der Dissertation von Hoa Mai Trần vor der Prüfungskommission präsentiert und wissenschaftlich verteidigt. Der Titel ihrer Dissertation lautet: „Das virtuelle Selbst im Zwischenraum: Eine ethnografische Kindheitsforschung zu Existenzweisen von Kindern im digitalen Spiel“.

Wo beginnt „das Kind“ im digitalen Spiel und wo hört es auf? In ihrer dreijährigen ethnografischen Feldforschung mit drei Familien aus Deutschland untersucht Hoa Mai Trần die Erlebnisse von Kindern während des digitalen Spiels. Die erziehungswissenschaftliche Studie fragt wie sich im Spiel die Grenzen zwischen „Ich“ und „Nicht-Ich“ verschieben.

Im Zentrum steht die Forschungsfrage: Wie wird hybrides Da-Sein von Kindern beim digitalen Spielen hervorgebracht? Die These der Arbeit lautet, dass Kinder über ihre fleischlich-physischen Körpergrenzen hinaus da-sein bzw. existieren können. Zwischen Fühlen, Werden und Sterben entfaltet sich im Spiel ein Zwischenraum, in dem sich hybride, lebendige Existenzweisen von Kindern zeigen. Das Spiel von Kindern wird zu einer bedeutsamen, spürbaren und dynamischen (Zwischen)Realität. Die durch Kind und Spiel wechselseitig erzeugten Entgrenzungsphänomene ermöglichen, je nach Spielsituation, temporäre bzw. aktualisierbare Selbst- und Weltentfaltungsweisen und tragen zur Genese des virtuellen Selbst bei. Das virtuelle Selbst ist kein digitales Abbild des Kindes im Spiel, sondern die im Spiel hervorgebrachte, digital materialisierbare und mehr oder weniger personalisierbare Vorstellung, etwas bzw. jemand zu sein oder werden zu können. Digitale Spiele sind bewohnbare Orte von Kindheit, die individuelle, soziale, bildungspolitische und ökonomische Tragweite für Kinder und Gesellschaft haben.

 

Das Dissertationsprojekt ist im Teilprojekt B05: (Frühe) Kindheit und Smartphone angesiedelt. Die Prüfung wird auf deutsch gehalten und von Prof. Dr. Jutta Wiesemann (Erstgutachterin), Prof. Dr. Jochen Lange (Zweitgutachter) und Prof. Dr. Chantal Munsch (Prüfungskommissionsmitglied) abgenommen.

18. September 2026
Einladung zur Abschiedsvorlesung von Prof. em. Erhard Schüttpelz
Der SFB lädt herzlich zur Abschiedsvorlesung von Prof.
Einladung zur Abschiedsvorlesung von Prof. em. Erhard Schüttpelz

Der SFB lädt herzlich zur Abschiedsvorlesung von Prof. em. Erhard Schüttpelz, der sich im Oktober 2025 in den Ruhestand verabschiedet hat. Er war Begründer und einer der prägenden Wissenschaftler des SFB. In seiner Abschiedsvorlesung präsentiert und diskutiert Erhard Schüttpelz seinen Filmessay „General Marseille“, den er zusammen mit Anja Dreschke und Carlo Peters produziert hat. Prof. Rembert Hüter hält anschließend die Laudatio. Anschließend lädt der SFB zum Umtrunk.

 

Veranstaltungsort

Universität Siegen
Campus Unteres Schloss
US-C 115

 

Über Erhard Schüttpelz

Erhard Schüttpelz, geboren 1961 in Haldern (jetzt Rees), studierte in Hannover, Exeter, Bonn, Köln und Oxford (St. Johns) und promovierte 1994 an der Universität Bonn. 1994/95 war er Feodor-Lynen-Stipendiat der Alexander-von-Humboldt-Stiftung an der Columbia University, New York. 1996 bis 1998 war er Postdoktorand am DFG-Graduiertenkolleg Theorie der Literatur und Kommunikation der Universität Konstanz; 1998 bis 2003 Wissenschaftlicher Mitarbeiter zur Vorbereitung und dann am Sonderforschungsbereich Medien und kulturelle Kommunikation der Universitäten Köln, Bonn und Aachen. Seine Habilitation erfolgte 2003 an der Universität Konstanz, dort war er von 2003 bis 2005 Wissenschaftlicher Koordinator der Forschungsstelle Kulturtheorie und Theorie des Politischen Imaginären aus den Mitteln des Leibniz-Preises für Albrecht Koschorke. 2005 war er Fellow am IFK (Wien). Seit 2005 ist er Professor für Medientheorie an der Universität Siegen. Hauptantragsteller des DFG-Graduiertenkollegs Locating Media und des Sonderforschungsbereichs Medien der Kooperation. 2012-2016 Gewähltes Mitglied des Fachkollegiums 103 der DFG, 2018-2022 Mitglied des Hochschulrats der Universität Siegen. Daneben hatte er Fellowships in Weimar, Konstanz, Berlin (FU), Münster und am Center for Advanced Studies – Erlangen.

Seine Interessen sind philologischer und kulturwissenschaftlicher Natur. Sie führten ihn zuerst von der strukturalistischen Literaturtheorie zur Sprachtheorie der rhetorischen Figuren, voller Sympathie für unmögliche Synthesen, die den Graben zwischen kontinentaler und analytischer Philosophie hätten zuschütten können, für Grenzgänger quer zu den Disziplinen, für Wissenschaftsgeschichte der Humanities nach Maßgabe der Science and Technology Studies, und für Figuren des Übergangs, Grenzobjekte, Trickster, Störungen, Bilder. Seine Heimat fand er in der zwischenzeitlich entstandenen deutschen Medienwissenschaft – von der er sagt, sie sei »ein Fach, das ich weder hätte studieren noch mir besser hätte ausdenken können, um meinem Interesse an Kooperationsmöglichkeiten nachzugehen«.

Zu seinen Filmen und Büchern zählen u.a. ein Film mit dem Arbeitstitel Gaabi Cirey! und der Stimme von Hanns Zischler (mit Anja Dreschke und Carlo Peters), der Film A Kind of World War (mit Anselm Franke, 2021), online unter: https://www.hkw.de/de/app/mediathek/video/84649 und die Bücher Eine Art Weltkrieg / A Kind of World War (mit Anselm Franke, Berlin, Haus der Kulturen der Welt, 2021), Die Moderne im Spiegel des Primitiven. Weltliteratur und Ethnologie 1870-1960 (München 2005), Deutland (Berlin 2023) sowie Medium, Medium: Elemente einer Anthropologie (Berlin 2025). Aus einer Konferenz am Warburg-Haus 2002 ging sein gemeinsam mit Cora Bender und Thomas Hensel herausgegebener Band »Schlangenritual«. Der Transfer der Wissensformen vom Tsu’ti’kive der Hopi bis zu Aby Warburgs Kreuzlinger Vortrag (Berlin 2007) hervor.

Mit der Ehrung verbunden ist ein Festvortrag von Erhard Schüttpelz im Lesesaal des Warburg-Hauses, der in der zweiten Jahreshälfte 2025 stattfinden wird. Der Termin wird mit der Einladung der Aby-Warburg-Stiftung zum Festvortrag bekanntgegeben.

 
 
01. September 2026
Programm für den Workshop „Geteilte Mikromobilität – wer (ver-)teilt was?“ jetzt online
Wie wird urbane Mobilität durch Leihfahrräder, E-Scooter und app-basierte Mobilitätsdienste verändert?
Programm für den Workshop „Geteilte Mikromobilität – wer (ver-)teilt was?“ jetzt online

Wie wird urbane Mobilität durch Leihfahrräder, E-Scooter und app-basierte Mobilitätsdienste verändert? Und wer gestaltet eigentlich die Bedingungen, unter denen geteilte Mikromobilität in der Stadt funktioniert?

Diesen Fragen widmet sich der Workshop „Geteilte Mikromobilität – wer (ver-)teilt was?“, der am 17. und 18. September 2026 in Köln stattfindet und vom Projekt A03 „Navigation in Online-/Offline-Räumen“ organisiert wird.

Das Programm des zweitägigen Workshops ist nun online einsehbar.

 

→ Zum Event

→ Zur Anmeldung

 

Im Mittelpunkt stehen dabei die Infrastrukturen, Technologien, Datenströme und Akteure, die geteilte Mikromobilität ermöglichen. Gemeinsam soll auch untersucht werden, wie unterschiedliche Menschen diese Mobilitätsangebote erleben und welche Perspektiven, Bedürfnisse und Interessen dabei sichtbar werden oder bislang unberücksichtigt bleiben.

Die während des Workshops entstehenden Beobachtungen und Diskussionen werden gemeinsam mit Künstlerinnen und Designern dokumentiert und sollen in einen öffentlich zugänglichen Bericht zu den „Seams“, also den Nahtstellen, Bruchstellen und Übergängen der geteilten Mobilität in Köln einfließen.

 

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Kommende Veranstaltungen

Mi. 28. Oktober 2026, 14:00 - 16:00 c.t. Uhr
INF Workshop "Data Management" #02: Data management plans: living documents, not one-off paperwork
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Do. 29. Oktober 2026 - Sa. 31. Oktober 2026
5th International Conference on Socio-Informatics: "The Dark Side(s) of AI: Societal Impacts and Counter-Strategies"
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Do. 29. Oktober 2026, 16:30-17:30 Uhr
Lecture Series "Sensing Loss" 07 | John Borneman
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Do. 29. Oktober 2026, 10:00 - 14:00 (s.t.) Uhr
Diversity Lunch mit Katherine Dennis González: "Working Without Certainty: Resilience, Capacity and the Research Brain"
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Fr. 30. Oktober 2026, 16:00-18:00 Uhr
Camera Ethnography meets Seth Giddings
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Mi. 04. November 2026, 09:30 - 13:30 Uhr
Material traces, contested heritage, a Masterclass with Susan Slyomovics
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Projektbereiche

Beteiligte Einrichtungen

Der SFB hat seinen Hauptstandort an der Universität Siegen. Weitere Verbundstandorte sind an den Universitäten in Köln, Hagen, Bochum, Frankfurt/Oder, Bonn, Konstanz, Paderborn imitierenuhren und Luxemburg angesiedelt oder werden in Kooperation mit diesen geleitet. Zudem bestehen enge Zusammenarbeiten mit renommierten internationalen Wissenschaftler*innen und außeruniversitären Einrichtungen u.a. in Chicago, Warwick, Basel, Waltham und Lviv.