Veranstaltungsarchiv

2026
Ringvorlesung „Cooperative Methodologies – Studying Sensory Media and AI“ #5 Maija Hirvonen: Ethnomethodological Conversation Analysis and the Analysis of Technologized Interaction at Work with Functional Diversity & Mixed Abilities
10. Juni 2026 , 14:15 - 15:45 Uhr Organisiert von A03, A05, B08 — Permalink

Ethnomethodological Conversation Analysis and the Analysis of Technologized Interaction at Work with Functional Diversity & Mixed Abilities

Prof. Maija Hirvonen (Tampere University)

My talk explores theoretical and methodological positions in the ethnomethodological and conversation-analytical studies (EMCA) of dis/ability in technologized workplace interaction. The talk features research questions and sample analyses from a major European research and innovation project, NewWorkTech, which has collected naturalistic video-recorded data with six different dis/ability groups and from workplaces in six different countries.

EMCA aims at describing systems of situated human conduct and practices of social and technologized interaction from the members’ perspective. Today, this perspective is typically accomplished by an analytical process of interpreting naturally occurring video data in such way that researchers seek to understand the observable conduct and practices as one of the participants. With the emphasis on multimodality and, increasingly, multisensoriality, the analysis of interaction involves a detailed observation of the spatial, visual and other nonverbal modalities as resources of the system.

With regard to dis/ability and functional diversity, such as blindness or neurodivergence, EMCA studies must question the premises of acquiring a ”members’ perspective” in (inter)action which is (yet) not known to or experienced by the researcher. My talk intends to pave some ways for the methodological development in order to analyse (technologized) interaction cooperatively from the perspective of functional diversity and mixed ability – concepts which do not put ontological priority to any one sense or way of being in the world.

Veranstaltungsort

Universität Siegen
Campus Herrengarten
AH-A 217/18 and Webex
Herrengarten 3
57072 Siegen

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Wissenschaftliche Koordination
Dr. Dominik Schrey
dominik.schrey[æt]uni-siegen.de
Vorstandssitzung
10. Juni 2026 , 10:00 - 12:00 Uhr Organisiert von Z — Permalink
Themen können über die Statusvertretungen in die Vorstandssitzungen bis zu zwei Wochen vor der Sitzung eingebracht werden. Einladungen mit TOPs werden zwei Wochen vorher verschickt. Förderanträge müssen mind. 2 Wochen vorher über die Koordination (Dr. Dominik Schrey) inkl. Begründung, Kostenvoranschlag bzw. detailierte Kostenaufstellung und Programm eingereicht werden. 
Weitere Hinweise entnehmen Sie bitten den folgenden Vorlagen:

Die Vorstandssitzungen enthalten Berichte, Themenpunkte und Verschiedenes, die für alle SFB Mitglieder öffentlich sind. Personenbezogene Anträge und Finanzen sind nicht öffentlich und werden nach dem öffentlichen Teil besprochen. Webex-Links für Online-Teilnahmen werden am vorherigen Freitag verschickt. Teilnahme vor Ort ist möglich.

Digitale Protokolle des öffentlichen Teils werden über sciebo zur Verfügung gestellt.

Veranstaltungsort

Universität Siegen
Campus Herrengarten
AH-A 228
Herrengarten 3
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Wissenschaftliche Koordination
Dr. Dominik Schrey
dominik.schrey[æt]uni-siegen.de
Forschungsforum: Johannes Schick / Dominik Schrey
03. Juni 2026 , 14:15 - 15:45 Uhr Organisiert von Z — Permalink

14:15 – 15:00 Dr. Johannes Schick: „The Zoomorphology of Gestures: Interspecies Learning and Technical Invention in Early Human Evolution“

15:00 – 15:45 Dr. Dominik Schrey: title t.b.a.

More information coming soon.

 

Dr. Johannes Schick: „The Zoomorphology of Gestures: Interspecies Learning and Technical Invention in Early Human Evolution“

This article develops a transindividual theory of multispecies technics. Drawing on Gilbert Simondon’s ontogenetic theory of individuation, I extend his concept of the associated milieu beyond the relation between humans and technical objects to interspecies relations. I argue that the earliest technical gestures in hominin history may have emerged from the reciprocal relationship between human and non-human animals, and I introduce the notion of zoogestures to characterise this transindividual multispecies process. Three criteria operationalise the multispecies associated milieu: a living being must co-constitute the conditions of an operation involving another living being; the operation must depend on the presence or behaviour of that other living being; and the relation must open up or stabilise new possibilities for action. I test this heuristic against three cases of interspecies technical operations: social learning between domesticated horses (ponying) and within wild chimpanzee populations (Tinka); the invention of a new technical behaviour by a domesticated cow (Veronika) in a human milieu; and the multispecies ecological co-construction of beaver-human cohabitation in prehistory. The conclusion develops Simondon’s notion of présence to argue that technical gestures emerge not as Leroi-Gourhan’s exudations or extensions of the (human) body, but as a multispecies event.

Veranstaltungsort

Universität Siegen
Campus Herrengarten
AH-A 217/18 and Webex
Herrengarten 3
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Wissenschaftliche Koordination
Dr. Dominik Schrey
dominik.schrey[æt]uni-siegen.de
Telefon: +49 (0)271 740 4664
Podiumsdiskussion zum Thema: „Gesundheit in Zeiten des ’smarten‘ Lebens“
28. Mai 2026 , 20:00 Uhr Organisiert von B06 — Permalink

Sensorische Selbstvermessung mit Smartwatches und das Teilen von Gesundheitsdaten in Sozialen Netzwerken, Kontrolle von Umweltdaten im intelligenten Zuhause sowie Telemedizin und digitale Assistenzsysteme zur Förderung von Gesundheit und Prävention gelten als Beispiele für die „Medizin der Zukunft“. Diese hat sowohl Licht- als auch Schattenseiten. Wie gehen die Nutzerinnen und Nutzer vor diesem Hintergrund mit den neuen Technologien und den damit verbundenen sozialen Erwartungen, Hoffnungen und Sorgen praktisch um? Das Projekt „Un/erbetene Beobachtung in Interaktion“ im Sonderforschungsbereich „Medien der Kooperation“ an der Universität Siegen untersucht durch Interviews, begleitete Wohnungsrundgänge und Videoaufzeichnungen das alltägliche Leben mit „smarten“ Technologien zwischen (Selbst-)Überwachung und kreativer Aneignung. In der Podiumsdiskussion debattieren die Projektverantwortlichen über gesundheitsbezogene Aspekte mit Forschenden verschiedener Disziplinen und mit dem Siegener Publikum.

 

Podiumsteilnehmer: 

 

Prof. Dr. Stefan Heinemann, Professor für Wirtschaftsethik an der FOM Hochschule Berlin sowie Sprecher der Ethik-Ellipse Smart Hospital der Universitätsmedizin Essen

Prof. Dr. Dagmar Hoffmann, Professorin für Medienwissenschaft – Medien und Kommunikation/Gender Media Studies an der Universität Siegen & SFB 1187, Teilprojekt B06

Dr. Paula Stehr, Akademische Rätin am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung, Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU)

Prof. Dr. Torsten Voigt, Professor für Soziologie mit dem Schwerpunkt Technik und Diversität, RWTH Aachen

Moderation: Prof. Dr. Stephan Habscheid, Professor für Germanistik/Angewandte Sprachwissenschaft an der Universität Siegen & SFB 1187, Teilprojekt B06.

Thematischer Impuls zum Einstieg: Niklas Strüver, M.A., SFB 1187, Teilprojekt B06.

Veranstaltungsort

Universität Siegen
Campus Unteres Schloss
US-S
Obergraben 25, 57072 Siegen
57072 Siegen

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Universität Siegen
Prof. Dr. Stephan Habscheid,
habscheid[æt]germanistik.uni-siegen.de
Blicklabor B05
28. Mai 2026 , 10:00-18:00 Uhr Organisiert von B05 — Permalink

Einladung zum Workshop und Blicklabor „I’m fighting!“

Körper – Imagination – Spiel

Projekt B05 „Frühe Kindheit und Smartphone. Familiäre Interaktionsordnung, Lernprozesse und Kooperation des Siegener SFB 1187 „Medien der Kooperation“

 

28.5.2026, 10 – 17 Uhr

Ort: Universität Siegen, Herrengarten 3, Raum: AH/A 217/18

 

Ausgehend von aktuellen Filmen aus unserer Forschung möchten wir uns mit der Frage beschäftigen, wie sich in den alltäglichen Medienpraktiken in Familien mit jungen Kindern das Verhältnis von (Kinder-)Körper, Imagination und digitalen (Spiel-)Objekten zeigt.

Die Komplexität dieses Verhältnisses zeigt sich beispielsweise in einer im Rahmen des Projektes beobachteten Szene, in der ein Junge auf dem Sofa liegt, während auf dem einige Meter entfernten Laptop-Bildschirm eine Horde Kämpfer ineinander verstrickt, gegeneinander antritt. Auf die Frage, was er gerade tue, antwortet der Junge spontan und mit völliger Selbstverständlichkeit: „I’m fighting!“ Die in dem kamera-ethnografischen Film beobachtbare Verschiebung des Da-Seins (an zwei Orten gleichzeitig sein) nehmen wir zum Ausgangspunkt, um über das Verhältnis von Körpern und Imagination im digitalen Alltag nachzudenken. Folgende Überlegungen leiten dabei die aktuellen Analysen im Projekt zum Aufwachsen der Kinder mit dem Smartphone und sind die Grundlage der gemeinsamen Filmbetrachtungen.

 

Körper:

Die „soziale Person des Kindes [lässt] sich nicht mehr umstandslos auf ihre Kern-Eigenschaft als Bewohnerin und Besitzerin ihres sich entwickelnden fleischlichen und berührbaren Körpers rezentrieren. […] Vielmehr scheint es plausibel, (Kinder-)Körper als immer schon eingebettet und materiell wie sinnlich konstituiert in kooperativen digital-medialen Praktiken zu denken und zu verstehen“ (Amann, Wiesemann 2026:35).

 

Imagination:

Imagination ist kein Phänomen, das im menschlichen Gehirn zentriert ist, sondern vielmehr eine technische Errungenschaft, die aus dem Zusammenwirken (im Spiel insbesondere aus dem Zusammenspiel) von Geist, Körper, kultureller und physischer Umgebung sowie Objekten und Systemen – nicht zuletzt Spielzeug – entsteht (vgl. Giddings 2024:134).

 

Literatur:

Amann, Klaus und Jutta Wiesemann (2026): Berührung, Körper und smarte Geräte in digitalen Kindheiten. In: Sabine Bollig, Marion Ott, Friederike Schmidt & Anja Tervooren (Hg.): Kindheit als Praxis – Kulturanalytische Zugänge zur alltäglichen Herstellung von Kindheit(en). Beltz Juventa (+ open access)

 

Giddings, Seth (2024): Toy Theory. Technology and Imagination in Play. The MIT Press.

 

Teilnehmende:

Jochen Lange und Lia Cordes, Uni Siegen / Jürgen Streeck, University of Texas at Austin / Lisa Anders, Uni Mainz / Klaus Amann

 

Der Workshop findet auf Deutsch statt. 

 

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Veranstaltungsort

Universität Siegen
Campus Herrengarten
AH-A 217/18
Herrengarten 3
57072 Siegen

Links

Program

Programm

28.05.26

I'm fighting!

10:00

Arrival

10:15

Welcome & introduction

10:30 - 12:30

Blicklabor

12:30 - 13:30

Lunchbreak

13:30 - 15:30

Input, Comments, Examples from other fields
Klaus Amann; Lisa Anders; Jochen Lange; Lia Cordes

15:30 - 16:00

Coffee-break

16:00 - 17:00

Comments and closing discussion
Jürgen Streeck

18:00

Dinner + Museum visit (MGK)

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Universität Siegen
Astrid Vogelpohl
Astrid.Vogelpohl[æt]uni-siegen.de
Ringvorlesung „Cooperative Methodologies – Studying Sensory Media and AI“ #4 Elena Pilipets: Situated, Distributed, Messy: Meme Research in Synthetic Social Media
27. Mai 2026 , 14:15 - 15:45 Uhr Organisiert von A03, A05, B08 — Permalink

more information coming soon

Elena Pilipets (University of Siegen)

 

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Universität Siegen
Campus Herrengarten
AH-A 217/18 and Webex
Herrengarten 3
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Wissenschaftliche Koordination
Dr. Dominik Schrey
dominik.schrey[æt]uni-siegen.de
Talk by Chris Salter (ZHdK): „Sensing Immersion: Video passthrough, bodily technologies and sense coupling in co-extensive reality“
19. Mai 2026 , 16:00 - 18:00 Uhr — Permalink

Sensing Immersion: Video passthrough, bodily technologies and sense coupling in co-extensive reality

Chris Salter (Zurich University of the Arts)

The introduction of worn mixed reality devices such as the Meta Quest 2 or the Apple Vision Pro marks an important shift towards re-centering virtual experience back onto the human body as a mediator between self, others and the world. Yet, as optical sensing technologies and their associated algorithms transform virtual reality headsets into camera-based sensing systems that “passthrough” the outside world to the wearer using live video technology, wearers increasingly must navigate two spaces simultaneously: a computationally shaped and at the same time, still phenomenally experienced physical world. This is in marked contrast to virtual reality, which has historically ignored the physical world together with the complex ways in which human bodies make sense of its affordances for perception. Taking up Saker and Frith’s description of co-extensive space (2022), we argue that we can only perceptually grasp such mediated experience through what is called “sense making” – in which an entanglement between human and machine sensing is seen as essential for understanding joint forms of meaning making. Such „participatory sense making“ as a tight sensory coupling between human and machine sensing is in marked contrast to either suggesting that machine sensing is either wholly responsible for world making on the one side (data extraction) or, privileging the human or biological as the unique site of sensory cognition, on the other.

 

The talk will act as the kick-off for the workshop Mobile Sensing / Sensing Mobility 

No need to commit to workshop participation. If you just want to listen to the talk, feel free to join us on Tuesday.

Please register here: https://my.liberaforms.org/talk-registration-sensing-immersion


Chris Salter is Professor for Immersive Arts and Director of the Immersive Arts Space at the Zurich University of the Arts (ZHdK). He is also Professor Emeritus, Design and Computation Arts at Concordia University in Montreal and former Co-Director of the Hexagram network for research-creation in arts, cultures and technology and Co-Founder of the Milieux Institute at Concordia. He studied philosophy and economics at Emory University and completed his PhD in theatre studies with research in computer music Stanford University. His artistic work has been seen all over the world at such venues as the Venice Architecture Biennale, Barbican Centre, Berliner Festspiele, Wiener Festwochen, Grand Palais Immersif, MEET Center, ZKM, Kunstfest Weimar, Musée d’art Contemporain, Muffathalle, EXIT Festival and Vitra Design Museum, among many others. He is the author of three monographs, all published by the MIT Press: Entangled: Technology and the Transformation of Performance ( 2010), Alien Agency: Experimental Encounters with Art in the Making (2015) and Sensing Machines (2022). 

 

 

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Universität Siegen
Campus Herrengarten
AH-A 217/18

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Workshop „Mobile Sensing / Sensing Mobility“
19. Mai 2026 - 20. Mai 2026 Organisiert von A03/P04 — Permalink

The Mobile Sensing working group focuses on the analysis and cultural-historical reconstruction of mobile sensing as an epistemic and media-technological ensemble that has emerged since the 1960s at the intersection of sensor technologies and robotics, networked computing practices, and mobility infrastructures. In the context of the CRC Media of Operation, mobile sensing has been implicitly and explicitly discussed in connection to autonomous vehicles and ‘smart’ cycling, robotic navigation, crowd- and/or citizen sensing, virtual fencing, and civilian and military practices of drone use, among others. The workshop will explore the technological and scientific development of the conceptual and applied field(s) of mobile sensing through three distinct relations between mobility and sensing: 

  • (im)mobility facilitated by and through sensing
  • the sensing of mobility and moving things
  • sensing in motion.

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Universität Siegen
Campus Herrengarten
AH-A 228 (workshop) & AH-A 217/18 (talk)

Programm

Tuesday, May 19 ( Room AH-A 217/18)

16:00 - 18:00

Talk by Chris Salter (ZHdK): Sensing Immersion: "Video passthrough, bodily technologies and sense coupling in co-extensive reality"

Wednesday, May 20 (Room AH-A 228)

9:00 -10:30

Introductions & short presentations

10:30 -10:45

Coffee talk

10:45 - 12:15

Literature review

12:15 -13:00

Output discussion

13:00

Lunch

14:00

Talk by Chris Salter (ZHdK), title TBA

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Kamera-Ethnographie trifft Seth Giddings
18. Mai 2026 , 16:00–18:00 Uhr Organisiert von B05 — Permalink

Kamera-Ethnographie trifft Seth Gidding. Lese-, Sichtungs- und Gesprächsformat (Online)

Projekt B05 „(Frühe) Kindheit und Smartphone“ (Jutta Wiesemann, Astrid Vogelpohl und Hoa Mai Trần) mit Mercator-Fellow Jürgen Streeck (University of Texas, Austin)

Montag, 18.5.2026, 16:00 – 18:00 Uhr, Sprache: deutsch

„There would be nothing fundamentally new or unfamiliar about the population of children’stoys, games, and literature“ (Giddings 2024, S. 1)

In „Toy Theory“ (2024) verfolgt Seth Giddings die Geschichte von Spielzeugen zurück bis zu mehr als 2000 Jahre alten archäologischen Funden von Pferden auf Rädern und stellt fest: sie waren immer schon technische und materielle Artefakte.

Dies steht im Widerspruch zur Wahrnehmung, dass alles Digitale – und damit auch digitale Spiele – Teil eines dramatischen Umbruchs in Kindheit und Gesellschaft sei.

In unserem Gesprächsformat „Kameraethnographie trifft Seth Giddings“ erkunden wir das Spannungsfeld von Tradition und Umbruch im digitalen Spiele-Alltag von Kindern anhand ausgewählter Filme aus unserer Forschung, die wir mit der Lektüre von „Toy Theory“ kreuzen. Dabei fokussieren wir körperliche ‚Doings‘, sowie physische und virtuelle Präsenzen.

 

Literatur:

Giddings, Seth (2024): Toy Theory. Technology and Imagination in Play. The MIT Press [Einleitung: S. 1-19]

Wer teilnehmen möchte, sendet bitte eine Mail an astrid.vogelpohl[æt]uni-siegen.de, um den Webex-Link und den Text zu erhalten.

Veranstaltungsort

online

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Astrid Vogelpohl
astrid.vogelpohl[æt]uni-siegen.de
Ringvorlesung „Cooperative Methodologies – Studying Sensory Media and AI“ #3 Dennis Kirschsieper & Claudia Müller: Co-Designing Care & Technology: Methodological Insights from Community-Care Research
13. Mai 2026 , 14:15 - 15:45 Uhr Organisiert von A03, A05, B08 — Permalink

This talk discusses methodological insights from a participatory research project on cooperative care practices conducted in Switzerland and Germany, with an ongoing research phase in Japan. The project engages care and technology through co-design processes with co-researchers, jointly developing situated sociotechnical imaginaries of future care practices and potential technological systems and applications. It is oriented towards ageing in place and ageing in community as guiding values for desirable futures, while fostering and elaborating more cooperative and integrated forms of care that bridge care, cure, and prevention.

Analytically, the talk approaches cooperative research and design processes with a focus on “impositions” (Zu-Mutungen), understood as structuring conditions of participatory research. These emerge in the recruitment and involvement of co-researchers, forms of invisible work, questions of remuneration and recognition, diverging expectations, and dynamics of power and conflict. Furthermore, the integration of heterogeneous epistemic and practical logics is discussed, highlighting the coordination and translation work required across different contexts and stakeholders. Moreover, cultural differences in the Japanese case are reflected upon with regard to their implications for ethnographic fieldwork. The talk concludes by addressing the sustainability of cooperative research and design arrangements as an open and structurally unresolved challenge.

Dennis Kirschsieper & Claudia Müller (University of Siegen / Project A05 @ SFB 1187 Media of Cooperation)

 

Veranstaltungsort

Universität Siegen
Campus Herrengarten
AH-A 217/18 and Webex
Herrengarten 3
57072 Siegen

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Vorstandssitzung
13. Mai 2026 , 10:00 - 12:00 Uhr Organisiert von Z — Permalink
Themen können über die Statusvertretungen in die Vorstandssitzungen bis zu zwei Wochen vor der Sitzung eingebracht werden. Einladungen mit TOPs werden zwei Wochen vorher verschickt. Förderanträge müssen mind. 2 Wochen vorher über die Koordination (Dr. Dominik Schrey) inkl. Begründung, Kostenvoranschlag bzw. detailierte Kostenaufstellung und Programm eingereicht werden. 
Weitere Hinweise entnehmen Sie bitten den folgenden Vorlagen:

Die Vorstandssitzungen enthalten Berichte, Themenpunkte und Verschiedenes, die für alle SFB Mitglieder öffentlich sind. Personenbezogene Anträge und Finanzen sind nicht öffentlich und werden nach dem öffentlichen Teil besprochen. Webex-Links für Online-Teilnahmen werden am vorherigen Freitag verschickt. Teilnahme vor Ort ist möglich.

Digitale Protokolle des öffentlichen Teils werden über sciebo zur Verfügung gestellt.

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Wissenschaftliche Koordination
Dr. Dominik Schrey
dominik.schrey[æt]uni-siegen.de
Forschungsforum: James McElvenny / Susanne Kokel
06. Mai 2026 , 14:15 - 15:45 Uhr — Permalink

14:15 – 15:00 Dr. James McElvenny: The “mark”, from Gestalt phenomenon to language universal

15:00 – 15:45 Dr. Susanne Kokel: „Unvermeidbare Beobachtung. Kooperation und Kredit – die Kreditauskunft“

 

Abstracts:

James McElvenny (University of Siegen): The “mark”, from Gestalt phenomenon to language universal

The notion of “markedness” has played an important role in linguistic theory since the early 20th century. In essence, markedness describes an opposition in the analysis of language between an “unmarked” or default form and its “marked” counterpart. This opposition has variously been used as a metric for evaluating competing proposals in linguistic theories and in the postulation of universal hierarchies of possible and probable language structures.

As is well known, the study of markedness has its origins in the phonological theory of the Prague School, and specifically in the work of Nikolai Trubetzkoy (1890–1938) and Roman Jakobson (1896–1982). What is less well known is that the conceptual basis of the “mark” was influenced by the broadly Gestaltist phonemic theory of the Vienna psychologist Karl Bühler (1879–1963). In its migration between perceptual psychology, phonological theory and the study of language universals, the “mark” has undergone a number of conceptual developments, many of which are not necessarily compatible with one another. This talk traces this evolution and the problems it presents.

 

More information coming soon.

Veranstaltungsort

Universität Siegen
Campus Herrengarten
AH-A 217/18 and Webex
Herrengarten 3
57072 Siegen

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Wissenschaftliche Koordination
Dr. Dominik Schrey
dominik.schrey[æt]uni-siegen.de
Telefon: +49 (0)271 740 4664
Ringvorlesung „Cooperative Methodologies – Studying Sensory Media and AI“ #2 Simon David Hirsbrunner: The Ethics of AI-supported Research Methodologies
29. April 2026 , 14:15 - 15:45 Uhr Organisiert von A03, A05, B08 — Permalink

This talk examines ethical challenges and guiding principles that arise when AI-based systems become entangled in research methodologies. With a focus on qualitative research methods and ethics research, the presentation addresses key ethical dimensions — including scientific integrity, algorithmic bias, sustainability and dependency, as well as human agency and oversight — and asks what fundamentally changes for qualitative research ethics when AI enters the picture. Based on current discussions and practical examples from our own research, we conclude by proposing concrete strategies for responsibly addressing these challenges.

 

Simon David Hirsbrunner (University of Tübingen) is a social scientist and media scholar serving as team leader at the International Center for Ethics in the Sciences and Humanities (IZEW), University of Tübingen. He holds a Master’s degree in International Relations from the Graduate Institute of International and Development Studies (Geneva), a Master’s degree in European Media Studies from the University of Potsdam and the University of Applied Sciences Potsdam, and a PhD in Media Ethnography from the University of Siegen.
His research examines ethical dimensions of artificial intelligence, with a particular focus on the intersections of AI, ethics, and sustainability, as well as high-risk application domains including education, predictive policing, and automated recruiting. He frequently employs inventive, digital, and mixed-methods approaches in his work.
Beyond research, Dr. Hirsbrunner lectures in AI ethics at the Hasso Plattner Institute / University of Potsdam and advises institutions and stakeholders — including the German Rectors‘ Conference (Hochschulrektorenkonferenz), police departments, educators, and companies — on the responsible development, deployment, and use of AI systems

 

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Universität Siegen
Campus Herrengarten
AH-A 217/18 and Webex
Herrengarten 3
57072 Siegen

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Wissenschaftliche Koordination
Dr. Dominik Schrey
dominik.schrey[at]uni-siegen.de
Divertsity Lunch mit Ann-Kristin Kolwes: „Soziale Herkunft und ihr Einfluss auf wissenschaftliche Karrieren“
22. April 2026 , 11:30 - 13:00 Uhr Organisiert von Chancengleichheit — Permalink

Ann-Kristin Kolwes vom Verein Erste Generation Promotion (https://www.egp-verein.de/)

Mehr Informationen folgen

 

Über die Veranstaltungsreihe

Die Reihe „Diversity Lunch“ ist eine Kooperation der SFBs „Medien der Kooperation“ und „Trans­forma­tionen des Popu­lären“ und lädt alle Mit­glieder und Interes­sierten zu einem Austausch zu aktuellen Themen und Frage­stellungen rund um Diver­sität in der Wissen­schaft ein.

Eine Teilnahme ist online als auch in Präsenz im Herren­garten möglich. Im Anschluss an die Ver­anstal­tung laden wir herz­lich zu einem kleinen Imbiss/Lunch im Herren­garten (AH-A 208/209) ein!

Veranstaltungsort

Universität Siegen
Campus Herrengarten
AH-A 217/18
Herrengarten 3
Siegen

Kontakt

Wissenschaftliche Koordination
Dr. Karina Kirsten
karina.kirsten[æt]uni-siegen.de
Medien:Extraktivismus: 3. Spring School zu Klima & Medien
17. April 2026 - 19. April 2026 — Permalink

Keynotes, Workshops & Vorträge für Wissenschaft, Aktivismus und Zivilgesellschaft 

Sonne, Wasser, Wind und Boden tragen Bedeutungen und reichen weit über ihre materielle und ökonomische Macht hinaus. Ebenso verhält es sich mit seltenen Erden und Mineralien wie Gold, Kohle, Öl, Lithium und Kobalt. In ihnen offenbaren sich historisierte und materiell-diskursive Formen der Verbundenheit genauso wie Entflechtung, Rassifizierung und Entfremdung. Kolonialismus und Extraktivismus gehen Hand in Hand mit der ökologischen Beherrschung der Erde. Zugleich kann die gesellschaftliche Aushandlung der mit Extraktivismus verbundenen Klimakatastrophe Perspektiven auf Widerstand, Regeneration, Fürsorge, Vielfalt und Kreativität eröffnen. Sogenannte ‚Rohstoffe‘ erzählen von Grenzziehungen, Ausbeutung und Konflikten, aber auch von Sorge, Verbundenheit und neuen Formen des Zusammen(über)lebens. Angesichts von Ressourcen drängt sich die Frage auf, wie wir das Vorhandene in der Klimakatastrophe verteilen und nutzen wollen und wie wir Risiken gerecht verteilen. Fragen der Ressourcengerechtigkeit und Macht, der Repräsentation und gesellschaftlichen Teilhabe sind folglich untrennbar mit Prozessen medialer Vermittlung, sozialer und politischer Aushandlung und Symbolisierung verbunden. Angesichts der aktuellen technofaschistischen Regime müssen wir auch Extraktion als Gewaltform lokal und global mit proprietären technischen Infrastrukturen verbinden – im Ruhrgebiet und anderswo. Es ergeben sich dadurch neue soziale Perspektiven und Möglichkeiten intersektionaler Bündnisse, die einen anderen Blick auf postextraktive Landschaften erlauben. Erneuerbare Energietechnologien und Geoengineering stehen für Alternativen zu einer fossilen Welt, begleitet von medialen Bildern technischer, ‚grüner‘ Innovation. Aber auch sie perpetuieren extraktive Regime, oft verbunden mit Auslagerungen von Risiken, Verletzbarkeiten und Konflikten, wie sie etwa am Beispiel Wasserstoff auszumachen sind.

 

Die Spring School MEDIEN EXTRAKTIVISMUS setzt sich im Spannungsfeld von Medienkulturwissenschaft und Aktivismus damit auseinander, wie ‚Rohstoffe‘ gewonnen, genutzt, konstruiert, imaginiert und diskursiv verhandelt werden. Dabei wird die komplexe Verwobenheit von Materialität, medialer Inszenierung, Imagination und gesellschaftlicher Bedeutungszuweisung reflektiert:

 

  • Welche Bilder, Narrative und Frames prägen öffentliche Vorstellungen von Rohstoffen, Energiequellen oder nachhaltigen Alternativen?
  • Wie wird in journalistischen, sozialen und künstlerischen Formaten die Fragilität und Dringlichkeit von Ressourcen, aber auch ihre schöpferische Kraft der Heilung und der Sorge inszeniert?
  • Welche extraktiven Regime erzeugen algorithmische und cloudbasierte Systeme oder setzen sie fort?
  • Wie erzählen wir die mit KI und Cloud Computing verbundenen Wasser, Landnutzungs- und Energiekonflikte?
  • Wo können wir auch im Alltag Widerstand gegen extraktive Gewalt mobilisieren und praktizieren?

 

Die Spring School lädt Wissenschaftler:innen, Aktive und Journalist:innen ein, theoretische und empirische Zugänge zu Ressourcen als medienkulturelle Phänomene zu erproben. Im Rahmen der Spring School wollen wir nicht nur Diskurse und Repräsentationen analysieren, sondern auch neue performative und partizipative Kommunikationsformate denken. Ziel ist es, wissenschaftliche Perspektiven mit klimapolitischem Handeln zu verbinden und damit neue Impulse für eine kritische Analyse von medienbedingter Extraktion zu setzen, die das öffentliche Verständnis von Nachhaltigkeit kritisch erweitert und angesichts der Dringlichkeit zu handeln, Umgänge mit der Klimakatastrophe finde. 

 

Wir freuen uns auf Vorträge von und Workshops mit Migration Audio Archiv, Jakob Claus, Gerko Egert, Azadeh Ganjeh, Matthias Grotkopp, Mariette Kesting, Frederike Lange, Petra Löffler, Julia Nitschke, Maike Reinerth, Rémi Willemin und anderen.

 

Die Spring School wird organisiert von der Professur Gender Media Studies der Ruhr-Universität Bochum in Kooperation mit dem SFB 1187 Medien der Kooperation.

 

Infos und Anmeldung

Wir bitten um Anmeldung an mail[æt]mediaclimatejustice.org

Das Orga-Team Alisa Kronberger, Julia Bee, Gerko Egert und Julia-Lena Reinermann 

 

Veranstaltungsort

KoFabrik
Quartiershalle
Stühmeyerstraße 33
44787 Bochum

Programm

17.04.26

Day 1

17:30

Begrüßung & Einführung
Julia Bee, Gerko Egert, Alisa Kronberger, Julia Reinermann

18:00 - 21:00

Vorträge & Paneldiskussion
Marietta Kesting: Datenspeicherung und Aeropolis: Raubbau an Luft und Wasser; Frederike Lange: Revier Noir. Bergbauerbe als Sorge am Toxischen; Julia Nitschke: Dark Room Ruhr: Queere Spuren unter Tage zwischen Ruhrgebiet und Oberschlesien; Panel-Diskussion Extraktivismus mit Vortragenden, Julia Bee und Oliver Leistert

18.04.26

Day 2: Workshops

10:00 - 13:00

Extraktivismus unter und über Tage
Jakob Claus, Petra Löffler & Marlene Helling

10:00 - 13:00

No Justice In A Racist Climate! Wie kolonial ist dein Blick auf Klimagrechtigkeit?
Sara Bahadori

14:00 - 16:00

What do we want? Climate Justice in Film/Wissenschaft
Matthias Grotkopp & Maike Reinerth

14:00 - 16:00

Waterscaping Ourselves: Erkundung wahrscheinlicher und erwünschter Zukünfte des Grummer Bachs
Remi Willemin & Alisa Kronberger

16:00 - 18:00

Braune Linien im Ruhrgebiet: Die Emscher und Persistenzen extraktivistischer Umgebungen
Natalie Pielok

19:00

Lecture Performance: Fault Line: Survival as Unrest under Extractive Regimes
Azadeh Ganjeh

19.04.26

Day 3

10:00 - 12:00

Climate Narratives: Listening Session zu Klimaaktivismus und Klimaflucht

13:00 - 15:00

Kolloquium: Klima Lehre

15:00 - 16:30

Stadtführung
Bochum Dekolonial mit Marie Sprenger und Florian Trompke

Kontakt

Ruhr-Universität Bochum
Prof.*in Dr.*in Julia Bee
mail[æt]mediaclimatejustice.org