SFB 1187 ›Medien der Kooperation‹ an der Universität Siegen

Ö - Öffentliche Infrastrukturen: Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit

Team2

 

Teilprojektleiter*innen:

PD Dr. Christian Henrich-Franke

Dr. Cornelius Neutsch

Mitarbeiter*innen:

Sabrina Fröhlich

 

Das Ziel des Teilprojekts besteht darin, die komplexe Thematik des SFB ‚Medien der Koopera­tion‘ und die in den einzelnen Teilprojekten gewonnenen Erkenntnisse einer breiteren Öffentlich­keit zugänglich zu machen und damit bestehende gesellschaftliche Diskurse über den Umgang mit (digitalen) Medien weiter anzuregen. Hierzu werden gezielte Maßnahmen durchgeführt: drei Ausstellungen zu ‚Öffentlichen Infrastrukturen‘ mit den Arbeitstiteln ‚Telekommunikation seit dem 19. Jahrhundert als Kooperation von Medien‘, ‚Werkstatt Wittgenstein wortlos (WWw): Smart­phonegebrauch und familiäre Interaktion‘ und ‚Fliegende Kameras: Drohnende Praktiken‘, eine Vortragsreihe zu ‚Kontroversen Öffentlichkeiten‘ sowie die Implementierung einer ‚Dialogplatt­form Schule‘.

Bild2

Ausstellung: "Vom Brief zum digitalen Netz – Aus dem Siegerland in die Welt"

PDF zur Ausstellung

Zwischen dem 26. September 2018 und dem 6. Januar 2019 präsentierte der Sonderforschungsbereich ‚Medien der Kooperation’ an der Universität Siegen im Sonder-ausstellungstrakt des Siegerlandmuseums eine Ausstellung zum Thema ‚Vom Brief zum digitalen Netz – Aus dem Siegerland in die Welt’. Diese Ausstellung thematisierte die Funktionsweise und Auswirkungen globaler Telekommunikationstechnik von ihren Anfängen bis zu digitalen Kommunikation, und das am Beispiel von inter- bzw. transnationalen Unternehmen. Die Besucher waren in der Lage, die Technik und technischen Zusammen-hänge zu erfahren, zu verstehen und beispielhaft zu praktizieren, die hinter der weltweiten Kommunikation von Unternehmen stecken, aber auch deren interne Kommunikationswege strukturieren. Die Ausstellung adressierte dabei eine Reihe von Fragen: Welche Technik (Geräte, Kabelverbindungen, Vermittlungsstellen etc.) erlaubte es im frühen und im späten 20. Jahrhundert, weltweit zu kommunizieren? Welche Auswirkungen hatten Telekommunikationstechniken auf Unternehmensstrukturen und die Produktion? Welche Veränderungen brachte die Digitalisierung für Unternehmen wie für die Technik? Wie funktioniert letztlich das weltweite Netz globaler Telekommunikationstechnik?

Zur Beantwortung dieser Fragen entstanden innerhalb der Ausstellung zwei „Zeitinseln“, die circa in den 1930er und 1980er Jahren verortet wurden. Sie stellten die technischen Zusammenhänge von der lokalen Nutzung im Unternehmen, über die lokale und globale Vermittlung bis hin zu globalen Unternehmensverbindungen dar. Die regionalen Unternehmen Achenbach Buschhütten, Dango und Dienental sowie SMS group boten sich für die Ausstellung besonders an. Sie zählten einerseits zu den wenigen Unternehmen aus der Region, die im gesamten 20. Jahrhundert als ‚global player’ bezeichnet werden können und somit frühzeitig auf globale Telekommunikationstechnik für den Betriebsalltag angewiesen waren. Andererseits ermöglichten sie dem regionalen Besucher einen leichteren Zugang zur eher abstrakten Materie der Technik. Aufgrund der vorhandenen Exponate wurde die Ausstellung in einem hohen Maße interaktiv gestaltet. Die Besucher wurden so in die Lage versetzt, viele Geräte selbst aktiv unter verschiedenen historischen Bedingungen zu nutzen.

Die technischen Ausstellungsexponate wurden von einer Reihe von Leihgebern wie der ‚Sammlung Schmidt’ Konstanz, der Heinz-Nixdorf-Stiftung (Paderborn) u.a. zur Verfügung gestellt. Um einen Bezug zur Region Südwestfalen herzustellen, wurden die technischen Exponate durch Bilddarstellungen (Bürofotografien, globale Unternehmensverbindungen etc.) und weitere Exponate aus der Telekommunikations- und Unternehmensgeschichte der Region in Szene gesetzt.

Fotos: Eva Holly

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