Publikationen

Die Mitglieder des SFB 1187 veröffentlichen ihre Forschungsergebnisse an den verschiedensten, für die jeweiligen Forschungen und Disziplinen geeigneten Publikationsorten. Eine zeitlich geordnete Auflistung der SFB-bezogenen Veröffentlichungen aller Mitglieder finden Sie unten unter dem Punkt „Alle Publikationen“.

Darüber hinaus gibt der SFB verschiedene eigene Publikationsformate heraus, in denen sowohl Mitglieder des SFB als auch andere Wissenschaftler*innen publizieren. Dazu gehören die Buchreihen Medien der Kooperation (Springer Verlag) und Beiträge zur Praxeologie (Metzler Verlag), die Open Access-Zeitschrift Media in Action. An Interdisciplinary Journal on Cooperative Media sowie die Internet-Blogreihe Debating Anthropology (in Kooperation mit dem Global South Studies Center an der Universität zu Köln, dem Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft (IFEK) an der Universität Bremen und der Zeitschrift für Kulturwissenschaften).

Detaillierte Informationen über die Inhalte der Publikationen finden Sie im Folgenden:


Im Erscheinen

 

 

2020

 

Röhl, Tobias. 2020. From structure to infrastructuring? On transport infrastructures and socio-material ordering. In: Material Mobilities, hg. von Ole B. Jensen, Claus Lassen, und Ida Lange, 16–31. New York: Routledge.

 

2019

 

 

2018

 


 

2017

 


 

2016

 


 

Die „Beiträge zur Praxeologie“ setzen sich zum Ziel, die Praxis allen anderen Erklärungsgrößen vorzuordnen, und die theoretischen Grundbegriffe aus dieser Vorordnung zu gewinnen, zu klären oder zu korrigieren. Karl Marx hat dieses Programm in den „Thesen über Feuerbach“ unmissverständlich formuliert, allerdings ohne in seinen späteren Werken den Begriff der Praxis philosophisch zu vertiefen: „Alles gesellschaftliche Leben ist wesentlich praktisch. Alle Mysterien, welche die Theorie zum Mystizismus verleiten, finden ihre rationelle Lösung in der menschlichen Praxis und im Begreifen dieser Praxis.“

Zwei philosophische Entwicklungen des 20. Jahrhunderts können als Antworten auf diese Fragestellung verstanden werden: die Schriften Ludwig Wittgensteins seit den späten 1930ern, und die von Alfred Schütz entwickelte Philosophie und Sozialtheorie der mundanen Intersubjektivität und ihrer Lebenswelt, aus deren Überprüfung und Revision die Ethnomethodologie Harold Garfinkels entstanden ist.

Diese Antworten haben sowohl eine Reihe von theoretischen Debatten, als auch eine Fülle von empirischen Anschlussforschungen zwischen Phänomenologie und Soziologie, Soziolinguistik und Entwicklungspsychologie, Medienforschung und Wissenschaftstheorie hervorgerufen, in denen es tatsächlich gelungen ist, die von Marx postulierte „gegenständliche Wahrheit“ des menschlichen Denkens und Handelns zu demonstrieren.

Aktuelle Forschungen und Debatten versprechen in allen diesen Gebieten eine Einlösung der praxeologischen Theoriebildung im strikten Sinne des Postulats, die Praxis allen anderen Erklärungsgrößen vorzuordnen. Entsprechende Debatten und Forschungsmonographien, etwa zur „Interkorporealität“ und zur „Theorie der Ko-Operation“, sollen in der Reihe ihren angemessenen Ort finden.

Sowohl Wittgensteins als auch Schütz’ und Garfinkels Einsichten verweisen auf eine gemeinsame mitteleuropäische Genealogie der Praxeologie, die bis heute allerdings weitgehend unbekannt geblieben ist. Die Reihe soll sich daher in drei Stoßrichtungen entfalten: durch philosophische Theoriearbeit, durch empirische Beiträge zur Theoriebildung, und durch Beiträge zur Revision der Wissenschaftsgeschichte.

https://www.springer.com/series/15976?detailsPage=titles

 

http://mediainaction.uni-siegen.de/

The dynamics of contemporary media have created a fast-paced field, in which academic studies are often challenged, both methodologically and theoretically, to keep pace with current developments in media, technology and society. In our view, the question of cooperation is a crucial issue surrounding these dynamics. Digital networked media in particular can be viewed as cooperative platforms, enabling people to work together, share experiences and information about their lives, and interact with each other. This is, however, not a new phenomenon: the media have always been vital for connecting individuals, groups or whole societies. Likewise, cooperation is a fundamental feature of all human endeavours.

The journal Media in Action aims to explore how to connect the two observations that (1) contemporary digital media are prima facie media of cooperation and (2) media and cooperation have been tightly enmeshed long before the digital age. This question lies at the core of this interdisciplinary journal on cooperative media and it unites the scholars in the Collaborative Research Centre (CRC) 1187 Media of Cooperation at the University of Siegen.

No 13 (2019) Christian Erbacher:  Das Drama von Tübingen

Was geschah am Tübinger Wittgenstein Archiv? – Unter Wittgensteinforschern regt diese Frage seit mehr als 30 Jahren zu Spekulationen und Legendenbildung an. Das Archiv war das erste große Projekt zur Herstellung einer maschinenlesbaren Transkription von Ludwig Wittgensteins nachgelassenen philosophischen Schriften (ca. 20.000 Seiten) als Vorbereitung für eine wissenschaftliche Gesamtausgabe. Dieses Projekt begann mit großen Hoffnungen und versprach, eine Sternstunde sowohl für die philosophische Editorik als auch für die frühen Digital Humanities zu werden. Doch die Projektgruppe zerbrach alsbald. Bis heute sind die näheren Umstände des Zusammenbruchs nicht bekannt. Daher stellt dieser Beitrag auf der Grundlage ausführlicher Archivrecherchen und Interviews die Geschichte des Archivs dar. Im Kern erweist sich diese Geschichte als ein sich ausweitender Vertrauensverlust innerhalb einer Forschergruppe und darüber hinaus. Wie etwa bereits Harold Garfinkels breaching Experimente erwarten lassen würden, führt auch in diesem Fall der Verlust von Vertrauen zum Kollaps der Kooperation.

 

No 12 (2019) Christian Henrich-Franke: The Mickey Mouse Telephone

The 1980s saw the triumph of neoliberal thinking in Western European societies and economies. Referring to neoliberal economists, governments across Europe implemented policies to deregulate (inter)national markets and to privatise national monopolies. One priority were the large postal and telecommunication services monopolies. In terms of media iconography, one icon of this ‘turn of the tides’ in the regulation of German telephone markets was the ‘Mickey Mouse Telephone’. It was a symbol of the American way of life and the freedom of choice, of the firm belief in the power of markets and the deregulation of monopolies. Nevertheless, the Mickey Mouse Telephone was an antagonism in itself. It was a symbol of American (technological) superiority, and yet, when it was introduced in the German market, it was overpriced and featured an outdated technology. Provided by the ‘Deutsche Bundespost’ – the German state-owned postal and telecommunications monopoly business – the Mickey Mouse Telephone was an analogue model equipped with a dial. The price was several times higher than for a standard phone model. This paper places the Mickey Mouse Telephone in the broader historical context of the relationship between the state, the economy and society in 1980s Germany.

 

No 11 (2019)  Will be published soon…

tba.

 

 

No 10 (2019) Mark Priestley & Thomas Haigh: Colossus: The Missing Manual

There has until now been no comprehensive, convenient, and reliable description of the actual capabilities of the Colossus codebreaking machines used at Bletchley Park during World War II, the way they were used, and the jobs they were applied to. This gap in the literature has led to a lack of understanding of the machines’ functionality and hence to exaggerated claims about their capabilities. In this report we remove the Colossi as far as possible from their cryptanalytical context and consider them simply as computational devices. We give an architectural description of the whole family of related machines, including the initial model known as “Heath Robinson”, and a functional description of the major capabilities of the second and final Colossus design. We include detailed examples of how the machines would have been set up to perform a range of typical tasks, and conclude with a discussion of their versatility, examining in particular the question of how useful they would have been once the war had ended. We present several examples of actual Colossus configurations and the historical output they produced, illustrating the cooperation between figures typed automatically by Colossus and text and annotations added by the human operator.

 

No 9 (2019)  Tristan Thielmann: Sensormedien: Eine medien- und praxistheoretische Annäherung

Da gegenwärtig immer mehr Sensoren in Medien, Gebrauchsgegenständen und Infrastrukturen verbaut und diese so zu mobilen „Smart Devices“ transformiert werden, entstehen neue sozio-technische Bedingungen der Datenerfassung und -verarbeitung, denen nicht mit etablierten Konzepten zur Informations- und Wissensgesellschaft begegnet werden kann. Sie zeichnen sich durch eine entgrenzte Datenerfassung aus, da wir mit Hilfe von Sensoren eine unaufhörliche Verbindung zur Umwelt eingehen. Das Konzept der Sensormedien erlaubt es daher, den Fokus darauf zu richten, was das Beständige medialer Environments ist und was unsere „digitale Gesellschaft“ zusammenhält. Die Grundidee des vorliegenden Working Papers ist, dass Sensormedien einen epistemischen Shift von der Informations- zur Sensorgesellschaft einleiten und nur in der wechselseitigen Verrechnung und Re-Sensibilisierung von Daten, Umwelten und Körpern zu verstehen sind. Sensormedien sind zudem prädestiniert für eine praxistheoretische Auseinandersetzung, da die mediale Erfassung und Darstellung der Körper-Umwelt-Beziehung durch neue Sensortechnologien ein Diversitätsniveau erreicht, welches der Komplexität praxeologischer Beschreibung besser gerecht wird. Umgekehrt lassen sich die kulturellen und gesellschaftlichen Auswirkungen der Sensormedien nur auf Grundlage methodologischer Innovationen wirklich adäquat beschreiben.

 

No 8 (2019)  Silvia Gherardi: Practice as a collective and knowledgeable doing

This paper explores the relationship between knowledge and practice, knowledgeable practices, knowing in practice and knowledge as a situated activity. It traces a tradition of sociological thought in practice theories that derives from studies of scientific knowledge and that challenges the conventional understanding of the ‘social’ as human-centred. The understanding of practice is grounded in an actor-network approach and in feminist Science and Technology Studies. In fact, the precursors of the empirical study of knowing in situ were the so-called laboratory studies, and section 1 presents their contributions to the study of knowledge practices. Later, section 2 proposes a posthumanist practice theory that joins other post-epistemologies in the project of de-centring the human subject as the main source of action and moving from a formulation of practice theory as ‘humans and their practices’ to a vision of practice as the entanglement of humans, materialities, discourses, knowledges and any other relevant element in the situated activities. The aim of the paper is to interpret practice as an empirical phenomenon; therefore, sections 3, 4 and 5 illustrate the core assumptions: i) the sensory and elusive knowledges embedded in knowing in practice; ii) realities as enacted in practices; and iii) interdependent practices as woven in a texture of practices.

 

No 7 (2019)  Luc Boltanski: Reality and its twin:
The thematic of conspiracy in political metaphysics

This paper will focus on the thematics of mystery, conspiracy and inquiry, a subject area explored in one of my more recent books, where I sought to un- derstand the prominent place these thematics have occupied in the representation of reality since around the turn of the 20th century. It has also long been my aim to analyse the role that these thematics may have played in the formation of political metaphys- ics. Although not necessarily one of the canonical forms of political philosophy, political metaphysics left its mark on the last century and, in all probability, continues to haunt the present one. It can be seen as a kind of mythology that is equipped with a for- midable practical e ectiveness, which gives it the power to shape the contours of reality. The thematics of mystery, conspiracy and inquiry have constantly ipped back and forth between the representation of reality in literature, particularly in so-called ‘popular’ literature, and the most disturbing and sometimes most dramatic aspects of reality itself.

 

No 6 (2019)  Arjun Appadurai: Mediants and the Making of Narrative Assemblages

In this lecture, I will highlight the ways in which the current world of nancial markets, mechanisms, and risk-taking is saturated with linguistic and literary forms. These include the promissory language of derivatives, the public pronouncements of central bankers, and the internal narratives of financial analysts. Finance today has a deep literary infrastructure that needs to be recognized and demystized. When we think about finance, our main association is with an ocean of numbers: stock prices, interest rates, currency exchange values, pro t-earnings ratios, mortgage costs, credit ratings, and many other elements in the nancial world are numerically expressed. We are also led to believe that nancial managers and entrepreneurs are mathematics whizzes and that their work is inscrutable to the rest of us because it is too numerically complex for us. Yet, nance itself is deeply saturated with narrative and linguistic forms to which numbers are entirely subordinate or marginal. What are the forms and functions of the literature of global nance? I will use this question to combine my interest in derivative nance with my interest in mediants and mediation, on both of which I have published some work.

 

No 5 (2018)  Kjeld Schmidt, Ina Wagner: Writ Large: On the logics of the spatial ordering of coordinate artefacts in cooperative work

Enter a modern workplace, look around and look carefully, and you will notice a profusion of inscriptions of the most modest and unassuming kind. We are not here primarily referring to the mountains of text produced and perused as part of everyday work (such as letters, emails, reports, contracts), which naturally typically are the center of practitioners’ attention, but to an assortment of inconspicuous and mundane artifacts, such as fault report forms, folders, binder labels, part routing schemes, kanban cards, identification codes, that have been specially designed to facilitate the coordination and integration of cooperative activities. We call this vast and heterogeneous family of specialized artifacts ‘coordinative artifacts’. Though unremarkable, such artifacts play an essential role in enabling workers in modern work settings to get the work done in a reasonably orderly fashion. They provide a manifold latticework of signs by means of which distributed cooperative work activities are coordinated and integrated. Based on a series of ethnographic and similar studies of cooperative work in different domains of work (manufacturing, software engineering, architectural design, oncology treatment, ICD pacemaker treatment), the paper will attempt to show that we can begin to identify and describe the logics of the practices of designing and using such coordinative artifacts.

 

No 4 (2018)  Michael Dieter, Carolin Gerlitz, Anne Helmond, Nathaniel Tkacz, Fernando van der Vlist, Esther Weltevrede: Store, interface, package, connection: Methods and propositions for multi-situated app studies

This paper discusses methodological approaches to app studies, focussing on their embeddedness and situatedness within multiple infrastructural settings. Our approach arises by paying close attention to the multivalent affordances of apps as software packages, particularly their capacity to enter into diverse groupings and relations depending on different infrastructural situations. The changing situations they evoke and participate in, accordingly, makes apps visible and accountable in a variety of unique ways. Engaging with and even staging these situations, therefore, allows for political-economic, social and cultural dynamics associated with apps and their infrastructures can be investigated through a style of research we describe as multi-situated app studies. The piece offers an overview of four different entry points of enquiry that are exemplary of this overarching framework, focussing on app stores, app interfaces, app packages and app connections. We conclude with nine propositions that develop out of these studies as prompts for further research.

 

No 3 (2018)  Thomas Haigh: Finding a Story for the History of Computing

Thomas Haigh is working with Paul Ceruzzi of the National Air and Space Museum in Washington, D.C., on an expanded and completely reorganized version of Ceruzzi’s classic monograph A History of Modern Computing. Haigh discusses the challenges involved in producing a one volume history of a uniquely flexible technology. Since the first edition of the book was published twenty years ago our sense of what the computer is for has shifted utterly, to encompass media consumption, personal communication, and shopping as well as the traditional activities of business administration and scientific number crunching. To reflect this, Ceruzzi and Haigh are adopting a new structure, in which each chapter of the book tells the story of how “the computer” becomes something different through its interaction with a particular set of users and applications. Haigh connects this structure to the work of historian Michael S. Mahoney, and his discussion of the “Histories of Computing(s).” He ponders the particular difficulty of avoiding a simplistic narrative of historical progress, often called a “whig history,” in summarizing the evolution of a technology whose spectacular technical improvement has come to define our idea of modernity. Haigh also discusses Ceruzzi’s text in relation to other comprehensive histories of computing, the production process of the new edition, and some of the editorial choices involved in a project of this kind.

 

No 2 (2017)  Sebastian Gießmann: Drawing the Social: Jacob Levy Moreno, Sociometry, and the Rise of Network Diagrammatics

The following article discusses the combination of graphical methods and network thought in early sociology. It combines a case study of Jacob Levy Moreno’s sociometric work and diagrammatic practice with media-theoretical thoughts about the characteristics of network diagrams. These are understood as inscriptions that perform both an act of drawing and writing at the same time. Moreno’s mappings, as well as other early visual techniques of social research, are understood along Michel Serres’ understanding of the network diagram as a topo­logical narration. Seen from the vantage point of a history of knowledge, Moreno’s sociometric and performative practices can not only be understood as a contribution to social network thought, but as actual research on the cooperative character of human interaction.

 

No 1 (2017)  Erhard Schüttpelz: Hunter into Prey: Trying to Make Sense of the »Media Revolution« at Göbekli Tepe

The essay tries to make sense of the iconography and monumentalism of Göbekli Tepe by way of a comparison with recent ›hunting ideologies‹ in forager situations of abundance or ›super-abundance‹. The article refers to two North American situations of super-abundance (North-West Coast societies based on seasonal aquafaunal abundance; and the seasonal congregations of large-scale Bison hunting groups on the Plains) to demonstrate how foragers coping with a situation of seasonal super-abundance are still able to ritually perform the reversibility of prey and predator inherent in hunting ideologies. The radical iconography of predators at Göbekli Tepe may likewise point to the ritual function of turning ›hunter into prey‹, and the monumentalism of Göbekli Tepe may be interpreted as a ritual setting celebrating the unity of a hunting congregation quite foreign to – and even deliberately pitted against – later regional developments.

 

 

Die boasblogs sind eine Serie von themenbezogenen Blogs, die sich sich zum Ziel gesetzt haben, aktuelle Themen rund um die ethnologischen Wissenschaften aufzugreifen, diese durch einen weiten Kreis von Beiträger*innen in ihrer Kontroversität zu diskutieren und dabei nach der öffentlichen Rolle und gesellschaftlichen Relevanz ethnologischen Wissens zu fragen. Bisher sind vier Blogs erschienen, die jeweils von unterschiedlichen Redaktionen betreut wurden. Ein Fünfter ist in Vorbereitung.

Alle Boasblogs zielen im Sinne einer Public Anthropology darauf, wissenschaftliche Erkenntnisse einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, um dadurch einen kritisch-konstruktiven Beitrag zu aktuellen gesellschaftlichen Debatten zu leisten und gesellschaftliche Beziehungen auf verschiedenen politischen, sozialen und alltäglichen Ebenen mitzugestalten.

 

Über die Blogs

Der erste Blog – „Kulturrelativismus und Aufklärung“ – entstand im Dezember 2016 in Reaktion auf einen Artikel in der Süddeutschen Zeitung, welcher der Ethnologie eine mangelnde Distanz zu ihrem Gegenstand und eine Rechtfertigung menschenverachtender Praktiken unterstellte.

Redaktion: Christoph Antweiler (Bonn), Ehler Voss (Siegen), Martin Zillinger (Köln)

Dieser Blog wurde im Oktober 2017 abgelöst durch einen zweiten und bis heute laufenden Blog, der sich unter dem Titel „Wie weiter mit Humboldts Erbe?“ mit dem gegenteiligen Vorwurf des Kolonialismus auseinandersetzt und aus Anlass der aktuellen Diskussionen um die Gestaltung des Humboldt Forums darüber hinausgehend nach einem zeitgemäßen Umgang mit ethnographischen Sammlungen fragt.

Redaktion: Anna Brus (Universität Siegen), Larissa Förster (Berlin), Michi Knecht (Bremen), Verena Rodatus (Berlin), Ehler Voss (Siegen) & Martin Zillinger (Köln)

Den Anlass für den dritten, von April – August 2018 laufenden Blog gab die Kontroverse um die jüngste Umbenennung der „Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde“ in „Deutsche Gesellschaft für Sozial- und Kulturanthropologie“. Unter dem Titel „What’s in a name“ fragt der Blog, wofür diese Umbenennung steht, d.h. was sie über die Geschichte, Gegenwart und Zukunft dieser Disziplin aussagt.

Redaktion: Christoph Antweiler (Bonn), Michi Knecht (Bremen), Ehler Voss (Siegen), Martin Zillinger (Köln)

Ein vierter Blog lief von Oktober 2018 bis Februar 2019 mit der Frage „Warum Ethnologie? Aktuelle studentische Perspektiven“. Die Redaktion bildete eine Gruppe Ethnologiestudierender an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, die den Blog im Rahmen eines von Ehler Voss angebotenen Seminars zum Thema „Publizieren in Online-Medien“ konzipierten und eigenverantwortlich betreuten.

Redaktion: Clarissa Bach, Alexandra Ditscher, Charlotte Kaiser, Christopher Klapperich, Judith König & Matthias Merbitz-Zahradnik (alle Mainz)

Im August 2019 startet ein Blog mit dem Titel „Das Ende der Aushandlungen!?“. Kritisch diskutiert werden sollen gegenwärtig zu beobachtende Prozesse, in denen die potentiell unbegrenzten Dynamiken sozialer Aushandlungen durch Akte der Schließung zu einem Ende gebracht oder nach einer vorübergehenden Schließung für neue Aushandlungen geöffnet werden. Der Blog bereitet auf die gleichnamige Tagung der Deutschen Gesellschaft für Kultur- und Sozialanthropologie vor, die Ende September in Konstanz stattfinden wird.

Redaktion: Thomas Kirsch (Konstanz), Michi Knecht (Bremen), Ehler Voss (Siegen)

Gemeinsam herausgegeben wird die Blogreihe vom Sonderforschungsbereich Medien der Kooperation an der Universität Siegen, dem Global South Studies Center, Redaktion Siegen/Nordwest, der Zeitschrift für Kulturwissenschaften und dem Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft (IFEK) der Universität Bremen.

Redaktion: Christoph Antweiler (Bonn), Michi Knecht (Bremen), Ehler Voss (Siegen/Mainz), Martin Zillinger (Köln)