Neuigkeiten

15. Oktober 2024
Jetzt auch auf Englisch: „The Connectivity of Things: Network Cultures since 1832“ geschrieben von Sebastian Gießmann
Jetzt auch auf Englisch: „The Connectivity of Things: Network Cultures since 1832“ geschrieben von Sebastian Gießmann

“The Connectivity of Things: Network Cultures since 1832”

Sebastian Gießmann (Universität Siegen)
Übersetzt von Steven Lindberg

Die Verbundenheit der Dinge erschien erstmalig 2014 (2.Aufl. 2016) beim Kulturverlag Kadmos Berlin. Sebastian Gießmann wurde dafür 2020 mit dem für Geistes- und Sozialwissenschaftler renommierten Übersetzungspreis von Geisteswissenschaften International ausgezeichnet. Das Ergebnis von Sebastian Gießmanns vollständig überarbeiteter Übersetzung ist nun unter dem Titel The Connectivity of Things: Network Cultures since 1832 bei MIT Press erschienen.

 

 
 
Über das Buch

Eine Mediengeschichte der materiellen und infrastrukturellen Merkmale von Vernetzungspraktiken, ein deutscher Klassiker, der zum ersten Mal ins Englische übersetzt wurde.

Netze halten, verbinden und fangen. Sie verfangen, binden und verstricken. Unsere sozialen Netzwerke verdanken ihren Namen einem denkbar seltsamen und ambivalenten Objekt. Aber wie ist das Netz ins Netz gekommen? Und wie kann es die Verbundenheit von Menschen, Dingen, Institutionen, Zeichen, Infrastrukturen und sogar der Natur angemessen repräsentieren? 
The Connectivity of Things von Sebastian Giessmann, die erste Mediengeschichte, die sich mit der überwältigenden Vielfalt von Netzwerken auseinandersetzt, versucht, all diese Fragen und mehr zu beantworten.

Die entscheidenden Momente, in denen die Vernetzung zu einer veritablen Kulturtechnik wurde, rekonstruiert Sebastian Giessmann unter den Straßen der Pariser Kanalisation, am Suezkanal, in den Telefonzentralen Nordostamerikas und in der Londoner Untergrundbahn. Seine brillante Geschichte erklärt, warum soziale Netzwerke erst spät entdeckt wurden, wie es zum rasanten Aufstieg der mathematischen Netzwerktheorie kommen konnte, wie unwahrscheinlich die Erfindung des Internets war und sogar was Diagramme und Verschwörungstheorien mit all dem zu tun haben. Dieser übersetzte deutsche Klassiker ist eine Grundlagenlektüre über Netzwerke als Kulturtechnik und erklärt alles, was man jemals über Netzwerke wissen wollte.

 

Lob

„From fishing nets to the London Tube map, telephones to network protocols, this fascinating book mines diverse historical episodes to highlight the changing materiality, culture, and practices of networks.“ 
JoAnne Yates, Sloan Distinguished Professor of Management, Emerita, MIT Sloan School of Management

 

„Behold the much-anticipated history and theory of networks. Giessmann has penned a deeply philosophical and beautifully written media history of how the modern world became so intricately, and perilously, webbed. A triumph!“ 
Benjamin Peters, Hazel Rogers Associate Professor of Media Studies, University of Tulsa; coeditor of Your Computer is on Fire; author of How Not to Network a Nation

 

„The Connectivity of Things is as expansive and capacious as a network, drawing together technologies and social forms, spatiality and temporality, language and images—an essential text for network historians.“ 
Nicole Starosielski, Professor, University of California, Berkeley; author of The Undersea Network and Media Hot and Cold

 

 

Über den Autor

Sebastian Giessmann ist Akademischer Oberrat am Seminar für Medienwissenschaften an der Universität Siegen. Er ist Teilprojektleiter des DFG-geförderten Teilprojekts „A01 – Digitale Netzwerktechnologien zwischen Spezialisierung und Generalisierung“ im Sonderforschungsbereich 1187 –„Medien der Kooperation“. 

Über den Verlag

MIT Press ist einer der größten und renommiertesten Universitätsverlage der Welt und ein führender Herausgeber von Büchern und Zeitschriften an der Schnittstelle von Wissenschaft, Technologie, Kunst, Sozialwissenschaften und Design. Die Bücher und Zeitschriften der MIT Press sind bekannt für ihren intellektuellen Wagemut, ihr wissenschaftliches Niveau, ihre interdisziplinäre Ausrichtung und ihr unverwechselbares Design.

 

 

 
 
06. Juni 2024
Jetzt erhältlich: „Gender and Technology at Work: From Workplace Studies to Social Justice in Design” geschrieben von Volker Wulf, Ellen Balka, Ina Wagner und Anne Weibert
„Gender and Technology at Work: From Workplace Studies to Social Justice in Design”
Jetzt erhältlich: „Gender and Technology at Work: From Workplace Studies to Social Justice in Design” geschrieben von Volker Wulf, Ellen Balka, Ina Wagner und Anne Weibert

„Gender and Technology at Work: From Workplace Studies to Social Justice in Design”

Ellen Balka (Simon Fraser University, British Columbia)
Ina Wagner (Universität Siegen)
Anne Weibert (Universität Siegen)
Volker Wulf (Universität Siegen)

 

Das Buch Gender and Technology at Work: From Workplace Studies to Social Justice in Design ist im April 2024 bei Cambridge University Press erschienen. 

 
 
 
Über das Buch

Das Buch Gender and Technology at Work: From Workplace Studies to Social Justice in Design, verfasst von unserem Mitglied Volker Wulf (Projekt B04) und seinen Co-Autoren Ellen Balka, Ina Wagner und Anne Weibert, fasst die umfangreiche Forschungsliteratur über Gender und Technologie zusammen, um Designern zu helfen zu verstehen, was eine Gender-Perspektive und ein Fokus auf Intersektionalität zur Gestaltung von IT-Systemen und -Artefakten beitragen kann, und um Organisationen bei der Entwicklung von Arbeitskulturen zu unterstützen, die Frauen und marginalisierte Geschlechter und Menschen fördern. Das Buch stützt sich auf empirische und analytische Studien über Frauenarbeit und Technologie in vielen Teilen der Welt und befasst sich mit der Frage, wie man unsichtbare Aspekte der Arbeit sichtbar machen kann, wie man die Fähigkeiten von Frauen anerkennen kann, ohne in die Falle der Geschlechterstereotypisierung zu tappen, wie man sich für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen einsetzen kann und wie man Lebenssituationen und Bedürfnisse gegen eine Managerlogik verteidigen kann.

Er befasst sich mit den Herausforderungen für das Design, einschließlich vieler übersehener und unterbewerteter Aspekte, wie z. B. der Komplexität der Mensch-Maschine-Interaktion, sowie der Notwendigkeit, sichere Räume für Forschungssubjekte zu schaffen.

  • Es untersucht, wie die Arbeit im Zusammenhang mit Technologie auf komplexe Weise durch ethnische, kulturelle und klassenmäßige Hintergründe sowie durch Fragen der Sexualität vermittelt wird.

  • Es werden Ansichten darüber präsentiert , wie Wege zur Gleichstellung der Geschlechter im Design geschaffen werden können, und geht dabei auf umfassendere strukturelle Fragen ein, die bei der Arbeit für Designgerechtigkeit berücksichtigt werden müssen

  • Das Buch verfolgt einen interdisziplinären Ansatz und bezieht Literatur aus den Sozialwissenschaften, der Ergonomie, den Gesundheitswissenschaften, der Informatik und den Designdisziplinen ein.

 

Rezensionen

„This expansive volume conveys how decades of feminist scholarship on women, work, and technology can inform artifact and system design in ways that promote social justice. It is enriched by the collaboration of a multidisciplinary, multinational team of authors who weave their own stories and those of other feminist technologists into the narrative.“ 
Carol J. Haddad, Professor Emerita of Technology Studies, Eastern Michigan University

 

„A captivating deep dive into the intersection of gender, technology, and workplace culture. The authors masterfully integrate extensive research, providing essential guidance for designing user-centric IT systems and promoting inclusive workplaces. A pivotal guide for creating a more equitable tech world.“ 
Nicola Marsden, Professor of Social Informatics, Heilbronn University, Author of Retaining Women in Tech: Shifting the Paradigm

 

„This book provides a very welcome and sensitive appraisal of the gender-technology relationship in an ever faster-paced era of change in both domains. It is conceptually comprehensive and politically engaged, restoring authority and agency to those conventionally overlooked and marginalised in technological design processes. A must-read for all those interested in the challenges of achieving social justice in technology design.“ 
Juliet Webster, Work and Equality Research, London

 

„Balka, Wagner, Weibert & Wulf’s expertise and established commitment to participatory design (PD) and computer-supported cooperative work (CSCW) provides a rich history of feminist scholarship in gender and technology studies that has shaped this field. Interspersed with interviews from eleven feminist pioneers in PD, CSCW, HCI and STS, they offer provocations, ethical-political perspectives and inspiration for burgeoning intersectional and interdisciplinary research and practice in gender, work and system design, data feminism, critical data studies, and data justice and design justice.“ 
Leslie Regan Shade, Faculty of Information, University of Toronto

 

 

Über die Autoren

Volker Wulf ist Professor am Institut für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien der Universität Siegen und Teilprojektleiter im SFB 1187 „Medien der Kooperation“ im Projekt „B04 – Digitale Öffentlichkeiten und gesellschaftliche Transformation im Maghreb“

Ellen Balka ist Professorin an der School of Communication der Simon Fraser University.

Ina Wagner ist nach ihrer Emeritierung als Professorin an der Technischen Universität Wien an die Universität Siegen, Deutschland, berufen worden.

Anne Weibert ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien an der Universität Siegen.

Über den Verlag

Cambridge University Press ist die Publikationsabteilung der University of Cambridge, einer der weltweit führenden Forschungseinrichtungen und Trägerin von 81 Nobelpreisen. Die Cambridge University Press hat sich in ihrer Charta dazu verpflichtet, Wissen so weit wie möglich in der ganzen Welt zu verbreiten. Unter dem Imprint Cambridge University Press werden Forschungs-, Nachschlage- und Hochschulbücher auf akademischem Niveau für ein breites Spektrum von Fachgebieten veröffentlicht..

 

 

 
 
05. Juni 2024
Lesenswert: Hannah Schmedes „–1.153 Characters. Towards A Queerfeminist Infrastructural Critique of Wikipedia“
Machtdynamiken und Ungleichheiten in Wikipedia
Lesenswert: Hannah Schmedes „–1.153 Characters. Towards A Queerfeminist Infrastructural Critique of Wikipedia“

Machtdynamiken und Ungleichheiten in Wikipedia

Hannah Schmedes (Ruhr-Universität Bochum)

 

Im Juni 2024 hat unser SFB-Mitglied Hannah Schmedes (B09) in der Zeitschrift FKW // Zeitschrift für Geschlechterforschung und visuelle Kultur 74 (2024) einen lesenswerten Artikel veröffentlicht mit dem Titel „–1.153 Characters. Towards A Queerfeminist Infrastructural Critique of Wikipedia“, in dem sie die versteckten Vorurteile, Machtdynamiken und Ungleichheiten innerhalb der Infrastruktur von Wikipedia untersucht.

 

➞ Zum Beitrag (auf Englisch)
 
 
Über den Beitrag
Dieser Beitrag untersucht die versteckten Vorurteile, Machtdynamiken und Ungleichheiten innerhalb des infrastrukturellen Rahmens von Wikipedia. Aufbauend auf den Arbeiten von queerfeministischen Wissenschaftlerinnen wie Susan Leigh Star, Leslie Kern und Eve Sedgwick wird aufgedeckt, wie die infrastrukturellen Unklarheiten von Wikipedia systemische Vorurteile aufrechterhalten. Stars Forschungen zur Infrastruktur werden genutzt, um die versteckte Arbeit und die Abhängigkeiten zu analysieren, die die Wissensproduktion von Wikipedia aufrechterhalten. Der Artikel gipfelt in einer Diskussion der epistemologischen Möglichkeiten, die sich aus einer feministischen Infrastrukturkritik an Wikipedia ergeben, und hebt das Potenzial reparativer Medienpraktiken hervor, nicht nur die Enzyklopädie selbst, sondern auch umfassendere epistemologische Narrative und Perspektiven neu zu gestalten. Sie stützt sich insbesondere auf die künstlerischen Praktiken des queerfeministischen Kollektivs Feel Tank Chicago, das eine Sammlung unfertiger Definitionen, ein polyphones Tool Kit, geschaffen hat, das die epistemologischen Grenzen herkömmlicher enzyklopädischer Projekte sprengt.

 

 

 

Über die Autorin

Hannah Schmedes ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin und promoviert am Institut für Medienwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum. Sie ist Mitarbeiterin des Teilprojekt „B09 – Fahrradmedien: Kooperative Medien der Mobilität“ im DFG-geförderten SFB 1187 „Medien der Kooperation“

Über die Zeitschrift

FKW // Zeitschrift für Geschlechterforschung und visuelle Kultur analysiert visuelle Repräsentationen und Diskurse in ihrer gesellschaftlichen und geschlechterpolitischen Bedeutung. So verbindet FKW kunst- und kulturtheoretische, bild- und medienwissenschaftliche, genderspezifische, politische und methodische Fragestellungen zu einer kritischen Kulturgeschichte des Visuellen. Fragen nach Konstruktionen im Feld der visuellen Kultur, nach Ein- und Ausschlussmechanismen, symptomatischen Subjektentwürfen wie unreflektierten Objektivierungen stehen im Vordergrund des repräsentationskritischen Interesses. Aus einer Perspektive heraus, die Wissen und Verstehen als dynamische, immer auch in Veränderung befindliche Prozesse begreift, sieht sich FKW als eine Plattform für konstruktive Auseinandersetzung und Diskussion, die dazu Denkanstöße geben und Wege des Umdenkens kritisch begleiten will.

 

 

 
 

 

22. April 2024
Jetzt erhältlich: Special Issue on „Critical Technical Practice(s) in Digital Research“ herausgegeben von Daniela van Geenen, Karin van Es und Jonathan Gray
Convergence 30 (1) Special Issue on „Critical Technical Practice(s) in Digital Research“
Jetzt erhältlich: Special Issue on „Critical Technical Practice(s) in Digital Research“ herausgegeben von Daniela van Geenen, Karin van Es und Jonathan Gray

Convergence 30 (1) Special Issue on „Critical Technical Practice(s) in Digital Research“

Daniela van Geenen (Universität Siegen)
Karin van Es (Universität Utrecht)
Jonathan Gray (King’s College London)

 

Unser SFB-Mitglied Daniela van Geenen (A03) hat zusammen mit Karin van Es und Jonathan Gray die Sonderausgabe „Critical Technical Practice(s) in Digital Research“ herausgegeben, die nun in der Convergence: The International Journal of Research into New Media Technologies 30 (1) erschienen ist.

Save the date: Die Herausgeber*innen werden die Sonderausgabe ihm Rahmen des SFB-Forschungsforum am 10 Juli von 14-16 Uhr CEST mit einigen Kurzvorträgen vorstellen. Sie können entweder Online oder in Siegen an der Veranstaltung teilnehmen! Kontakt: Daniela van Geenen.

Links zu den Artikeln und der Sammlung der lebenden Literatur (Zotero-Gruppe) sind hier zu finden.

 

 
 
Über die Sonderausgabe

In diesem Sonderheft befassen sich die Autoren mit Ideen und Ansätzen kritischer technischer Praktiken (CTPs) als Ansatzpunkte für Kritik und kritisches Handeln in digital vermittelten Kulturen und Gesellschaften. Sie untersuchen die Pluralisierung der „kritischen technischen Praxis“, angefangen von ihren frühen Formulierungen im Kontext der KI-Forschung und -Entwicklung (Agre, 1997a, 1997b) bis hin zu den vielen Wegen, auf denen sie in verschiedenen Publikationen, Projekten, Gruppen und Praxisgemeinschaften Resonanz gefunden hat und aufgegriffen wurde, und was sie mittlerweile bedeutet. Agre definiert CTP als eine situative, praktische und konstruktive Arbeitsweise: „eine technische Praxis, bei der die kritische Reflexion über die Praxis Teil der Praxis selbst ist“ (1997a: XII). Die Praxisgemeinschaften, in denen der Begriff übernommen, angepasst und angewandt wurde, reichen von der Mensch-Computer-Interaktion (HCI) bis zur Medienkunst und Pädagogik, von den Wissenschafts- und Technologiestudien (STS) und der computergestützten kooperativen Arbeit (CSCW) bis zu den digitalen Geisteswissenschaften, den Medienwissenschaften und den Datenstudien. Diese Sonderausgabe ist eine Einladung, (neu) zu überlegen, was es bedeutet, diesen Begriff zu verwenden, indem man sich auf ein breiteres Spektrum von Arbeiten stützt, auch über Agre hinaus. In dieser Einleitung werden CTPs nach (1) Agre, (2) indizierter Forschung und (3) Beiträgen zu diesem Sonderheft untersucht und diskutiert. Sie schließen mit einigen Fragen und Überlegungen für diejenigen, die an der Arbeit mit diesem Begriff interessiert sind.

Die Ausgabe ist gleichzeitig zeitgemäß und zeitlos und enthält Beiträge von Tatjana Seitz (A01) & Sam Hind; Michael Dieter; Jean-Marie John-Mathews, Robin De Mourat, Donato Ricci und Maxime Crépel; Anders Koed Madsen; Winnie Soon und Pablo Velasco; Mathieu Jacomy und Anders Munk; Jessica Ogden, Edward Summers und Shawn Walker; Urszula Pawlicka-Deger; Simon Hirsbrunner, Michael Tebbe und Claudia Müller-Birn; Bernhard Rieder, Eric Borra und Stijn Peters; Carolin Gerlitz (A03 & Sprecherin des SFB 1187), Fernando van der Vlist und Jason Chao; Daniel Chavez Heras; und Sabine Niederer und Natalia Sanchez Querubin.

 

 

 

Über die Herausgeber*innen

Daniela van Geenen ist Dozentin für Datenjournalismus und Visualisierung an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Utrecht und Doktorandin am DFG SFB 1187 „Medien der Kooperation“ und Mitglied des Projekts “A03 – Navigation in Online/Offline Räumen” an der Universität Siegen.

Karin van Es ist außerordentliche Professorin für Medien- und Kulturwissenschaften und Projektleiterin für Geisteswissenschaften an der Data School der Universität Utrecht.

Jonathan Gray ist Dozent für Critical Infrastructure Studies am Department of Digital Humanities, King’s College London.

Über das Journal

Convergence ist eine internationale wissenschaftliche Zeitschrift mit Peer-Review, die 1995 gegründet wurde, um sich mit den kreativen, sozialen, politischen und pädagogischen Fragen zu befassen, die durch das Aufkommen der neuen Medientechnologien aufgeworfen wurden. Als internationale Forschungszeitschrift bietet sie ein Forum für die Beobachtung und Erforschung von Entwicklungen in diesem Bereich und für die Anregung, Veröffentlichung und Förderung wichtiger innovativer Forschung. Convergence verfolgt einen interdisziplinären Ansatz und erscheint sechsmal im Jahr. Dadurch hat sich dieser Bereich zu einem völlig neuen Forschungsfeld entwickelt.

 

 

 

05. Dezember 2023
Neues SFB Working Paper Nr. 35 “Kontrapunkte setzen – Digitale Politische Bildung mit ContraPoints”
In der neusten Publikation “Kontrapunkte setzen – Digitale Politische Bildung mit ContraPoints” in unserer Working Paper Series (No.
Neues SFB Working Paper Nr. 35 “Kontrapunkte setzen – Digitale Politische Bildung mit ContraPoints”

In der neusten Publikation “Kontrapunkte setzen – Digitale Politische Bildung mit ContraPoints” in unserer Working Paper Series (No. 35, Dez) setzt sich Julia Bee mit den Potenzialen kreativer Format Politischer Bildung in digitalen Kontexten auseinander. Im Zentrum stehen videoessayistische Gegenformaten von Stiftungen, Institutionen und Vlogger:innen, die darauf abzielen, rechte Metapolitiken zu entlarven und zu erkennen. Sie produzieren Bildungsformate, die nicht nur inhaltlich und informativ, sondern auch ästhetisch und affektiv anknüpfen.

Stiftungen, Institutionen und Vlogger:innen haben in den letzten Jahren angesichts des Rechtsrucks auf Plattformen neue Formate der Politischen Bildung geschaffen. Diese wollen präventiv und intervenierend in rechte Diskurse, Trolling, Fake News und Co. eingreifen. Am Beispiel des Youtube-Kanals ContraPoints untersucht Bee die Formatspezifik der politischen Bildung, die im Anschluss an Donna Haraway als situiertes Wissen verstanden wird.

Julia Bee ist Professorin für Medienästhetik an der Universität Siegen. In ihrer Forschung kombiniert sie ästhetische Phänomene mit Medienphilosophie und Praxistheorie. Dekoloniale und Gender Medien Theorie sind dabei zentral. Derzeitige Forschungsgegenstände bilden dokumentarische Filme, TV-Serien, Vlogs, Installationen, Literatur sowie mobile Medienpraktiken wie Fahrradfahren. Sie ist Teilprojektleiterin des ab Januar 2024 neu geförderten Projekts B09 Fahrradmedien: Kooperative Medien der Mobilität.

Die Publikation „Kontrapunkte setzen – Digitale Politische Bildung mit ContraPoints” wird im Rahmen der Working Paper Series des SFB 1187 „Medien der Kooperation“ veröffentlicht. Die Working Paper Serie versammelt aktuelle Beiträge aus dem Umfeld der inter- und transdisziplinären Medienforschung und bietet die Möglichkeit einer schnellen Veröffentlichung und ersten Verbreitung von am SFB laufenden oder ihm nahestehenden Forschungsarbeiten. Ziel der Reihe ist es, die SFB-Forschung einer breiteren Forschungsgemeinschaft zugänglich zu machen. Alle Working Papers sind über die Website zugänglich oder können in gedruckter Form bei info[æt]sfb1187.uni-siegen.de bestellt werden.

13. November 2023
Neues SFB Working Paper Nr. 34 „Co-Teaching Post-digital Ethnography”
In der neusten Publikation “Co-Teaching Post-digital Ethnography” in unserer Working Paper Series (No.
Neues SFB Working Paper Nr. 34 „Co-Teaching Post-digital Ethnography”

In der neusten Publikation “Co-Teaching Post-digital Ethnography” in unserer Working Paper Series (No. 34, Okt) beschäftigen sich Simone Pfeifer und Suzana Jovicic mit der Vermittlung komplexer Theorien und methodologischer Ansätze. Reflektiert wird über die Co-Teaching-Methoden, welche in einer Masterclass über postdigitale Ethnografien. Ziel dieser Arbeit ist es außerdem, Beispiele für die Umsetzung in Lehr- und Co-Teaching-Konstellationen anhand von Lehrübungen zu präsentieren.

Simone Pfeifer ist Sozial- und Kulturanthropologin mit einem Fokus auf Visuelle Anthropologie, Digitale- und Medienethnologie. Sie arbeitet als Postdoktorandin im Graduiertenkolleg und fokussiert in ihrem Forschungsprojekt auf muslimischen Alltag und digitale Medienpraktiken in Deutschland. Zuvor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ethnologie und Afrikastudien der JGU Mainz im Forschungsprojekt „Dschihadismus im Internet: Die Gestaltung von Bildern und Videos, ihre Aneignung und Verbreitung“ und am Graduiertenkolleg „Locating Media“ der Universität Siegen.

Suzana Jovicic ist Postdoc-Stipendiatin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und Dozentin am Institut für Sozial- und Kulturanthropologie der Universität Wien. Sie ist Co-PI des interdisziplinären Projekts „We-Design“, das ethnografische Forschung über die Rolle digitaler Technologien in Bezug auf den Zugang zu Arbeit unter Wiener Jugendlichen mit partizipativem Design und App-Entwicklung verbindet. Ihre Interessen liegen in den Bereichen digitale, Design- und psychologische Anthropologie, Jugendliche und partizipative Forschung. Sie ist Mitbegründerin der Digital Ethnography Initiative (DEI) an der Universität Wien.

Die Publikation „Co-Teaching Post-digital Ethnography” wird im Rahmen der Working Paper Series des SFB 1187 „Medien der Kooperation“ veröffentlicht. Die Working Paper Serie versammelt aktuelle Beiträge aus dem Umfeld der inter- und transdisziplinären Medienforschung und bietet die Möglichkeit einer schnellen Veröffentlichung und ersten Verbreitung von am SFB laufenden oder ihm nahestehenden Forschungsarbeiten. Ziel der Reihe ist es, die SFB-Forschung einer breiteren Forschungsgemeinschaft zugänglich zu machen. Alle Working Papers sind über die Website zugänglich oder können in gedruckter Form bei info[æt]sfb1187.uni-siegen.de bestellt werden.

25. Oktober 2023
Frisch erschienen: Special Issue „Taming Digital Practices. On the Domestication of Data-Driven Technologies“
Ob Hund, Katze, Smart Speaker, alle drei brauchen einige Zeit um richtig im Haushalt anzukommen.
Frisch erschienen: Special Issue „Taming Digital Practices. On the Domestication of Data-Driven Technologies“

Ob Hund, Katze, Smart Speaker, alle drei brauchen einige Zeit um richtig im Haushalt anzukommen. In vielen Lebensbereichen durchziehen datengesteuerte und vernetzte Technologien den Alltag: So sollen u.a. Staubsaugerroboter, Smart Speaker, Drohnen oder Küchengeräte das Leben verbessern. Indem der Mensch diese Technologien in einem Prozess der Domestizierung in sein Leben integriert, zähmt er sie einerseits und wird andererseits durch sie beeinflusst.

Das Themenheft„Taming Digital Practices. On the Domestication of Data-Driven Technologies“ von Digital Culture & Society kombiniert Domestizierungsforschung mit Analysen aktueller, digitaler und vernetzter Medien und untersucht so den Prozess der Zähmung digital vernetzter Medien mit dem Schwerpunkt auf Praktiken. Dabei bündelt das Heft interdisziplinäre Perspektiven, u.a. aus der Medienwissenschaft, der Soziologie, der Anthropologie und der Human-Computer-Interaction, darunter eine Reihe von Beiträgen aus dem SFB Medien der Kooperation.

Herausgegeben von Tim Hector, David Waldecker, Niklas Strüver vom Teilprojekt B06 „Un/erbetene Beobachtung in Interaktion: „Intelligente Persönliche Assistenten“ (IPA)“ und Tanja Aal vom Teilprojekt A05 „Kooperative Herstellung von Nutzerautonomie im Kontext der alternden Gesellschaft“.

04. Oktober 2023
Neues SFB Working Paper Nr. 33 „Unboxing Spain’s Colonial Past in the Rif”
In der neusten Publikation „Unboxing Spain’s Colonial Past in the Rif – Situating memory work and transborder publics in a Domestic Basement Archive in Madrid” unser Working Paper Series analysiert Carla Tiefenbacher die archivarischen Praktiken der Bewohner der nordmarokkanischen Stadt Al Hoceima.
Neues SFB Working Paper Nr. 33 „Unboxing Spain’s Colonial Past in the Rif”

In der neusten Publikation „Unboxing Spain’s Colonial Past in the Rif – Situating memory work and transborder publics in a Domestic Basement Archive in Madrid” unser Working Paper Series analysiert Carla Tiefenbacher die archivarischen Praktiken der Bewohner der nordmarokkanischen Stadt Al Hoceima. Unter Berücksichtigung des laufenden transmediterranen und spanischen Erinnerungsaktivismus untersucht die Autorin die Funktionsweise und Reoression des Kolonialismus in Spanien und Nordmarokko und arbeitet mithilfe der über mehrere Machtwechsel gesammelten Erfahrungen der Bewohner und der aufbewahrten Objekte eine Sammlungspraxis heraus.

Im Rahmen des Teilprojekts „Digitale Öffentlichkeiten und soziale Transformationen im Maghreb“ stellt Carla Tiefenbacher derzeit ihre Magisterarbeit über Archivierungspraktiken und Erinnerungsinfrastrukturen in den letzten spanischen Kolonialmächten in Nordmarokko fertig. Sie besitzt einen B.A. in Liberal Arts and Sciences von der Universität Freiburg und absolviert aktuel den interdisziplinären Studiengang „Kultur und Umwelt in Afrika“ an der Universität zu Köln. Sie ist zudem ausgebildete Mediatorin und Trauerbegleiterin.

Die Publikation „Unboxing Spain’s Colonial Past in the Rif – Situating memory work and transborder publics in a Domestic Basement Archive in Madrid“ wird im Rahmen der Working Paper Series des SFB 1187 „Medien der Kooperation“ veröffentlicht. Die Working Paper Serie versammelt aktuelle Beiträge aus dem Umfeld der inter- und transdisziplinären Medienforschung und bietet die Möglichkeit einer schnellen Veröffentlichung und ersten Verbreitung von am SFB laufenden oder ihm nahestehenden Forschungsarbeiten. Ziel der Reihe ist es, die SFB-Forschung einer breiteren Forschungsgemeinschaft zugänglich zu machen. Alle Working Papers sind über die Website zugänglich oder können in gedruckter Form bei info[æt]sfb1187.uni-siegen.de bestellt werden.

27. September 2023
SFB gibt ZfM Heft „Test“ heraus – out now!
SFB gibt ZfM Heft „Test“ heraus – out now!

Carolin Gerlitz, Sprecherin des SFB und Teilprojektleiterin von A03, P03 und MGK, und Sebastian Gießmann, Teilprojektleiter von A01, zeichnen für das aktuelle Heft der Zeitschrift für Medienwissenschaft zum Thema TEST verantwortlich. Sie fragen, wie sich Medien und Tests wechselseitig konstituieren. Besondere Aufmerksamkeit erfahren dabei Politiken des Testens. Gerlitz und Gießmann schlagen vor, Tests als offene Situationen zu verstehen, in denen mit teils etablierten, teils sich erst während des Testens etablierenden Maßstäben soziotechnische Bewertungen erfolgen und Entscheidungen getroffen werden. Für einen medienkulturwissenschaftlichen Begriff des Tests gilt: In den Mikroentscheidungen des verteilten und verteilenden Testens steht das Soziale selbst auf der Probe. Die in diesem Heft versammelten Beiträge verdeutlichen: kein Test ohne Medien – kein Medium ohne Test.

Mit Beiträgen von David Bucheli, Gabriele Schabacher, Sophie Spallinger, Stefan Rieger, Daniela Holzer, Christoph Borbach, Noortje Marres und Philippe Sormani.

Das Heft erscheint im Open Acess.

Konzeption und Beiträge werden am Mittwoch, den 29. November im Rahmen des SFB Forschungsforums vorgestellt.

 
01. September 2023
Neue Kurzserie an SFB-Publikationen: „Defining Digitalities I – III“
Die neue dreiteilige Publikationsreihe „Defining Digitalities I – III“ in der Working Paper Series von Thomas Haigh und Sebastian Gießmann fragt "What's Digital about Digits?
Neue Kurzserie an SFB-Publikationen: „Defining Digitalities I – III“

Die neue dreiteilige Publikationsreihe „Defining Digitalities I – III“ in der Working Paper Series von Thomas Haigh und Sebastian Gießmann fragt „What’s Digital about Digits?“ (Nr. 30, Juli 2023), „What’s Digital About Digital Communication?“ (Nr. 31, Juli 2023) und „What’s Digital About Digital Media?“ (Nr. 32, Juli 2023). Bei der Beantwortung dieser Fragen konzentriert sich die Kurzserie darauf, zu definieren, was Digitalität ist, indem sie sich dem Thema historisch nähert und die damit verbundenen Lese- und Schreibpraktiken analysiert.

Im ersten Beitrag „What’s Digital about Digits?“ von Thomas Haigh wird argumentiert, dass Digitalität nicht ein Merkmal eines Objekts selbst ist, sondern die Art und Weise, wie dieses Objekt (ob von Menschen oder Maschinen) als Kodierung von Symbolen aus einer endlichen Menge gelesen wird. Thomas Haigh kommt dann zu dem Schluss, dass Digitalität durch Lesepraktiken konstituiert wird.

Nr. 31 und Nr. 32 wurden von Thomas Haigh und Sebastian Gießmann geschrieben. In „What’s Digital About Digital Communication?“ setzen sie ihre Arbeit zu Medien- und Kommunikationssystemen fort, indem sie die historische Ausweitung des Digitalitätsbegriffs auf nicht-numerische Repräsentationssysteme, wie sie zur Codierung von Texten und Bildern verwendet werden, untersuchen.

Darüber hinaus diskutiert das dritte Papier „What’s Digital About Digital Media?“ Digitalität als Merkmal der Praktiken, die zum Lesen und Schreiben von Symbolen von einem Medium verwendet werden, und nicht als physische Eigenschaft des Mediums selbst, und untersucht die begrenzte Austauschbarkeit von Repräsentationen zwischen verschiedenen Kodierungen derselben Symbole, indem es die vermeintliche Immaterialität der Digitalität mit dieser tatsächlichen Fungibilität materieller Repräsentationen verbindet.

Dr. Sebastian Gießmann ist Leiter des SFB-Teilprojekts A01 „Digitale Netzwerktechnologien zwischen Spezialisierung und Generalisierung“, Ph. D. Thomas Haigh assoziierter Forscher des selben Teilprojekts.

Die Kurzserie zum Thema „Defining Digitalities“ ist eine Vorveröffentlichung ihres bald erscheinenden, gleichnamigen Buchs und wird im Rahmen der Working Paper Series des SFB 1187 veröffentlicht, die die inter- und transdisziplinäre Medienforschung fördert und einen Weg für die schnelle Veröffentlichung und Verbreitung laufender Forschungsarbeiten am SFB oder in Verbindung mit dem SFB bietet. Ziel der Reihe ist es, laufende Forschungsarbeiten über den SFB hinaus an eine breitere Forschungsgemeinschaft weiterzugeben. Alle Arbeitspapiere sind über die Website zugänglich oder können in gedruckter Form per E-Mail bestellt werden unter: info[æt]sfb1187.uni-siegen.de

Neuere Einträge 3 / 5 Ältere Einträge