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Mediengeographie: Handbuch für Wissenschaft und Studium
von Tristan Thielmann (Universität Siegen, SFB) und Max Kanderske (SFB)
Im neuen Werk von Tristan Thielmann und Max Kanderske wird das Forschungsfeld der Mediengeographie ist an der Schnittstelle von Medienwissenschaft und Humangeographie angesiedelt. Ziel des Handbuches ist es, die Entwicklung der Mediengeographie nachzuzeichnen und das aktuelle Forschungsfeld in seiner Breite abzubilden – angefangen bei der Buchgeographie über die Film- und Computerspielgeographie bis zur Internet-, Smartphone- und KI-Geographie.
Über das Buch
Das Internet der Dinge, Big Data, Drone Media, Künstliche Intelligenz, Mobile GIS, Sensored Life: Geodaten erfassen immer mehr unser Alltagsleben und den Wissenschaftsdiskurs. Das im Nomos-Verlag erschienene Handbuch bietet einen umfassenden Überblick zu aktuellen Forschungsfragen, die sich entlang des Schnittfelds von Geographie und Medien entfalten. Es liefert einerseits gegenstandszentrierte Überblicksartikel, andererseits versammelt es programmatische Beiträge, die sich als wegweisend für das Forschungsfeld erwiesen haben. Mit Beiträgen von u.a. Bruno Latour, Tim Ingold, Karen Caplan, Sarah Pink, Mark Andrejevic, James Ash und Jessica McLean. Einen Überblick liefert die Einleitung, die unter academia.edu abrufbar ist.
Die Arbeit des Sonderforschungsbereichs 1187 „Medien der Kooperation” bildet sich in gleich mehreren Beiträgen des Handbuchs ab: Tristan Thielmann widmet sich als Leiter des Projekts P04 „Precision Farming: Ko-operative Praktiken des Virtual Fencing“ dem Feld der digitalen Tiergeographie, Sebastian Gießmann, Leiter des Projekts A01 „Digital-vernetzte Medien zwischen Spezialisierung und Universalisierung” zeichnet die historischen Entwicklungslinien der Internetgeographie nach und Max Kanderske, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt A03 „Navigation in Online/Offline-Räumen” führt in die Praktiken und Diskurse digitaler Echtzeitgeographie ein.
Weitere Informationen können dem Interview mit den Herausgebern entnommen werden.
Universitätsangehörige haben in Kürze über inlibra Zugriff auf die digitale Ausgabe des Handbuchs.
Über die Autoren
Tristan Thielmann ist Professor für Science, Technology and Media Studies an der Universität Siegen und stellvertretender Sprecher des SFB 1187 „Medien der Kooperation“. Darüber hinaus ist er Projektleiter der Projekte A03 – Navigation in Online/Offline-Räumen und P04 – Precision Farming: Ko-operative Praktiken des Virtual Fencing. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Mediengeographien, Medien- und Technikgeschichte, Navigation Studies sowie kulturelle Kartographien. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen zudem Ethno- und Technomethodologien sowie die Untersuchung von Medien und Technologien in räumlichen und gesellschaftlichen Zusammenhängen.
Max Kanderske ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt A03 „Navigation in Online/Offline Spaces“ des Siegener SFB „Medien der Kooperation“. Abseits des Navigationellen gilt sein Forschungsinteresse sensormedialen Environments und digitalen Spielräumen. Er ist Mitherausgeber des Game Studies Journals „Spiel|Formen“.
Beyond Informed Consent: Consumer Data Preferences and the Case for Enforcement-Oriented Transparency
von Prof. Dr. Maximilian Becker & Catalina Goanta (Universität Siegen, SFB)
Wie verändern Digitalisierung und künstliche Intelligenz die Strukturen des Privatrechts? In diesem Working Paper untersucht Maximilian Becker die rechtlichen Herausforderungen digitaler Technologien aus der Perspektive des Bürgerlichen Rechts. Der Beitrag analysiert, wie datengetriebene Systeme, algorithmische Entscheidungsprozesse und neue digitale Geschäftsmodelle bestehende privatrechtliche Strukturen beeinflussen und fragt, inwiefern das geltende Recht den Anforderungen der digitalen Transformation gerecht werden kann.
→ Link Working Paper
Über das Working Paper
Digital markets have fundamentally altered the conditions under which consumers engage with data-driven platforms, yet regulatory frameworks, particularly in the EU, continue to rely on consent-based models that presuppose a level of technological literacy and informed agency that most users do not possess. Drawing on existing empirical evidence from five studies across the US, UK, and EU, this paper departs from the empirical argument that consumer preferences regarding personal data are highly unstable and shaped by framing and trust rather than genuine, well-formed values.
Consumers systematically overestimate the privacy protections offered by paid services, accept personalization without understanding its commercial scope, and disregard privacy notices regardless of their clarity. This argument exposes the structural failure of transparency-as-disclosure as a regulatory strategy: informing consumers better does not fix markets distorted by asymmetric information and complex, layered business models.
Rather than doubling down on consumer-facing transparency obligations, this paper proposes a shift toward enforcement-oriented business-model transparency, under which platforms would be required to disclose aspects such as data flows, monetization strategies, but also algorithmic processes to regulatory authorities and civil society. The Digital Services Act and the General Data Protection Regulation already point somewhat in this direction. Building on this logic, the paper proposes further machine-readable transparency as a complement to existing information obligations.
Über die Autoren
Prof. Dr. Maximilian Becker ist Professor für Bürgerliches Recht, Immaterialgüterrecht und Medienrecht an der Universität Siegen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bürgerlichen Recht mit Bezügen zum Medizin-, Daten- und Informationstechnologierecht sowie im IT-, Medien- und Wettbewerbsrecht. Er studierte Deutsches und Europäisches Wirtschaftsrecht an der Universität Siegen und promovierte dort 2012 mit einer Arbeit zu „Absurden Verträgen“. Nach einer Juniorprofessur an der Universität Siegen und einer Professur für Datenschutzrecht und IT-Recht an der Leibniz Universität Hannover ist er seit 2021 Professor an der Universität Siegen. Darüber hinaus ist er Teilprojektleiter des Projektes „A07 – „Industrie der Personendaten“ am SFB 1187 Medien der Kooperation (Universität Siegen).
Catalina Goanta is an Associate Professor in Private Law and Technology and Principal Investigator of the ERC Starting Grant HUMANads, focused on understanding the impact of content monetization on social media and on reinterpreting private law fairness in the context of platform governance. Between 2016-2021 she was Assistant Professor at the Faculty of Law at Maastricht University, and during February 2018 – February 2019, she was a Niels Stensen fellow and visited the University of St. Gallen (The Institute of Work and Employment) and Harvard University (The Berkman Center for Internet and Society). She has been a mercator fellow at the SFB since 2025.
Über die Working Paper Reihe
Die Working Paper Series des SFB 1187 „Medien der Kooperation“ versammelt aktuelle Beiträge aus dem Umfeld der inter- und transdisziplinären Medienforschung. Die SFB Working Paper Series bietet die Möglichkeit einer Vorveröffentlichung und schnellen Verbreitung von am SFB laufenden oder ihm nahestehenden Forschungsarbeiten. Ziel der Reihe ist es, die SFB-Forschung einer breiteren Forschungsgemeinschaft zugänglich zu machen. Die Veröffentlichung in der Working Paper Series schließt die Publikation überarbeiteter Versionen desselben Beitrags in anderen Zeitschriften nicht aus. Beiträge von Postdocs und etablierten Wissenschaftlicher*innen werden begrüßt. Die Reihe versteht sich als Publikationsforum für die im SFB vertretenen Wissenschaftler*innen, Projekte und ihre laufende Forschung. Die Beiträge erscheinen im Open Access und in limitierter Printauflage. Wenn Sie einen Beitrag in der Working Paper Series veröffentlichen möchten, reichen Sie bitte Ihren Themenvorschlag in Form eines Abstracts (max. 300 Wörter) zusammen mit einer Kurzvita (max. 50 Wörter) ein. Für die Manuskripteinreichung beachten Sie bitte unser Styleguide.
Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) – Projektnummer 262513311 – SFB 1187. Redaktionelle Verantwortung: Karina Kirsten, Universität Siegen & SFB 1187 Medien der Kooperation.
Das SFB lädt herzlich zur mündlichen Prüfung im Promotionsverfahren von Niklas Strüver ein.
Montag, 27. Juli 2026 um 11 Uhr, in Raum AH-A 217/18.
Im Rahmen der Disputation werden die Ergebnisse seiner Dissertation vor der Prüfungskommission präsentiert und wissenschaftlich verteidigt. Der Titel seiner Dissertation lautet: „Speaking on behalf of the periphery: Third-party relationships in Amazons’s Alexa ecosystem“ und untersucht die Entwicklungszusammenhänge des Sprachassistenten Alexa aus den Perspektiven der Infrastruktur- und Plattformtheorie. Anhand der vier vorgelegten Artikel wird herausgearbeitet, wie Alexa als Infrastruktur und Plattform für Drittanbieter in Wirtschaft und Wissenschaft fungiert und welche soziotechnischen Machtgefälle dabei entstehen. Diese Analyse erlaubt die Untersuchung der sozialen Beziehungen, in die Amazon als Hersteller mit den Komplementäranbietern am Rande der Plattform eingeht. Durch verschiedene empirische Zugänge kann trotz üblicher Geheimhaltung durch Großkonzerne ein Blick auf die Entwicklung von Technologien geworfen werfen, die im Alltag vieler Menschen präsent sind.
Die Prüfung wird auf deutsch gehalten und von den beiden Gutachtern Dagmar Hoffmann & Armin Beverungen betreut.
Niklas Strüver (M.A.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt B06 („Un/erbetene Beobachtung in Interaktion“) und Doktorand am SFB 1187 „Medien der Kooperation“. Er studierte Soziologie mit einem Schwerpunkt auf Techniksoziologie an der RWTH Aachen und schloss dort den Master of Arts ab. Seine Forschungsschwerpunkte liegen u.a. in den Bereichen Techniksoziologie, Science and Technology Studies sowie Platform Studies.
The 2026 annual conference of the Collaborative Research Center 1187 “Media of Cooperation” explores the politics of cooperative sensing and sense-making in a time marked by geopolitical and climate catastrophes, anti-democratic backlashes and the rise of authoritarian regimes—all of which are phenomena closely intertwined with increasing datafication, generative AI developments, and the growing power of Big Tech.
→ Check out the program and register now
Around the world, we find ourselves confronted with these complex entanglements, whose environmental, political and societal costs are distributed unevenly. While digital technologies enable new forms of cooperation, their energy consumption also contributes to environmental disasters. At the same time, it is precisely these digital technologies and infrastructures that are increasingly becoming sites of violence, from algorithmic discrimination to gendered and racialized forms of harassment and disinformation.
Against this backdrop, the annual conference examines how cooperation is being reshaped in today’s sociotechnical environments. It explores how various alliances—between states and Big Tech companies on the one hand, and between researchers, activists, artists, and communities on the other—negotiate the possibilities and limits of public action and perception. How do media and data practices contribute to new forms of control and how are they challenged via digital protests or anti-tech initiatives? And how can cooperative practices and protests also enable resistance and democratic engagement?
Bringing together scholars, activists, artists, filmmakers and journalists, the conference invites participants to inquire into the politics of media, data, and sensory practices, and to explore the role of cooperative forms of sensing and sense-making.
The conference is organized around three key thematic areas:
Area 1: Digital Power and Techfascism
In this section, we examine emerging alliances between governments, technology corporations, and far-right digital cultures. It focuses on current formations of violence and power: the cooperation between governments and Big Tech on the one hand, and the rise of the global far-right enabled by deregulated social networks on the other. Topics include digital violence, disinformation campaigns, the affective politics of online communities, techfascisms, and debates around digital sovereignty.
Area 2: Sensory Conflicts and Mediated Wars
This area explores how contemporary conflicts, from wars to geopolitical tensions, are experienced, mediated, and interpreted through digital technologies. It addresses major geopolitical and media-technological shifts, including the digitally mediated forms of witnessing wars and conflicts, as well as the fundamental expropriations of land, water, and resources underpinning digital media, which become visible through practices of extractivism, and the sensory confusion produced by disinformation and generative AI.
Area 3: Resistance, Cooperation and Democratic Practices
Alongside critical diagnoses discussed in the other two areas, this part of the program highlights practices of resistance and democratic engagement from activist research and digital anti-facist initiatives. The third section therefore explores interventions in the radicalization and fascistization of societies, how scholars and universities can act together with civil society to counter anti-democratic processes in which Big Tech and other corporations are actively implicated.
As part of the annual conference, Prof. Dr. Erhard Schüttpelz will deliver his farewell lecture, which will include a laudatory address by Prof. Dr. Rembert Hüser. The farewell ceremony will be held in German.
Venue
University of Siegen
Campus Unteres Schloss
US-S 001 / 002
Obergraben 25
57072 Siegen
We are delighted to announce the programme for the forthcoming Autumn School, Synthetic Social Media: Studying Platform-Embedded AI, taking place at the University of Siegen, 22–25 September.
The programme is organised around three themes: AI Slop / Slopification (Day 1), Chatbot / Appification (Day 2), and Persona / Affective Infrastructure (Day 3), featuring presentations by Stijn Peeters, Marloes Geboers, Salvatore Romano, Carine Roos, Giorgia Arbuti, Natalia Stanusch, Tanja Sihvonen, Jimmy Mäkelä, Natalia Sánchez-Querubín, Nuppu Pelevina, Lilli Sihvonen, Elena Pilipets, and Marcus Bösch.
The three themes are brought into conversation through keynotes by Gabriele De Seta, Esther Weltevrede, Sara Messelaar Hammerschmidt, and Carolin Gerlitz, followed by collaborative method-mapping workshops in breakout groups supported by data designers Ángeles Briones and Riccardo Ventura.
Reflecting on synthetic/human-machine co-created data, participants will brainstorm ways to combine different methodological pathways, analytical techniques, and research tools to study platform-embedded AI through qualitative inquiry and critical technical practice. The workshops integrate hands-on data exploration and visual mapping on Miro boards, using methodological prototyping as a mode of inquiry. Each workshop is tailored to the day’s theme, exploring questions of field access/data collection, research tool inscriptions, sense-making/sensing, methodological frictions, and the ethical challenges posed by synthetic data and AI-mediated environments. The specific affordances of the media phenomena at hand are central. Our main interest is to explore how these affordances inform the method(s).
The Autumn School concludes (on Day 4) with a collective reflection on the outcomes of the method mapping workshops, bringing together the insights and questions that emerged over the course of the programme.
Venue
Universität Siegen | Campus Herrengarten
AH-A 217/18 | Herrengarten 3 | 57072 Siegen
Im Interview mit dem Institut für Netzwerkkulturen beantwortet Sebastian Gießmann, Teilprojektleiter von A01: Geschichte digital-vernetzter Medien zwischen Spezialisierung und Universalisierung, Fragen zu seinem neu herausgebrachten Kreditkarten-Buch und spricht über die Theorie des digitalen Bezahlen.
Das Teilpojekt B09 „Fahrradmedien: Kooperative Medien der Mobilität“ von Julia Bee betreibt seit neustem einen Wikipedia-Account, auf diesem sie nun einen Artikel über den Fahrradfeminismus veröffentlicht haben.
→ zum Wikipedia-Artikel „Fahrradfeminismus“
Aus dem Artikel
„Fahrradfeminismus bezeichnet feministische Perspektiven auf Fahrradmobilität, Verkehrsinfrastruktur und Fahrradkultur. Fahrradfeministische Positionen verstehen das Fahrrad und Fahrradfahren als Mittel feministischer Selbstermächtigung. Diese thematisieren insbesondere geschlechtsspezifische Erfahrungen in Bezug auf Fragen von Sicherheit und Bewegungsfreiheit im Straßenverkehr sowie die historische Überschneidung zwischen Fahrrad(-fahren) und Feminismus.“
Bei näherem Interesse an der Thematik empfehlen wir die Jahrestagung des Projekts am 17. & 18. September in Bochum. Weitere Infos finden sich hier.
Über Fahrradmedien
Mobilität ist ein kooperativer Prozess, der durch vielfältige mediale, soziale und infrastrukturelle Praktiken hervorgebracht wird. Auch das Fahrradfahren wird durch ein Zusammenspiel vielfältiger Technologien, Infrastrukturen, Körper, Bilder und Öffentlichkeiten bedingt. Zugleich ist Fahrradmobilität nicht neutral oder für alle gleichermaßen zugänglich: Sie ist geprägt von gesellschaftlichen Machtverhältnissen und unterschiedlichen Erfahrungswelten.
Vor diesem Hintergrund untersucht die Jahrestagung des Forschungsprojekts „Fahrradmedien – kooperative Praktiken der Mobilität“ (SFB 1187 „Medien der Kooperation“) das Fahrrad selbst als Medium von Öffentlichkeit und Teilhabe: als eine Mobilitätsform, die Menschen, Orte, Perspektiven und Wissen miteinander verbindet und dabei eine spezifische Aneignung von Raum ermöglicht. Ausgangspunkt der Tagung ist ein erweiterter Medienbegriff, der nicht nur audiovisuelle und digitale Formate umfasst, sondern auch (Sorge-)Praktiken wie Reparatur, Aktivismus oder kollektives Fahren als Formen der Vermittlung versteht.
Erfolgreiche Habilitation und Einführungsvorlesung an der Universität Köln
Zu Sebastian Gießmanns renommierten Publikationen zählen neben dem kürzlich erschienenen Buch Das Kreditkarten-Buch (2026) auch seine frühere Arbeit Netze und Netzwerke von 2015, die als Übersetzung 2024 unter dem Titel The Connectivity of Things erschienen ist. Darüber hinaus wird er im Rahmen seiner Habilitation eine öffentliche Einführungsvorlesung an der Universität Köln halten. Hierzu sind alle Interessierten herzlich eingeladen.
Die Vorlesung läuft unter dem Titel: „Anthropic Studies: Medienkulturen unter den Bedingungen künstlicher Intelligenz“
Über die Vorlesung
Die Einführungsvorlesung schlägt mittels Anthropic Studies eine situierte Auseinandersetzung mit der aktuellen, neo-konnektistischen künstlichen Intelligenz vor. Sie wählt hierfür eine symmetrische Perspektive, die sowohl medien- und kulturwissenschaftlich wie im Sinne der Science and Technology Studies vorgeht. Als theoretischer Fixpunkt kommen hierbei die Arbeiten von Susan Leigh Star und Phil Agre ins Spiel. Ist „KI“ nicht das vieldeutigste Grenzobjekt, das die Informatik je hervorgebracht hat? Wenn wir in der aktuellen Superkontroverse um KI und ihre planetarischen Folgen bestehen wollen, müssen wir die Technologie zunächst in ihren institutionellen Ökologien und Grammatiken des Handels lokalisieren. Es tritt auf die Szene: Claude, der Chatbot von Anthropic. Das Prompt des Vortrags lautet: „Erzähl uns ein wenig über Deine Verfassung, Claude.“
10. Juni 2026, 16 Uhr s.t.
Universität zu Köln
Philosophische Fakultät
Seminargebäude (106), 1. Etage, Raum S11
Universitätsstr. 37, 50931 Köln
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Google Maps: https://maps.app.goo.gl/qdTXs5S8APUekLGLA
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