Workshop „Shared Micromobility“
Donnerstag, 17. September 2026 - Freitag, 18. September 2026 Organisiert von A03

Geteilte Mikromobilität – wer (ver-)teilt was? | Shared Micromobility: who’s taking charge?

Leihfahrräder, E-Scooter und App-basierte Mobilitätsdienste sind aus dem städtischen Leben nicht mehr wegzudenken. Oft als nahtlose, nachhaltige und barrierefreie Fortbewegungsmittel angepriesen, prägen solche Dienste zunehmend die Art und Weise, wie sich Menschen in Städten fortbewegen. Doch die geteilte Mikromobilität wirft auch wichtige Fragen hinsichtlich des öffentlichen Raums, der digitalen Infrastruktur, der Datenverwaltung, der Barrierefreiheit und der Teilhabe am städtischen Raum auf.

Dieser Workshop lädt Teilnehmer*innen mit unterschiedlichem Hintergrund ein, darunter Anwohner*innen, Nutzer*innen und Nicht-Nutzer*innen von Shared-Mobility-Diensten, politische Entscheidungsträger*innen, Mobilitätsplaner*innen, Aktivist*innen, Forscher*innen und Vertreter*innen der Industrie, um gemeinsam die Rolle der Shared Micromobility/Geteilten Mikromobilität in der Stadt Köln zu erörtern. Durch situative Mobilitätserfahrungen, kollaborative Beobachtung, Diskussionen und kreative Kartierungsübungen wollen wir die Infrastrukturen, Akteure, Technologien und Be/Wertungspraktiken sichtbar machen, die die zeitgenössische urbane Mobilität prägen.

Der Workshop orientiert sich an einer Reihe von Fragen: Wie nahtlos sind die Erfahrungen mit geteilter Mikromobilität in der Praxis? Welche Infrastrukturen, Datenströme, Arbeitsformen und Governance-Strukturen sind erforderlich, damit diese Dienste funktionieren? Wessen Bedürfnisse, Perspektiven und Interessen spiegeln sich in den aktuellen Mobilitätssystemen wider, und wessen werden übersehen? Wie prägen digitale Plattformen und Mobilitätsanwendungen den Zugang zum städtischen Raum, Mobilitätsentscheidungen, Privatsphäre und Partizipation? Und wie sollte Nachhaltigkeit in diesem Zusammenhang verstanden werden – nicht nur in ökologischer Hinsicht, sondern auch im Hinblick auf soziale Gerechtigkeit, Zugänglichkeit und demokratische Mitbestimmung?

Indem unterschiedliche Perspektiven und Standpunkte zusammengebracht werden, möchte der Workshop eine gemeinsame Auseinandersetzung mit den Versprechen, Friktionen und Folgen geteilter Mikromobilität ermöglichen. Die dabei entstehenden Beobachtungen und Diskussionen werden mithilfe kollaborativer Mapping- und Diagramming-Praktiken, unterstützt durch Künstlerinnen und Designerinnen, dokumentiert und fließen in einen öffentlich zugänglichen Bericht zu den „Seams“ (Nahtstellen, Bruchstellen und Übergängen) geteilter Mobilität in Köln ein.

Der Workshop wird vom Projekt „Navigation in Online-/Offline-Räumen“ im Sonderforschungsbereich „Medien der Kooperation“ an der Universität Siegen organisiert. Das Projekt untersucht, wie mobile Medien, Plattformen und digitale Infrastrukturen das Navigieren und die Bewegungen durch urbane Umgebungen verändern und neu gestalten.

Veranstaltungsort

Köln (more details soon)