Tagung „Vermittelte Mobilität. Fahrradmedien, Kollektive und Infrastrukturen in Bewegung“ des Teilprojekts B09
Über Fahrradmedien
Mobilität ist ein kooperativer Prozess, der durch vielfältige mediale, soziale und infrastrukturelle Praktiken hervorgebracht wird. Auch das Fahrradfahren wird durch ein Zusammenspiel vielfältiger Technologien, Infrastrukturen, Körper, Bilder und Öffentlichkeiten bedingt. Zugleich ist Fahrradmobilität nicht neutral oder für alle gleichermaßen zugänglich: Sie ist geprägt von gesellschaftlichen Machtverhältnissen und unterschiedlichen Erfahrungswelten.
Vor diesem Hintergrund untersucht die Jahrestagung des Forschungsprojekts „Fahrradmedien – kooperative Praktiken der Mobilität“ (SFB 1187 „Medien der Kooperation“) das Fahrrad selbst als Medium von Öffentlichkeit und Teilhabe: als eine Mobilitätsform, die Menschen, Orte, Perspektiven und Wissen miteinander verbindet und dabei eine spezifische Aneignung von Raum ermöglicht. Ausgangspunkt der Tagung ist ein erweiterter Medienbegriff, der nicht nur audiovisuelle und digitale Formate umfasst, sondern auch (Sorge-)Praktiken wie Reparatur, Aktivismus oder kollektives Fahren als Formen der Vermittlung versteht.