Tagung „Vermittelte Mobilität. Fahrradmedien, Kollektive und Infrastrukturen in Bewegung“ des Teilprojekts B09

Das SFB lädt herzlich zur Tagung des Teilprojekts B09 „Fahrradmedien – kooperative Praktiken der Mobilität“ am 17. & 18. September in Bochum ein. Unter dem Titel „Vermittelte Mobilität. Fahrradmedien, Kollektive und Infrastrukturen in Bewegung“ werden aktuelle Forschungsergebnisse, Perspektiven und Fragestellungen rund um das Thema Fahrradmedien und Mobilität diskutiert.
 

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Über Fahrradmedien

Mobilität ist ein kooperativer Prozess, der durch vielfältige mediale, soziale und infrastrukturelle Praktiken hervorgebracht wird. Auch das Fahrradfahren wird durch ein Zusammenspiel vielfältiger Technologien, Infrastrukturen, Körper, Bilder und Öffentlichkeiten bedingt. Zugleich ist Fahrradmobilität nicht neutral oder für alle gleichermaßen zugänglich: Sie ist geprägt von gesellschaftlichen Machtverhältnissen und unterschiedlichen Erfahrungswelten.

Vor diesem Hintergrund untersucht die Jahrestagung des Forschungsprojekts „Fahrradmedien – kooperative Praktiken der Mobilität“ (SFB 1187 „Medien der Kooperation“) das Fahrrad selbst als Medium von Öffentlichkeit und Teilhabe: als eine Mobilitätsform, die Menschen, Orte, Perspektiven und Wissen miteinander verbindet und dabei eine spezifische Aneignung von Raum ermöglicht. Ausgangspunkt der Tagung ist ein erweiterter Medienbegriff, der nicht nur audiovisuelle und digitale Formate umfasst, sondern auch (Sorge-)Praktiken wie Reparatur, Aktivismus oder kollektives Fahren als Formen der Vermittlung versteht.

Welche Perspektive wir auf das Radfahren haben, wird durch Medien bestimmt. Umgekehrt prägt das Fahrradfahren auch mediale Räume. In diesem Zusammenhang untersuchen die Beiträge der Jahrestagung das Fahrrad(-fahren) als Medium verkörperter Erfahrung und Wahrnehmung, insbesondere in Auseinandersetzungen mit öffentlichen Diskursen, Affekten, Körpern und Infrastrukturen. Dabei werden diversitätssensible und intersektionale Perspektiven auf Fahrradmobilität diskutiert, etwa im Hinblick auf Mobilitätskonflikte, Gender- und Klassenverhältnisse sowie ungleiche Zugangsvoraussetzungen und Repräsentationen.