Neues Working Paper zu „The Multiple Returns of Connectionism: Theory and History of Artificial Intelligence“ (No. 42) erschienen

Die Wiederkehr des Konnektionismus. Theorie und Geschichte künstlicher Intelligenz

von PD Dr. Sebastian Gießmann (Universität Siegen, SFB) 

 

Wie verändern die historischen Wiederkehrbewegungen des Konnektionismus unser Verständnis von künstlicher Intelligenz, Medien und Kulturtechniken? In diesem Working Paper untersucht Sebastian Gießmann die theoretischen und historischen Grundlagen künstlicher Intelligenz aus der Perspektive der Medientheorie und Technikgeschichte. Das Paper analysiert, wie die Wechselbeziehungen zwischen symbolischer KI und induktiven konnektionistischen neuronalen Netzen unsere Medienumgebungen prägen, untersucht, inwieweit datenintensive und statistisch operationalisierte Netzwerke unsere anthropologischen sowie semiotischen Strukturen herausfordern, und entwirft eine Genealogie, um KI zwischen Natur und Kulturtechniken neu zu verorten.

 

→ Link Working Paper

 

Über das Working Paper

Auf welche Zukunft in welchen neuen Umgebungen muss sich die Medien- und Kulturtechnikforschung angesichts der rezenten Konjunktur von Künstlicher Intelligenz ausrichten? Der Beitrag kommt hierzu auf eine grundsätzliche Frage von Marcel Mauss zur Konstitution von Techniken zwischen speziellen und allgemeinen Zwecken zurück.

Er bietet, erstens, eine kurze Lagebeschreibung zur gegenwärtigen Entwicklung des maschinellen Lernens und neuerer KI zwischen Spezialisierung und Universalisierung. Kern meiner Argumentation ist, zweitens, eine natur- und kulturtechnische Genealogie. Sie fragt nach der historischen Wiederkehr konnektionistischer Praktiken, Algorithmen, Denk- und Handlungsstile als Bedingung der aktuellen KI-Technologien. Wie konnten aus biologischen Neuronen artifizielle neuronale Netze werden, die als infrastrukturelle Grundierung Künstlicher Intelligenz fungieren? Auf dem Spiel stehen dabei, drittens, die Medien selbst. Sie werden aufgrund der Naturalisierung und Habitualisierung von konnektionistischer KI zu statistisch operationalisierten, datenintensiven Netzwerken.

 

Über den Author

Sebastian Giessmann ist Akademischer Oberrat am Seminar für Medienwissenschaften an der Universität Siegen und Teilprojektleiter von A01 „Digitale Netzwerktechnologien zwischen Spezialisierung und Generalisierung“ im Sonderforschungsbereich 1187 –„Medien der Kooperation“. 

 

Über die Working Paper Series

The Working Paper Series of SFB 1187 “Media of Cooperation” brings together current contributions from the field of interdisciplinary and transdisciplinary media research. The SFB Working Paper Series offers the opportunity for pre-publication and rapid dissemination of research work currently being carried out at the SFB or related to it. The aim of the series is to make SFB research accessible to a broader research community. Publication in the Working Paper Series does not preclude the publication of revised versions of the same contribution in other journals. Contributions from postdocs and established researchers are welcome. The series is intended as a publication forum for the researchers represented in the SFB, their projects, and their ongoing research. Contributions are published in open access and in a limited print edition. If you would like to publish an article in the Working Paper Series, please submit your topic proposal in the form of an abstract (max. 300 words) together with a short CV (max. 50 words). For manuscript submission, please refer to our styleguide.

Funded by the German Research Foundation (DFG) – Project number 262513311 – SFB 1187. Editorial responsibility: Karina Kirsten, University of Siegen & SFB 1187 Media of Cooperation.