Neuerscheinung: Akustische Interfaces

Interdisziplinäre Perspektiven auf Schnittstellen von Technologien, Sounds und Menschen

herausgegeben von Christoph Borbach (Universität Siegen, SFB 1187), Timo Kaerlein (Ruhr-Universität Bochum), Robert Stock (Humboldt-Universität Berlin) und Sabine Wirth (Bauhaus-Universität Weimar)

Der Sammelband „Akustische Interfaces: Interdisziplinäre Perspektiven auf Schnittstellen von Technologien, Sounds und Menschen”, erschienen bei Springer als Open-Access Buch, eröffnet neue Perspektiven auf die Mediengeschichte und -praxis analoger und digitaler Interfaces.

 

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Über das Buch

In der aktuellen Medienkultur gewinnen akustische Interfaces zunehmend an Bedeutung, wie es sich in vielen Alltagsbereichen wie der Arbeit, Mobilität, aber auch Freizeit zeigt. Der Band nimmt diese Entwicklung zum Anlass, neue Perspektiven auf die Mediengeschichte und -praxis analoger und digitaler Interfaces zu eröffnen, um die Bedeutung des Akustischen für die Ausdifferenzierung gegenwärtiger Interfacekulturen herauszuarbeiten. Die rezente Ubiquität von Smart Speakern, Natural Language Processing und Voice User Interfaces deutet einen Paradigmenwechsel in der Human-Computer Interaction an, dessen medienkulturelle Bedeutung nur durch eine vergleichende Betrachtung aus Sicht der Media und Sound Studies, der Ludomusicology und der Dis/Ability Studies angemessen behandelt werden kann. Erst digitale Infrastrukturen und Machine Learning-Algorithmen machen Voice Assistant-Technologien zur gesellschaftlichen Realität. Dies lädt dazu ein, ihre Kultur- und Technikgeschichte, ihre Medienpraxis, Affordanzen und Plattformisierung einer genaueren Untersuchung zu unterziehen und dabei ästhetische mit technischen sowie historische mit informatischen Analyseansätzen zu kombinieren. Dadurch werden die vielfältigen und widersprüchlichen Politiken akustischer Interfaces in ihrer Tiefendimension und Entfaltung im 20. und 21. Jahrhundert exemplarisch erschlossen. Die Analyse geht damit über eine rein gegenwartsbezogene Diagnose hinaus und formuliert zugleich kritische Positionen für die Kontextualisierung zukünftiger akustischer Interface-Technologien.

 

Im Sammelband finden sich Beiträge von Christoph Borbach, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt P04 Precision Farming: Ko-operative Praktiken des Virtual Fencing, zusammen mit Benjamin Lindquist zu „Körper, Stimmen, Prothesen. Eine Geschichte sprechender Interfaces als Assistenztechnologien“  und von Tim Hector, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt B06 Un-/erbetene Beobachtung in Interaktion: Smart Environments, Sprache, Körper und Sinne in Privathaushalten, zusammen mit Benedikt Merkle zu „Werkzeuge und Medienpraktiken. Intelligente persönliche Assistenten und das Paradigma objektorientierten Programmierens“.