Neuerscheinung: Das Kreditkarten-Buch
Geschichte und Theorie des digitalen Bezahlens
Von Sebastian Gießmann (Universität Siegen, SFB)
In der neusten Veröffentlichung von Sebastian Gießmann zeigt er auf, wie sich scheinbar alltägliche Praktiken wie das Bezahlen im Supermarkt oder per App in komplexe Medienpraktiken verwandeln. Digitales Bezahlen erscheint nicht nur als technische Innovation, sondern als politisches Feld, in dem Fragen von Konsum, Kontrolle und der Zukunft des Bargelds neu verhandelt werden.
Über das Buch
Bar oder mit Karte? Oder doch mit App oder Blockchain? Sebastian Gießmanns rasante Geschichte der Kreditkarte führt uns in die verborgenen Welten des digitalen Bezahlens. Sie zeigt erstmals, wie unsere digitale Gegenwart in Nordamerika mit einer kleinen Plastikkarte begonnen hat, was Magnetstreifen und Chips eigentlich bedeuten und wie Europa einmal führend im digitalen Bezahlen werden konnte. Gießmann führt die Leser:innen elegant in die verschwiegene Innenwelt von Banken, Kreditkartenorganisationen und computerisierter High-Tech-Sicherheit. Er würdigt die Alltäglichkeit der Transaktion ebenso wie die irrwitzigen true crimes des Kreditkartenbetrugs. Das Kreditkarten-Buch fragt nach der Wahrheit hinter den Werbeslogans, Firmenlogos und Fernsehspots. Wie wir bezahlen, ist politisch. Soziale Teilhabe und Differenz, Konsum, finanzielle Überwachung, die Zukunft des Bargeldes: Im digitalen Bezahlen steht nicht weniger auf dem Spiel als unsere ökonomische Identität.
„Eine fulminante medienkulturwissenschaftliche Studie – methodisch wegweisend und empirisch genau.“ – Anna Echterhölter
Sebastian Giessmann ist Akademischer Oberrat am Seminar für Medienwissenschaften an der Universität Siegen und Teilprojektleiter von A01 „Digitale Netzwerktechnologien zwischen Spezialisierung und Generalisierung“ im Sonderforschungsbereich 1187 –„Medien der Kooperation“.



