Kamera-Ethnographie trifft Seth Gidding. Lese-, Sichtungs- und Gesprächsformat (Online)
Projekt B05 „(Frühe) Kindheit und Smartphone“ (Jutta Wiesemann, Astrid Vogelpohl und Hoa Mai Trần) mit Mercator-Fellow Jürgen Streeck (University of Texas, Austin)
Montag, 18.5.2026, 16:00 – 18:00 Uhr, Sprache: deutsch
„There would be nothing fundamentally new or unfamiliar about the population of children’stoys, games, and literature“ (Giddings 2024, S. 1)
In „Toy Theory“ (2024) verfolgt Seth Giddings die Geschichte von Spielzeugen zurück bis zu mehr als 2000 Jahre alten archäologischen Funden von Pferden auf Rädern und stellt fest: sie waren immer schon technische und materielle Artefakte.
Dies steht im Widerspruch zur Wahrnehmung, dass alles Digitale – und damit auch digitale Spiele – Teil eines dramatischen Umbruchs in Kindheit und Gesellschaft sei.
In unserem Gesprächsformat „Kameraethnographie trifft Seth Giddings“ erkunden wir das Spannungsfeld von Tradition und Umbruch im digitalen Spiele-Alltag von Kindern anhand ausgewählter Filme aus unserer Forschung, die wir mit der Lektüre von „Toy Theory“ kreuzen. Dabei fokussieren wir körperliche ‚Doings‘, sowie physische und virtuelle Präsenzen.
Literatur:
Giddings, Seth (2024): Toy Theory. Technology and Imagination in Play. The MIT Press [Einleitung: S. 1-19]
Wer teilnehmen möchte, sendet bitte eine Mail an astrid.vogelpohl[æt]uni-siegen.de, um den Webex-Link und den Text zu erhalten.