• B03 - Going Public in medienkooperativen Engagementformen

Neuigkeiten

1.12.2017. SFB 1187 in der Uni-Zeitschrift „Querschnitt“
In der aktuellen Ausgabe 4/2017 berichtet der... Mehr erfahren
17.-18.11.2017. Grundbildung Medien: Spiel und Digitalisierung im Unterricht
Wie können digitale Medien im Unterricht eingesetzt... Mehr erfahren
24.10.2017. FoKoS-Zukunftspreis 2017
Die im Sonderforschungsbereich „Medien der Kooperation“... Mehr erfahren
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Aktuelle Termine

Di. 12. Dezember 2017, 18:00 Uhr
Abendvortrag Werkstatt Praxistheorie. Noortje Marres: Digital Bias In and As Practice?
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Mi. 13. Dezember 2017, 18:00-20:00 Uhr
Forschungsforum. Nachbearbeitung der Klausurtagung Sitzung 2
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Mi. 13. Dezember 2017, 13:00-14:30 Uhr
Gestaltungslabor. Module 2.2: “Generating and Analysing Visual Data”
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Projektbereiche

A - Infrastrukturen
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Digital vernetzte Medien lassen sich als Verbindung von kooperativen Werkzeugen, Plattformen und Infrastrukturen verstehen. Die Regulierung und Gestaltung technischer wie medialer Infrastrukturen hat dabei im Zug der Digitalisierung zu vielfältigen öffentlichen Kontroversen wie institutionellen Aushandlungsprozessen geführt und wird auch weiter dazu führen. Gesellschaftlich rufen Infrastrukturen einerseits öffentliche Debatten über ihre Gestaltung hervor, andererseits erfolgt die tatsächliche Ausgestaltung digitaler wie medialer Infrastrukturen, d.h. das ‚Infrastrukturieren‘, nicht selten jenseits der öffentlichen Wahrnehmung innerhalb von Betrieben und internationaler Standardisierungsgremien. Oft sinken Infrastrukturen in eine trügerische Unsichtbarkeit ab, aus der sie nur durch Wartung und Reparatur oder größere Störungen ins Rampenlicht geraten. (Mediale) Infrastrukturen durchdringen mit der fortschreitenden Digitalisierung insbesondere der Informationstechnologie immer mehr gesellschaftliche Bereiche. Gesellschaftliche Funktionssysteme wurden und werden durch mediale Infrastrukturen permanent konfiguriert und rekonfiguriert. Gleichzeitig verändern mediale Infrastrukturen die Medienpraktiken von Menschen bzw. sie werden von diesen verändert. Die Säule A des SFB ‚Medien der Kooperation‘ rückt in ihren Teilprojekten das ‚Infrastrukturieren‘ der medialen Infrastrukturen in ihren unterschiedlichen Dimensionen in den Vordergrund. Die Teilprojekte adressieren erstens unterschiedliche Skalierungen – von Netzen innerhalb von Kliniken hin zu nationalen ISDN-Netzen; zweitens unterschiedliche Betriebszustände – von online/offline bis zum Betriebsausfall; und drittens den drei Elementen kooperative Werkzeuge, Plattformen und Infrastrukturen.
B - Öffentlichkeiten
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Die Forschungen zu Öffentlichkeiten haben sich – in Abgrenzung zu Habermas universaler Öffentlichkeit – zunehmend auf die Erforschung heterogener Prozesse und Räume des Veröffentlichens sowie ihrer Teilöffentlichkeiten konzentriert. Hieran anknüpfend werden im SFB Konzepte der Öffentlichkeiten und des Veröffentlichens thematisiert, die geeignet sind, deren kooperative Verfertigung zu erfassen und so eine Begleitung aktueller Medienentwicklungen ermöglichen. Mit Blick auf die Konkretisierung von Öffentlichkeiten hin zu medialen Öffentlichkeiten greift der SFB den Begriff der ‚issue networks‘ auf. Die Herausbildung von Medienöffentlichkeiten steht dabei im Zeichen ihrer ‚medialen Rekursivität‘. ‚Issues‘ werden bereits als mediale „issues“ entworfen, verfertigt und weiterverwendet. Die mediale Rekursivität öffentlicher Medien beginnt und endet nicht nur in den Veröffentlichungen selbst. Sie findet bereits dort statt, wo die Veröffentlichungen vorbereitet und erarbeitet werden: im formalisierten und informellen Meinungsaustausch sowie im technischen Austausch über die jeweils angemessene mediale kooperative Verfertigung. Was die mediale Rekursivität einer Öffentlichkeit ausmacht, wird daher im SFB als eine empirische und historische Forschungsfrage betrachtet. Die Säule B des SFB ‚Medien der Kooperation‘ rückt in ihren Teilprojekten die kooperative Verfertigung von (medialen) Öffentlichkeiten in den Mittelpunkt. Die Teilprojekte adressieren erstens Öffentlichkeiten in ihrer historischen Entstehung; zweitens Medienpraktiken der Öffentlichkeitsbildung und drittens Inklusions- und Exklusionsmechanismen von kooperativ verfertigten Öffentlichkeiten
P - Praxistheorie
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Das übergreifende Ziel der Werkstatt Praxistheorie A ist eine Neuperspektivierung der Mediengeschichte und Medienanalyse, die Praxis allen anderen Größen vorlagert und deshalb vor allem Produktions- und Arbeitsprozesse in den Vordergrund rückt. Für die historiographische und ethnographische Arbeit sollen die ‚Medien der Kooperation‘ in drei praxis- und medientheoretischen Kategorien heuristisch erfasst werden: Medienpraktiken der Koordination, Medienpraktiken der Delegation und Medienpraktiken der Registrierung und Identifizierung. Anhand dieser Kategorien werden Medienpraktiken in Öffentlichkeiten und Infrastrukturen untersucht. Praxistheorie B wird sich der ‚Theoretischen Empirie‘ widmen und Forschungen versammeln, die es verstehen, Fragen der Theorieentwicklung und eigenständige empirische Forschung präzise aufeinander abzustimmen. Zu diesem Zweck lassen sich drei ‚Mittelpunkte‘ benennen, welche sich seit dem ‚Practice turn‘ herauskristallisiert haben: (1) Medienpraktiken des Entstörens und Reparierens (2) Medienpraktiken des Experimentierens und (3) Medienpraktiken des Aktualisierens.
Programmmodule
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Die Programmodule schaffen Forschungsinfrastrukturen (INF) und bereiten die Erkenntnisse des SFB für eine breite Öffentlichkeit vor (Ö).