Veranstaltungsarchiv
Jahrestagung des Teilprojekts B09 „Fahrradmedien: Kooperative Medien der Mobilität“
Mobilität ist ein kooperativer Prozess, der durch vielfältige mediale, soziale und infrastrukturelle Praktiken hervorgebracht wird. Auch das Fahrradfahren wird durch ein Zusammenspiel vielfältiger Technologien, Infrastrukturen, Körper, Bilder und Öffentlichkeiten bedingt. Zugleich ist Fahrradmobilität nicht neutral oder für alle gleichermaßen zugänglich: Sie ist geprägt von gesellschaftlichen Machtverhältnissen und unterschiedlichen Erfahrungswelten.
Vor diesem Hintergrund untersucht die Jahrestagung des Forschungsprojekts „Fahrradmedien – kooperative Praktiken der Mobilität“ (SFB 1187 „Medien der Kooperation“) das Fahrrad selbst als Medium von Öffentlichkeit und Teilhabe: als eine Mobilitätsform, die Menschen, Orte, Perspektiven und Wissen miteinander verbindet und dabei eine spezifische Aneignung von Raum ermöglicht. Ausgangspunkt der Tagung ist ein erweiterter Medienbegriff, der nicht nur audiovisuelle und digitale Formate umfasst, sondern auch (Sorge-)Praktiken wie Reparatur, Aktivismus oder kollektives Fahren als Formen der Vermittlung versteht.
Welche Perspektive wir auf das Radfahren haben, wird durch Medien bestimmt. Umgekehrt prägt das Fahrradfahren auch mediale Räume. In diesem Zusammenhang untersuchen die Beiträge der Jahrestagung das Fahrrad(-fahren) als Medium verkörperter Erfahrung und Wahrnehmung, insbesondere in Auseinandersetzungen mit öffentlichen Diskursen, Affekten, Körpern und Infrastrukturen. Dabei werden diversitätssensible und intersektionale Perspektiven auf Fahrradmobilität diskutiert, etwa im Hinblick auf Mobilitätskonflikte, Gender- und Klassenverhältnisse sowie ungleiche Zugangsvoraussetzungen und Repräsentationen.
Wir laden herzlich zur Teilnahme und Diskussion ein.
Veranstaltungsort
Kortumstraße 90
44787 Bochum
Links
Programm
17.09.26
Tag 1
Begrüßung & Einführung: Fahrrad als Medium
Mittagspause
Panel 1: Medien/Diskurse: Media Discourses on Refugee Women Learning to Ride Bikes; Polizeimeldungen über getötete Radfahrer*innen; Saddlesisters. Fahrradfeminismus im Spannungsfeld von Road Rage und Wiki Rage
Aram Lee; Marlene Sattler; Xenia Waporidis & Hannah Schmedes
Pause
Panel 2: Körper- und Affektwelten des Radfahrens: Sweat Mode on – Die Ambiguität kollektiven Schwitzens als strukturierende Dimension von Praxis, Körpern und Artefakten im Indoor-Cycling; Milieuspezifische Lebenswelten des Radfahrens. Einblick in Forschungsdaten einer Cultural-Probes-Studie; Radfahren im Spektrum. Sichtbarkeit, Affekt und Bewegung
Christopher Kirschner; Caro Baaske; Herbert Schwaab
Pause
Panel 3: Mobilitätskonflikte: Fahrradmobilität, Klassenkonflikte und der Backlash der Mobilitätswende; "Violences routières". Konflikte zwischen Rad- und Fußverkehr in Paris
Thomas Klinger, Sören Groth & Joschua Kuckherm; Gabriele Schabacher
Gemeinsames Abendessen
Filmscreening: "Bici-bles" - Fahrradaktivismus als Medium der Kollektivierung und Kollaboration
Sarah Sander
18.09.26
Tag 2
Ankunft & Kaffeepause
Panel 3: Urbane Räume: Fatshaming, Bequemlichkeit und Technikdeterminismus. E-Bike-Disruption in Amsterdam; Städtische Fahrradkulturen im Wandel - Eine kreislaufwirtschaftliche Perspektive auf Reparatur, Konsum und Distinktion; „50 Tage – 50 Stadtteile“. Stadtteilerkundungen mit dem Fahrrad
Markus Stauff; Maximilian Hoor; Katharina Sakowski
Kaffeepause
Panel 4: Sichtbarkeiten: Ausdauer streamen. Plattformisierung und die Medialität des Fahrradfahrens am Race AcrossAmerica 2026; O Acidente - Fahrrad, Vulnerabilität und (post-)koloniale Verkehrsplanung
Julia Willms; Maximilian Rünker
Mittagessen
Gemeinsame Fahrradtour
Kontakt
Projekt B09
Leihfahrräder, E-Scooter und App-basierte Mobilitätsdienste sind zu einem vertrauten Bestandteil des städtischen Lebens geworden. Diese Dienste, die häufig als nahtlose, nachhaltige und barrierefreie Verkehrsmittel beworben werden, prägen zunehmend die Art und Weise, wie sich Menschen in Städten fortbewegen. Die sogenannte geteilte Mikromobilität ist zudem ein disruptiver Faktor im Straßenraum, da sie neue Reibungspunkte, Hindernisse und Risiken schafft, die gewohnte Bewegung durch die Stadt destabilisieren. Da die geteilte Mikromobilität zudem den Aufbau neuer Infrastrukturen mit sich bringt, wirft sie grundlegende Fragen zu öffentlichem Raum, Technologieökonomie, Datenverwaltung, Barrierefreiheit und Bürgerbeteiligung auf, die sich quer durch die damit verbundenen Veränderungen und die alltäglichen Erfahrungen des Stadtlebens ziehen.
Dieser Workshop lädt Teilnehmende mit unterschiedlichen Hintergründen ein – darunter Nutzer*innen und Nicht-Nutzer*innen von Shared-Mobility-Diensten, Anwohner*innen, politische Entscheidungsträger*innen, Mobilitätsplaner*innen, Aktivist*innen, Forscher*innen und Vertreter*innen der Industrie –, um gemeinsam die Rolle der geteilten Mikromobilität in der Stadt Köln zu beobachten, zu beschreiben und zu analysieren. Der Workshop wird kreative Methoden einsetzen, um alltägliche Begegnungen mit Shared-Mobility-Systemen in den Straßen Ehrenfelds zu untersuchen. Durch situative Mobilitätserfahrungen, die gemeinsame Beobachtung von Mikromobilitätssituationen, Diskussionen und Kartierungsübungen wollen wir die Infrastrukturen, Akteur*innen, Technologien und Be/Wertungspraktiken sichtbar machen, die die aktuelle urbane Mobilität prägen.
Der Workshop orientiert sich an einer Reihe von Fragen: Wie nahtlos – oder eher “nahtreich” (seamful) – und möglicherweise disruptiv – sind die Erfahrungen mit geteilter Mikromobilität in der Praxis? Welche Infrastrukturen, Datenströme, Arbeitsformen und Governance-Strukturen tragen dazu bei, dass diese Dienste (nicht) funktionieren? Wessen Bedürfnisse, Perspektiven und Interessen spiegeln sich in den aktuellen Mobilitätssystemen wider und wessen werden übersehen? Wie gestalten – und stören – digitale Plattformen und Mobilitäts-Apps den Zugang zum städtischen Raum, die Mobilitätsentscheidungen, die Privatsphäre und die Teilhabe? Und wie sollten Fragen der Nachhaltigkeit in diesem Zusammenhang verstanden werden – nicht nur in ökologischer Hinsicht, sondern auch im Zusammenhang mit sozialer Gerechtigkeit, Barrierefreiheit und demokratischer Mitbestimmung?
Indem diese Fragen aus verschiedenen Perspektiven und Blickwinkeln beleuchtet werden, zielt der Workshop darauf ab, eine gemeinsame Auseinandersetzung mit den Chancen, Reibungspunkten und Folgen geteilter Mikromobilität anzuregen. Ziel ist es somit, den Blickwinkel darauf zu erweitern, was verschiedene Anspruchsgruppen als relevant ansehen, um somit die Auswirkungen und Risiken des Ausbaus der Mikromobilitätsinfrastrukturen zu verstehen und gemeinsam zu erörtern. Durch die kreative Dokumentation unserer Begegnungen mit Mikromobilität auf der Ebene des Stadtviertels, können wir digitale Transformationen und Umbrüche in unserer Umgebung sowie die damit verbundenen Probleme auf kollektive Weise zum Ausdruck bringen.
Von künstlerischen Forscher*innen geleitete gemeinsame Kartierung und narrative Modellierung ermöglichen die Analyse unserer gemeinsamen Beobachtungen zu Begegnungen im Bereich der Mikromobilität. Diese narrative Darstellung bildet die Grundlage für einen öffentlich zugänglichen Bericht über die Seams – Nahtstellen, Reibungspunkte, und Bruchstellen – der geteilten Mobilität in Köln.
Der Workshop wird vom Projekt A03: „Navigation in Online-/Offline-Räumen“ im Sonderforschungsbereich „Medien der Kooperation“ an der Universität Siegen organisiert. Das Projekt untersucht, wie mobile Medien, Plattformen und digitale Infrastrukturen das Navigieren und die Bewegungen durch urbane Umgebungen verändern und neugestalten.
Hauptbeteiligt bei der Organisation des Workshops sind: Carolin Gerlitz, Daniela van Geenen, Max Kanderske (Universität Siegen/University of Siegen) & Noortje Marres (CIM Warwick, https://warwick.ac.uk/fac/cross_fac/cim/), Künstlerische Forscher*innen: Yasmine Boudiaf (Ambient Information Systems, London) & Mukul Patel

Veranstaltungsort
Venloer Straße 429
50825 Köln
Programm
17.09.2026
Tag 1
Einführung
Unterwegs in Ehrenfeld
Mittagessen
Präsentation: Einführung in die Methode
Kartieren: Jede Gruppe kartiert und erzählt ihre Begegnungen
Erzählerische Darstellung: Begleitet von Künstler:innen setzen die Gruppen ihre Begegnungen um innerhalb eines narrativen Modells
Erzählen: Die Gruppen schildern ihre Begegnungen anhand der narrativen Modellierung
Ausklang
18.09.2026
Tag 2
Rückblick auf die narrative Darstellung und gemeinsames Erarbeiten von Interpretationen
Mittagessen
Wie geht es weiter?
Abschließende Worte, Getränke und Häppchen
Kontakt
Topics can be submitted to the board meetings via the status representatives two weeks before the meeting at the latest. Invitations go out two weeks before the meeting. Funding applications must be submitted at least two weeks in advance via the coordination (Dominik Schrey), including an explanation, cost estimate, detailed cost overview, and programme.
Applications must be submitted at least two weeks in advance via the coordination (Dominik Schrey), including an explanation and additional documents. For further information, please refer to the following templates. Please note that the templates are only available in German. For english versions please contact Dominik Schrey:
- Application for association
- Application for funding of a publication
- Application for funding of an event
The board meetings include reports, public topics, and various which are open to all SFB members. Personal and financial matters won’t be public and will be discussed after the public part. Webex links for online participation will be sent out on the previous Friday. Attendance on-site is possible.
Digital protocols will be provided via sciebo.
Veranstaltungsort
Kontakt
“Games and play are at once material and imaginary. They are real – but they trouble commonsense notions of reality; they offer multiple realities of fantasy, performance and intense experience” (Giddings 2014, S. 3).
In der Fortsetzung des Gesprächs- und Filmformats „Kameraethnographie trifft Seth Giddings“ explorieren wir unterschiedliche Spielräume in digitalen Kindheiten anhand aktueller Filme aus unserem Projekt, die wir entlang von Seth Giddings‘ „Gameworlds” (2014) diskutieren. Wir fragen, auf welche Weisen Vorstellungskraft zwischen Körpern, Dingen, Medien und Spielsystemen hervorgebracht wird und wie im Spiel Medientechnologien, Sounds, Spielzeuge und Rhythmen etc. alternative Raum-Zeitlichkeiten erzeugen.
Wir diskutieren den mikroethologischen Ansatz von Giddings mit seinem Schwerpunkt auf (digitaler) Materialität entlang gelebter Spielerfahrungen von Kindern. Wir vergleichen diesen mit dem mikroethnographischen Ansatz und der Kamera-Ethnographie als methodologische Grundlagen im Projekt mit der Frage: Wie wird Imagination von Kindern im Spiel beobachtbar?
Literatur:
Giddings, Seth (2014): Gameworlds. Virtual Media and Children’s Everyday Play. London, New York: Bloomsbury Academic
Wer teilnehmen möchte, sendet bitte eine Mail an hoa.mai.tran@uni-siegen.de, um den Webex-Link und den Text im Vorfeld zu erhalten.
Veranstaltungsort
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Der SFB lädt herzlich zur mündlichen Prüfung im Promotionsverfahren von Niklas Strüver ein.
Montag, 27. Juli 2026 um 11 Uhr, in Raum AH-A 217/18.
Im Rahmen der Disputation werden die Ergebnisse seiner Dissertation vor der Prüfungskommission präsentiert und wissenschaftlich verteidigt. Der Titel seiner Dissertation lautet: „Speaking on behalf of the periphery: Third-party relationships in Amazons’s Alexa ecosystem“ und untersucht die Entwicklungszusammenhänge des Sprachassistenten Alexa aus den Perspektiven der Infrastruktur- und Plattformtheorie. Anhand der vier vorgelegten Artikel wird herausgearbeitet, wie Alexa als Infrastruktur und Plattform für Drittanbieter in Wirtschaft und Wissenschaft fungiert und welche soziotechnischen Machtgefälle dabei entstehen. Diese Analyse erlaubt die Untersuchung der sozialen Beziehungen, in die Amazon als Hersteller mit den Komplementäranbietern am Rande der Plattform eingeht. Durch verschiedene empirische Zugänge kann trotz üblicher Geheimhaltung durch Großkonzerne ein Blick auf die Entwicklung von Technologien geworfen werfen, die im Alltag vieler Menschen präsent sind.
Die Prüfung wird auf deutsch gehalten und von den beiden Gutachtern Dagmar Hoffmann & Armin Beverungen betreut.
Veranstaltungsort
Herrengarten
AH-A 217/218
Siegen
Kontakt
Schedule
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Time |
Thursday, 23 July 2026 |
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09:00 – 09:50 |
Daniela van Geenen |
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09:50 – 10:00 |
Coffee break |
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10:00 – 10:50 |
Ksenia Rybak |
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10:50 – 11:00 |
Coffee break |
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11:00 – 11:50 |
Damaris Lehmann |
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11:50 – 12:00 |
Coffee break |
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12:00 – 12:50 |
Hina Firdaus |
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12:50 – 14:00 |
Lunch break: Food Court (Mensa US) |
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14:00 – 14:50 |
Athena Grandis |
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14:50 – 15:00 |
Coffee break |
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15:00 – 15:50 |
Clara Cardoso |
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15:50 – 16:00 |
Coffee break |
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16:00 – 16:50 |
Anne Schreiber |
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16:50 – 17:00 |
Coffee break |
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17:00 – 17:50 |
Akib Shariar Khan |
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18:30 |
Joint Dinner (venue t.b.a.) |
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Time |
Friday, 24 July 2026 |
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09:00 – 09:50 |
Johanna Hiebl |
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09:50 – 10:00 |
Coffee break |
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10:00 – 10:50 |
Michael Brilka |
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10:50 – 11:00 |
Coffee break |
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11:00 – 11:50 |
Vesna Schierbaum |
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11:50 – 12:00 |
Coffee break |
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12:00 – 12:50 |
Anna Kalinina |
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12:50 – 14:00 |
Lunch break: Food Court (Mensa US) |
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14:00 – 14:50 |
Final discussions |
Veranstaltungsort
Campus Herrengarten
AH-A 217/18
Herrengarten 3
57072 Siegen
Links
Kontakt
The conference is preceded by a small ‚pre-conference‘ on Wednesday afternoon, 15 July, following the research forum, entitled: „Navigating an Archive.“
Keynote
Waverly Duck, who will be traveling to Siegen from UC Santa Barbara, will give the keynote lecture:
“Negroes Gone Wrong”: Pauli Murray, Passing, and the Interactional Practices of Race, Gender, Sexuality, and Power in Garfinkel’s 1940 “Color Trouble”
The keynote will take place in Herrengarten, AHA 217/218, on 16 July, from 17:15–18:45h.
The rest of the program can be found below.

Veranstaltungsort
Campus Herrengarten
Herrengarten 3
AH-A 217/18
57072 Siegen
Links
Programm
16.7.2026
Conference: Social Inequalities, Membership Categorization, and Interactional Asymmetries: EMCA Analyses and Ethnographic Challenges
Opening and Introductory Remarks
Clemens Eisenmann (University of Konstanz/Siegen) & Lorenza Mondada (U of Basel)
Subaltern tasks: what they reveal about the organisation of collective action
Lorenza Mondada (University of Basel)
Lunch (Mensa)
Productive asymmetries: Of manuscripts, “members,” and methods; Asymmetries in "Human–Machine" Encounters: Walking, Talking, and Commonality
Philippe Sormani (ZhdK Zürich); Jakub Mlynar (HES-SO Valais-Wallis)
Coffee break
Preliminary Considerations on a Conversation Analytic Approach to Intersectionality
Kevin Whitehead (UC Santa Barbara)
“Negroes Gone Wrong”: Pauli Murray, Passing, and the Interactional Practices of Race, Gender, Sexuality, and Power in Garfinkel’s 1940 “Color Trouble”
Waverly Duck (UC Santa Barbara)
Concluding discussion
Anne W. Rawls (Bentley University)
Dinner (Brasserie Ristorante e Piazza, Unteres Schloß 1, 57072 Siegen)
Kontakt
Veranstaltungsort
Campus Herrengarten
Herrengarten 3
AH-A 217/18
57072 Siegen
Programm
15.7.26
Pre-conference Workshop: Navigating an Archive
Archival practices:reconstructing concealed and fragmented histories
Lorenza Mondada (University of Basel)
Researching the ELIZA materials in Garfinkel’s archive: the achievement of historicity in archival practices
Minan Lou (University of Konstanz)
Archival practices in, of, and as the Garfinkel archive
Clemens Eisenmann (University of Konstanz/Siegen), Jakub Mlynar (HES-SO Valais-Wallis), Anne W. Rawls (Bentley University), and Philippe Sormani (ZhdK Zürich)
Dinner
Kontakt
14:15 – 15:00 Dr. Clemens Eisenmann: „Sociology of Perception“
15:00 – 15:45 Dr. Philippe Sormani: „Relocating ‘AI’: a Praxeological Approach“
More information coming soon.
Veranstaltungsort
Campus Herrengarten
AH-A 217/18 and Webex
Herrengarten 3
57072 Siegen
Kontakt
Dr. Dominik Schrey
dominik.schrey[æt]uni-siegen.de
Telefon: +49 (0)271 740 4664
The GDPR promises us that we can receive our personal data from anyone who collected it upon request. Research has already shown this does not really work as envisioned in law.
This lecture asks to dig deeper into the topic, by approaching data subject rights, in particular Article 15 GDPR, as a methodological device for studying digital infrastructures under conditions of limited access. Access rights are first a legal protection and empowerment measure, but we examine how they can be used to trace tracking practices, data flows and processes of identity formation in online advertising ecosystems. In the course of this research we bridge media studies and digital methods with legal studies. The data collection process is first an encounter with the infrastructures that exist to inform users, but also an encounter of the user with fragments of themselves.
From a legal perspective, we analyse how data protection law conceptualises different forms of identity and how identities are legally attributed to a data subject. At the same time, we interrogate the limits of this framework: while the GDPR presupposes that personal data can be linked to an identified or identifiable natural person, contemporary data practices routinely challenge these distinctions. Identities emerge from combinations of data points that individually fall below the threshold of “personal data,” yet collectively constitute a recognisable profile. The legal figure of the data subject is thus both a normative construct and an unstable one, continuously deconstructed and reassembled by digital infrastructures.
Yarden Skop & Maria Boole (University of Paderborn & Siegen / Project A07 @ SFB 1187 Media of Cooperation)
Veranstaltungsort
Campus Herrengarten
AH-A 217/18 and Webex
Herrengarten 3
57072 Siegen
Kontakt
- Antrag auf Assoziierung
- Antrag auf Förderung einer Publikation
- Antrag auf Förderung einer Veranstaltung
Die Vorstandssitzungen enthalten Berichte, Themenpunkte und Verschiedenes, die für alle SFB Mitglieder öffentlich sind. Personenbezogene Anträge und Finanzen sind nicht öffentlich und werden nach dem öffentlichen Teil besprochen. Webex-Links für Online-Teilnahmen werden am vorherigen Freitag verschickt. Teilnahme vor Ort ist möglich.
Digitale Protokolle des öffentlichen Teils werden über sciebo zur Verfügung gestellt.
Veranstaltungsort
Campus Herrengarten
AH-A 228
Herrengarten 3
57072 Siegen
Kontakt
Writing Retreat des internen SFB-Graduiertenkollegs inkl. Workshop und Einzelcoachings durch Dr. Anselm Spindler (trainofthought.de).
Veranstaltungsort
Campus Herrengarten
Kontakt
14:15 – 15:45: „Counter-Choreographies of Data: Activism Between Platform and Ground“
This lecture examines how methodological choices distribute attention, agency, and legibility within knowledge production, focusing on digital platforms as contested sites where data is shaped by algorithmic infrastructures, political pressure, and regimes of visibility. Social media posts are approached not as neutral evidence, but as partial and mediated traces of activism.
Drawing on personal research practice, the lecture traces digital content back to its on-site realities—embodied experiences, spatial conditions, and forms of risk that remain off-screen. Through performative reactivation, these traces are re-situated to produce counter-narratives that disrupt the manipulated datasets of authoritarian regimes, transforming research into a site for witnessing, resistance, and collective memory.
The concept of “counter-choreographies of data” frames this methodology as a political intervention that foregrounds the uncounted, blinded, and misrepresented. Positioning research as activism, the lecture argues for cooperative methodologies that make conflicts over categories, metrics, and evidence explicit, accountable, and revisable.
Azadeh Ganjeh (Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg / Mercator Fellow @ SFB 1187 Media of Cooperation)
Azadeh Ganjeh is a Performance Artist and scholar specializing in the intersection of socio-political contexts and the realm of Performance Art and performative culture. Her research, rooted in the observance and analysis of public interventions, protests, performance events and Theatres, reveals the intricate link between performance art and socio-political movements. Since 2004, with her collective, Rebel-IST-hah!, her artistic practice has focused on aesthetic strategies and dramaturgical interventions to create an inclusive space of appearance and activism through the Performing Arts. As an activist and performance artist, her research project focuses on the aesthetics of the performative presence of the body in the public space as resistance. She traces these performances through a focus on non-Eurocentric historiography of civil resistance in the Global South and climate activism in sacrifice zones, which occurs through Performing Arts. Due to the state’s opposition to her secular approach, advocacy for academic freedom, and her active role as a feminist artist and activist, she encountered political restraints and threats from the authorities of the Islamic Republic of Iran, and since 2022, found herself compelled to seek exile in Germany as a Scholar at Risk.
16:00 – 17:30: „Machineries of Similarity and Difference: AIDS From Its Research Infrastructures“
What kinds of practical and epistemic work are required to draw together different kinds of data, people, and evidence? This talk examines ‚interoperability‘ by tracing the history of three AIDS cohort studies that, over three decades, were gradually merged into a single research network. Today, with a double-click, researchers can combine data collected from gay and bisexual men in the 1980s with materials gathered from women in the North of the US beginning in the 1990s and in the South of the US in the 2010s—data that remain scientifically comparable. Yet today’s apparent ease reveals next to nothing about the political protests and scientific disputes that made such comparability possible. The interoperability of these AIDS research data rests on decades of negotiation over how blood, data, and human participants could be rendered equivalent.
David Ribes (University of Washington)
David Ribes is professor in the Department of Human Centered Design and Engineering (HCDE) and director of the Science, Technology and Society Studies (STSS) program at the University of Washington, Seattle. He is a sociologist of science and technology who focuses on the development and sustainability of research infrastructures; their relation to long-term changes in the conduct of science; and, transformations in objects of research. David is a regular contributor to the fields of Science and Technology Studies (STS) and Information Studies. His methods are ethnographic, archival-historical and comparative. See davidribes.com or dataecologi.es for more.
Veranstaltungsort
Campus Herrengarten
AH-A 217/18 and Webex
Herrengarten 3
57072 Siegen
Kontakt
14:15 – 15:00 Dr. Tim Hector: Language and Norms at Digital Interfaces. Adaptation, Friction, and Creativity in Situated Interaction with Digital Technologies
15:00 – 15:45 Dr. Astrid Vogelpohl: Hybrid Spaces – Hybrid Selves
Early Childhood and Smartphone
Veranstaltungsort
Campus Herrengarten
AH-A 217/18 and Webex
Herrengarten 3
57072 Siegen
Kontakt
Dr. Dominik Schrey
dominik.schrey[æt]uni-siegen.de
Telefon: +49 (0)271 740 4664
Ethnomethodological Conversation Analysis and the Analysis of Technologized Interaction at Work with Functional Diversity & Mixed Abilities
Prof. Maija Hirvonen (Tampere University)
My talk explores theoretical and methodological positions in the ethnomethodological and conversation-analytical studies (EMCA) of dis/ability in technologized workplace interaction. The talk features research questions and sample analyses from a major European research and innovation project, NewWorkTech, which has collected naturalistic video-recorded data with six different dis/ability groups and from workplaces in six different countries.
EMCA aims at describing systems of situated human conduct and practices of social and technologized interaction from the members’ perspective. Today, this perspective is typically accomplished by an analytical process of interpreting naturally occurring video data in such way that researchers seek to understand the observable conduct and practices as one of the participants. With the emphasis on multimodality and, increasingly, multisensoriality, the analysis of interaction involves a detailed observation of the spatial, visual and other nonverbal modalities as resources of the system.
With regard to dis/ability and functional diversity, such as blindness or neurodivergence, EMCA studies must question the premises of acquiring a ”members’ perspective” in (inter)action which is (yet) not known to or experienced by the researcher. My talk intends to pave some ways for the methodological development in order to analyse (technologized) interaction cooperatively from the perspective of functional diversity and mixed ability – concepts which do not put ontological priority to any one sense or way of being in the world.
Veranstaltungsort
Campus Herrengarten
AH-A 217/18 and Webex
Herrengarten 3
57072 Siegen