SFB 1187 ›Medien der Kooperation‹ an der Universität Siegen

INF - Infrastrukturkonzepte für die Beforschung kooperativer Medien

 

Projektleiter*innen:

Prof. Dr. Volkmar Pipek

Prof. Dr. Sabine Roller

Mitarbeiter*innen:

Volker Hess

Dr. Matthias Korn

Gaia Mosconi, M.A.

Annette Strauch, M.A.

Christian Trapp

Studentische Mitarbeiter*innen:

Jana Barutzky, Amanda Langer, Philipp Schubert, Philippe Zotz

 

Die vielfältigen Untersuchungen von kooperativen Medien im SFB 1187 führen zu einer Sammlung großer und heterogener Datenmengen über hoch kontextbezogene Kooperationszusammenhänge, die es zu verwalten gilt. Dies stellt eine Herausforderung für ein nachhaltiges Forschungsdatenmanagement dar. Für die ForscherInnen im SFB werden deshalb neue unterstützende Forschungsdateninfrastrukturen konzipiert, die den vielfältigen Herausforderungen gerecht werden. So werden Basisdienste zur Datenspeicherung für ein nachhaltiges Forschungsdatenmanagement entwickelt, die eine Speicherung und Verwaltung von Forschungsdaten über kontextbezogene Kooperationszusammenhänge ermöglichen.

Mehr dazu im Abschnitt Forschungsdatenmanagement

 

Die sozio-technische Untersuchung und Gestaltung kooperativer Forschungspraktiken im SFB ist ein weiterer zentraler Aspekt des Teilprojektes. Die interdisziplinäre und kooperative Forschungspraxis wird dabei in einer akteurInnen- und aktivitätsorientierten Weise dokumentiert und für kooperierende ForscherInnen transparent gemacht. Durch die Untersuchung und Gestaltung kooperativer Forschungsmedien thematisiert das Teilprojekt so die Möglichkeiten und Grenzen unterschiedlicher Kooperationsformen in den Geistes- und Sozialwissenschaften in der gemeinsamen Erfassung, Analyse und Weiterverwendung von Forschungsdaten.

Zur Unterstützung kooperativer, digitaler Forschungspraktiken innerhalb und zwischen den Teilprojekten entwickelt und offeriert INF verschiedene Austauschplattformen sowie Forschungswerkzeug und -infrastrukturen für neue Methoden der Datenerhebung und -analyse.

Mehr dazu in den Abschnitten Gestaltungslabor und Forschungswerkzeuge und -infrastrukturen

Kontakt: inf-kontakt@sfb1187.uni-siegen.de

Intranet des SFB 1187: http://social.sfb1187.uni-siegen.de/ (im Aufbau, Benutzerkonten auf Anfrage)

 

Forschungsdatenmanagement

Im Teilprojekt INF und an der Universität Siegen hat es sich das ZIMT zusammen mit der Universitätsbibliothek Siegen zur Aufgabe gemacht, eine nachhaltige Forschungsdateninfrastruktur für ForscherInnen im gesamten SFB 1187 anzubieten und darüber hinaus Lösungen für das Forschungsdatenmanagement zu finden.

Der Begriff Forschungsdatenmanagement bezieht sich auf alle Aktivitäten, die im Zusammenhang mit Forschungsdaten stehen und entlang des Datenlebenszyklus stattfinden:

Image: https://www.forschungsdaten.info/themen/planen-und-strukturieren/datenlebenszyklus/

 

Das ZIMT ist bestrebt, nachhaltige und qualitätsgesicherte Forschungsdaten bereitzustellen und arbeitet an Richtlinien für das Forschungsdatenmanagement, an der Bereitstellung von Dienstleistungen und an beratenden Strukturen. Das ZIMT arbeitet mit Partnern zusammen, die bereits Infrastrukturen für die Bedarfe der Nutzer in den digitalen Geistes- und Sozialwissenschaften anbieten (z.B. DARIAH, RADAR, RDA, nestor).

 

Gestaltungslabor / Research Tech Lab

Das von INF und A05 koordinierte Gestaltungslabor ist ein offenes Austauschforum für alle Mitglieder des SFB 1187. Im Gestaltungslabor werden gemeinsam digitale Forschungsansätze, -instrumente und -werkzeuge exploriert, diskutiert und gestaltet. Die Grundannahme des Gestaltungslabors ist, dass IT-Gestaltung im alltäglichen Benutzen stattfindet und die kontinuierliche Aneignung von (digitalen) Methoden, Werkzeugen, Instrumenten und Infrastrukturen miteinbezieht. Gestaltung ist ein wichtiger Bestandteil täglicher Forschungspraxis. Im Gestaltungslabor wird daher die Forschungspraxis selbst zum Thema gemacht und bezieht alle Teilprojekte mit ein. Basierend auf einem ‚Living Lab’-Ansatz wird den Teilprojekten Raum gegeben, ihre Erfahrungen mit Forschungswerkzeugen und -infrastrukturen zu diskutieren, zu analysieren und zu reflektieren.

Das Gestaltungslabor findet während des Semesters in der Regel alle zwei Wochen statt. Zusätzlich ist Raum für weitergehenden Austausch und Diskussion auch online im Intranet gegeben.

 

Forschungswerkzeuge und -infrastrukturen

INF bündelt Kompetenzen zu Auswahl, Evaluation und Einsatz spezifischer digitaler Forschungswerkzeuge und -infrastrukturen für alle Teilprojekte und koordiniert die dafür notwendigen technischen und methodischen Weiterentwicklungen in Kooperation mit interessierten Teilprojekten.

Insbesondere stellt INF eine Reihe spezifischer Forschungswerkzeuge und -infrastrukturen für den SFB 1187 bereit.

Social Media Observatories

Die „Social Media Observatories“ bieten eine Plattform für Studierende und ForscherInnen aus allen Disziplinen, die sich für die Forschung mit oder in sozialen Medien interessieren. Entwickelt und unterhalten von INF, unterstützen die Social Media Observatories die Datenerfassung und -analyse von und in von Social Media-Plattformen, darunter Facebook, Twitter, Instagram, YouTube und Google+. Besondere Aufmerksamkeit in der Weiterentwicklung der Social Media Observatories liegt in der Unterstützung der Erfassung nicht nur öffentlicher Daten, sondern auch semi- und nichtöffentlicher Social Media-Daten. Im Rahmen dieser Bemühungen berät INF einzelne Projekte bei der Bewertung, Auswahl, Anwendung und Erweiterung bestehender Werkzeuge und Dienstleistungen zur Überwachung und Analyse von Social Media-Daten.

Mobile Datenerhebung, Mobile Ethnographie

Zur Unterstützung von Studien über mobiles Nutzungsverhalten in natürlichen Kontexten bietet INF verschiedene technische Werkzeuge auf Basis moderner mobiler Endgeräte an (z.B. Smartphones, Tablets) und entwickelt diese auch weiter. Werkzeuge zur mobilen Datenerhebung ermöglichen zuverlässige Daten über den Kontext einer NutzerIn zu erfassen (z.B. durch Screenshots/Screencasts, Audioaufzeichnungen, GPS Informationen, Touch-Ereignisse, Bewegungs- und Lagesensordaten, Informationen zu genutzten Apps und Nutzungsdauer). Die Weiterentwicklung der Werkzeuge zielt vor allem darauf ab, auch geräteübergreifend Nutzungskontexte erheben zu können, um so z.B. auch Kollokationszusammenhänge zu erfassen oder mobile Nutzungsdaten mit zusätzlichem ethnographischen Datenmaterial zu verknüpfen.