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26 September 2022
Call for Papers: “Test” – Zeitschrift für Medienwissenschaft 29
Bereits vor Ausbruch der Covid19-Pandemie haben David Stark und Noortje Marres die fortwährende...
Call for Papers: “Test” – Zeitschrift für Medienwissenschaft 29

Bereits vor Ausbruch der Covid19-Pandemie haben David Stark und Noortje Marres die fortwährende Ausweitung von Testverfahren als eine Signatur von test societies beschrieben. Sie konzentrierten sich dabei auf das wechselseitige Verhältnis von Test und Gesellschaft(en). Denn Tests finden nicht allein nur in Labor und Werkstatt, Büro oder Studio statt, sondern in sämtlichen Lebens- und Arbeitsbereichen. Doch in welchem Verhältnis stehen Medien und Tests – historisch, in der digitalen Gegenwart, politisch und methodologisch?

Wir schlagen vor, Tests als offene Situationen zu verstehen, in denen mittels etablierter oder sich erst während des Testens etablierender Maßstäbe soziotechnisch Entscheidungen ermöglicht werden. Mit Tests wird das Neue und Unerwartbare nicht nur erkundet, sondern medial registriert, identifiziert und klassifiziert. Auf diese Art und Weise werden situierte Daten als Fakten generiert, die wiederum Entscheidungen ermöglichen. Dadurch transformiert der Test das Getestete und seine Umgebung. Für einen medienkulturwissenschaftlichen Begriff des Tests gilt: In den Mikroentscheidungen des verteilten und verteilenden Testens steht das Soziale selbst auf der Probe. Der annoncierte Themenschwerpunkt von Heft 29 untersucht deshalb medienhistorische wie gegenwärtige Praktiken und Techniken von Testgesellschaften und fragt, wie sich Medien und Tests wechselseitig konstituieren – ob als Sinnestest, Testbild oder Testton, Probedruck, Testvorführung, Pilotfilm, Betaversion, Test technischer Objekte und Abläufe, forensische Analyse, Wissensprüfung oder biomedizinische Zertifizierung.

Besondere Aufmerksamkeit sollen die Politiken des Testens erfahren. Testgesellschaften können kontrollgesellschaftliche Elemente enthalten, doch die Politiken von Testsituationen entfalten sich auf unterschiedliche Weisen. Anstelle direkter Überwachung dominiert das permanente monitoring. Neben der Frage, wie mit Tests Entscheidungen getroffen und Zukünfte (un)möglich gemacht werden, sollen auch die beteiligten Akteur_innen und deren Handlungsmacht problematisiert werden. Wer verfügt einen Test? Wer hat Mitsprache an Kriterien und Bedingungen? Ist eine Testsituation für alle Beteiligten überhaupt als solche erkennbar? Gerade im Kontext digitaler Plattformmedien ist dies häufig nicht der Fall. Verfahren des datenbasierten Testens kennzeichnen technisierte und digitalisierte Lebenswelten – spielerische und situierte Praktiken, mit denen opake Medientechnologien angeeignet werden («unboxing», YouTube as Test Society), aber auch großflächige Tests, die vom Stresstest des Finanzsystems über die datenintensive Sozialforschung großer Plattformen und agile Entwicklungsstrategien (ehemals Perpetual Beta) bis zur allgegenwärtigen Einrichtung von Technologien maschinellen Lernens reichen. Man könnte von einer steten Ausweitung des soziotechnischen Testens sprechen, die auch Crashtests, experimentelle Smart Cities oder die Gesundheitsvorsorge umfasst.

Kein Medium ohne Test, kein Test ohne Medien. In datenintensiven Mensch-Maschine-Netzwerken wird fortwährend geprobt und getestet. Die wechselseitige Verfasstheit von Medien und Tests erzeugt dabei eigene Herausforderungen für medienwissenschaftliche Kritik und Methoden. Während der individualisierte Turing-Test als Mythos künstlicher Intelligenz weiter tradiert wird, werden mögliche kollektive Test- und Prüfverfahren verteilten maschinellen Lernens kontrovers diskutiert, etwa unter dem Stichwort der algorithmic accountability. Wie kann die Medienkulturwissenschaft ubiquitäres Testen in seinen verschiedenen Facetten empirisch nachverfolgen? Wie kann sie kritisch in entsprechende Debatten intervenieren? Und was bedeutet dies für medienwissenschaftliche Methoden?

Wir laden dazu ein, die Medien, Mediatoren und Situationen des Testens einer genauen Prüfung zu unterziehen. Besonders willkommen sind Beiträge, die die Medialität des Testens anhand konkreter Fälle untersuchen und sich deren Politiken zuwenden. Inwiefern sind Medien grundlegend für Testpraktiken und zeitlich begrenzte Test-Situationen? Inwiefern ist umgekehrt das Testen konstitutiver Bestandteil von Medien und deren Praktiken? Auf welchen biologischen, physikalischen, bürokratischen und sensorischen Test- und Prüfverfahren beruhen Medien? Wie schreiben sich die Medien und Mediatoren des Testens in Wahrnehmung, Sozialität, Geschlecht und Kulturtechniken ein? Ebenso interessiert uns, wie Institutionen und Plattformen, aber auch Situationen und Praktiken über die anhaltende Proliferation des Testens und seiner Datenpraktiken entscheiden. Wie lassen sich Testgesellschaften durch ihre öffentlichen Kontroversen – wer testet wen unter welchen Bedingungen – verstehen? Welche Testverfahren stehen im Widerstreit zueinander und gibt es alternative Testpraktiken und -kulturen? Wie lässt sich der Zusammenhang von Medien und Tests als politische Frage denken? Wie sähen demgegenüber die Konturen einer Poetik des Testens aus? Schließlich: Wie testet die Medienwissenschaft ihre Thesen?

Einreichung kompletter Beiträge bis zum 28. Februar 2023.
Stylesheet und Call unter www.zfmedienwissenschaft.de.

Ideen für mögliche Beiträge können sehr gern vor dem Einreichen der ausgearbeiteten Texte mit der Schwerpunktredaktion besprochen werden. E-Mail für inhaltliche Rückfragen: sebastian.giessmann@uni-siegen.decarolin.gerlitz@uni-siegen.de.

Schwerpunktredaktion: Sebastian Gießmann, Carolin Gerlitz

11 August 2022
Neues SFB Working Paper: “In den USA ist in alltäglichen Interaktionen ein stillschweigender Rassismus institutionalisiert. Und anderswo?“
Sorry, this entry is only available in German.Die neue Publikation der Working Paper Serie (Nr. 22, Juli...
Neues SFB Working Paper: “In den USA ist in alltäglichen Interaktionen ein stillschweigender Rassismus institutionalisiert. Und anderswo?“

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Die neue Publikation der Working Paper Serie (Nr. 22, Juli 2022) „In den USA ist in alltäglichen Interaktionen ein stillschweigender Rassismus institutionalisiert. Und anderswo?“ von Anne Warfield Rawls und Waverly Duck setzt sich eingehend mit der Frage auseinander, wie Menschen in der Begegnung mit anderen kontinuierlich und unbewusst auf eine Reihe von Erwartungen zurückgreifen, die unser Handeln bestimmen und anleiten. Da diese Erwartungen und Voreinstellungen durch einen über Jahrhunderte gewachsenen systemischen Rassismus geprägt sind, sehen wir uns permanent dazu veranlasst, auf der Grundlage rassistischer Vorurteile zu agieren, die unser gesamtes Handeln beeinflussen können: von der Art, wir wir unsere Nachbarn begrüßen, bis hin etwa zur Frage, ob wir einen zweiten Blick auf einen bestimmten Lebenslauf werfen.

Das Working Paper ist eine Zusammenfassung des 2020 erschienen Buches Tacit Racism der Autor*innen und zugleich die deutsche Übersetzung ihres Auftaktbeitrags für die gleichnamige Debatte in der Zeitschrift für Kulturwissenschaften 2/2021. Bei dem „stillschweigenden Rassismus“, so die These der Autor*innen, handelt es sich um eine der sich am schnellsten ausbreitenden und gefährlichsten Bedrohungen für die Zukunft der Demokratie. Sie gehen davon aus, dass die US-amerikanische Entwicklung eines binären kategorialen Schemas, das sich an der strikten Opposition von Schwarz und Weiß orientiert, in gewisser Weise singulär ist, jedoch die US-amerikanische Praxis und Konstruktion von race in die ganze Welt exportiert wurde. Dadurch verschärfte sich auch in anderen Gesellschaften die tiefe Verankerung eines „stillschweigenden Rassismus“.

Anne Warfield Rawls ist Professorin für Soziologie an der Bentley University, Professorin für Sozioinformatik an der Universität Siegen und Direktorin des Garfinkel-Archivs. Sie leitet am SFB das Teilprojekts P01 „Medien der Praxelogie I: Die „Discovery Procedures“ der Science and Technology Studies“. Waverly Duck ist Stadtsoziologe und außerordentlicher Professor für Soziologie an der Universität von Pittsburgh.

Die Publikation „In den USA ist in alltäglichen Interaktionen ein stilschweigender Rassismus institutionalisiert. Und anderswo?“ wird im Rahmen der Working Paper Series des SFB 1187 „Medien der Kooperation“ veröffentlicht. Die Working Paper Series versammelt aktuelle Beiträge aus dem Umfeld der inter- und transdisziplinären Medienforschung und bietet die Möglichkeit einer schnellen Veröffentlichung und ersten Verbreitung von am SFB laufenden oder ihm nahestehenden Forschungsarbeiten. Ziel der Reihe ist es, die SFB-Forschung einer breiteren Forschungsgemeinschaft zugänglich zu machen. Alle Working Papers sind über die Website zugänglich oder können in gedruckter Form bei karina.kirsten@uni-siegen.de bestellt werden.

 

07 June 2022
Equal Opportunities Formats: last and upcoming
Networking, workshops and coaching sessions: As part of equal opportunities service in the CRC we host...
Equal Opportunities Formats: last and upcoming

Networking, workshops and coaching sessions: As part of equal opportunities service in the CRC we host and offer a variety of formats ranging from networking events, coaching sessions and workshops to a comeback of our “Gender & Diversity Lunch”.

In the past winter, we invited Dr. Claudia Neusüß with a thought-provoking workshop on “Career Development and Negotiation Techniques”, which was the result of a valuable cooperation with the Equal Opportunities Office. Our PhD candidates became part of the supportive “Online Coworking Community” initiated by Dr. Anna Maria Beck and benefitted from an inspiring writing workshop conducted by [schreibzentrum.berlin]. Furthermore, we provided our female members individual coaching sessions on career development.

We started into the summer with a talk and discussion round with Dr. Iuditha Balint, director of the “Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt”, which became the kick-off event for this summer’s “Gender & Diversity Lunch” series, formely known as “Gender Lunch”. In the following month we welcomed Jun.-Prof. Dr. Cécile Stehrenberger and are looking forward to our next guests, Prof. Dr. Julia Bee and Dr. Simone Pfeifer, who will share their experiences around the topics of gender equality, diversity as well as reconciling academia and family. The “Gender & Diversity Lunch” is a collaborative format with the CRC 1472 “Transformations of the Popular”. Joining forces, we seek to facilitate networking between CRC members and individuals from variuous fields with different biographical backgrounds.

In June, we were very happy to host the workshop “Critical Whitness – Perspectives and Positioning for Everyday University Life” facilitated by KARFI – Black Collective for Empowerment and Racism-Critical Education. The educational collective is an association of three Black women, offering workshops, lectures, and support on working critically on racism.

We are very much looking forward to learning and growing with, through and from one another.

You find more about our Equal Opportunities Services here.

01 June 2022
Online event series “Memory under Fire” in times of war and conflict
“Memory under Fire” focuses on data and archiving practices in times of war and conflict. With Ukraine...
Online event series “Memory under Fire” in times of war and conflict

“Memory under Fire” focuses on data and archiving practices in times of war and conflict. With Ukraine as a focal point, we explore the dynamics of information disorder in our platform saturated media sphere. Russia’s full scale invasion of Ukraine has brought innumerable deaths and destruction in the physical sphere, and Russia’s aggression also continues in the digital space, where countless pieces of disinformation, hate speech and propaganda are spread. Additionally, the digital media dynamics of this war have been put front and centre: some call it ‘the first TikTok war’, others argue that Volodimir Zelenskiy and his country invented new ways to fight on the digital battlefield. Russia’s invasion and the ensuing ongoing war highlights both digital warfare and the many data practices that participate in, critique, document, and archive this war.

This current situation sheds light on the need to document and archive war experiences and war crimes for future researchers and generations. This is particularly relevant for both countering disinformation practices and preserving data and access to it digitally, when physical archival infrastructures are being destroyed.

For our event series, we host speakers from the fields of academia and praxis (e.g. Center for Urban History in Lviv, Bellingcat, Mnemonic, University of Amsterdam, Simon Fraser University, Underdog the Unlawyers and other institutions and fields of praxis) to discuss how this war is influenced by and changing our digital media sphere.

The first event “Archiving in Times of Crisis: Academic Perspectives” on May 23th explored data archiving and creative resistance practices in Ukraine and its diaspora featuring Taras Nazaruk from the Center for Urban History in Lviv and Kateryna Iakovlenko from the Institute of Human Sciences in Vienna.

The second event “Archiving in Times of Crisis: Practitioners’ Perspectives” on June 13th  focuses on archiving war and human rights violations from the critical data practice perspectives in the fields of journalism and NGOs. We will host Charlotte Godart, investigator and lead of the Global Authentication Project at Bellingcat, Dia Kayyali, Associate Director of Advocacy at Mnemonic, and Olga Lubiv, Analyst at Underdog the Unlawyers, Kyiv, Ukraine.

The third event „Russian Disinformation“ on June 27th will present research perspectives from Ukrainian scholars and practitioners on Russian disinformation practices and their implications. We will welcome as guests: Karyna Lazaruk, Visual Communication Specialist and Media Activist, Institute of Mass Information, Ukraine, and Marc Tuters, Assistant Professor, University of Amsterdam, Svitlana Matviyenko, Assistant Professor, Simon Fraser University and Oleksiy Radynski, Filmmaker and Writer.

We invite the public to participate in the series of events by registering via migle.bareikyte@uni-siegen.de or yarden.skop@uni-siegen.de for a Zoom link.

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17 May 2022
Was machen digitale Medien mit uns und wir mit ihnen?
Sorry, this entry is only available in German.50 Jahre Universität Siegen, 50 Jahre Forschung. Begleitet...
Was machen digitale Medien mit uns und wir mit ihnen?

Sorry, this entry is only available in German.

50 Jahre Universität Siegen, 50 Jahre Forschung. Begleitet von Live-Musik konnten sich Besucher*innen des Fests der „Offene Uni“ am letzten Samstag die Sonderforschungsbereiche 1187 „Medien der Kooperation“ und 1472 „Transformationen des Populären“ der Universität Siegen kennenlernen. Unter dem gemeinsamen Thema „Unsere digitale Gegenwart: neue Formen des Populären und der Kooperation“ gaben vier unserer Teilprojekte im sonnenbeschienenen Hof des Unteren Schlosses Einblick in die Vielfalt der Medien der Kooperation.  

Neben dem Gespräch mit unseren Forschenden konnten Besucher*innen mit vergangenen und aktuellen Chatbots interagieren und mehr über die Forschung zu synthetischen Akteuren erfahren, die in unserem Teilprojekts B08 „Agentic Media: Formen der Semi-Autonomie“ erfolgt. Wie viel Alexa mithört und versteht, konnten Besucher*innen wiederum vom Teilprojekt B06 „Un/erbetene Beobachtung in Interaktion: „Intelligente Persönliche Assistenten“ (IPA)“ erfahren. Früh übte es sich beim Stand von Projekt B05, welches die Interaktion von Babys und Kindern zusammen mit den Eltern erforscht. Über kleine Filme und Fotos zeigte das Projekt B05 „Frühe Kindheit und Smartphone. Familiäre Interaktionsordnung, Lernprozesse und Kooperation“, wie Kleinkinder mit digitalen Geräten umgehen. Digitale Medien spielen auch in der Medizin eine wichtige Rolle. Unser Projekt A06 „Visuell integrierte klinische Kooperation“ präsentierte den selbstentwickelten Prototypen, der die Symptome von Bandscheibenproblemen zeigt.

Wir hoffen, dass wir allen Besucher*innen einen Eindruck davon vermitteln konnten, auf welcher breiten Front sich digitale Medien als kooperative Werkzeuge, Plattformen und Infrastrukturen zeigen und danken für das Interesse und die anregenden Gespräche.

05 May 2022
New CRC Working Paper: “From Instruments to Containers, from Containers to Media: The Extensions of the Body”
Recent discussions in German media studies are renewing the long tradition of conceptualising the ‘extensions...
New CRC Working Paper: “From Instruments to Containers, from Containers to Media: The Extensions of the Body”

Recent discussions in German media studies are renewing the long tradition of conceptualising the ‘extensions of man’ or the ‘extensions of the body’ as devices enabling the emergence of technical instruments and/or of media. Whilst most of the earlier protagonist of this tradition focused exclusively on the extensions of human extremities and the brain, only a minor tradition mentioned ‘containers’ as technical and figurative externalisations of the rump and of whole bodies.

The new publication »From Instruments to Containers, from Containers to Media: The Extensions of the Body« in the Working Paper Series (No. 21, March 2022) by Erhard Schüttpelz focuses on the long drift from instruments to containers to media. Building upon research by British archaeologist Clive Gamble on the ambiguities of technical and figurative containers, the paper aims at developing a new prehistory of today’s media and computer interfaces from a media studies perspective.

Prof. Dr. Erhard Schüttpelz is principal investigator of the subprojects A01 »Digital Network Technologies between Specialization and Generalization« and P02 »Media of Praxeology II: History of audio-visual sequence analysis as a methodology« of the Collaborative Research Center 1187 »Media of Cooperation«.

The paper »From Instruments to Containers, from Containers to Media: The Extensions of the Body« is published as part of the Working Paper Series of the CRC 1187, which promotes inter- and transdisciplinary media research and provides an avenue for rapid publication and dissemination of ongoing research located at or associated with the CRC. The purpose of the series is to circulate in-progress research to the wider research community beyond the CRC. All Working Papers are accessible via the website or can be ordered in print by sending an email to: karina.kirsten@uni-siegen.de

03 May 2022
What are digital practices for/of testing?
Our lecture series on "Testing Infrastructures" starts tomorrow. From QR codes used to verify COVID-19...
What are digital practices for/of testing?

Our lecture series on “Testing Infrastructures” starts tomorrow.

From QR codes used to verify COVID-19 vaccination status’ to cloud software used to train machine learning models, infrastructures of testing are proliferating. Whilst the infrastructures themselves come in different forms – from ‘off the shelf’ systems to tailor-made technologies – they all have a capacity to generate specific ‘test situations’ involving an array of different actors from ‘ghost’ workers to python scripts. An increasing reliance on digital platforms, protocols, tools, and procedures has led to a redistribution of testing itself: not just where testing takes place, and who performs the testing, but who has access to, and control over, mechanisms for testing, test protocols and of course, test results. In this lecture series, we focus on the practices making up the test infrastructures and explore different perspectives to make sense of the realities enacted by testing.

Our exploration of test practices is interwoven with the search for test media that bind actors together or create barriers; that enable cooperation or declare it impossible. Thus, our guest lecturers will reflect on a wide range of questions regarding ‘testing infrastructures’: How do testing infrastructures engender the construction of specific testing routines and practices? What kinds of affective experiences, reactions, and responses are generated through testing? How do testing infrastructures fade into the background, pointing to a tapestry of maintenance and repair practices? Lastly, what are the ways in which we can evaluate the role of digital infrastructures more broadly?

What novel test methods can be developed and actually ‘tested’ to gain a better understanding of how infrastructures work?

The lecture series is organized by the Collaborative Research Center (SFB 1187) “Media of Cooperation”.

Contact: Dr. Johannes Schick (johannes.schick@uni-siegen.de)

 

Programm Lecture Series

29 April 2022
New ‘Media’ site now online
The SFB 1187 uploads video recordings of past and upcoming events Video recordings of past conferences...
New ‘Media’ site now online

The SFB 1187 uploads video recordings of past and upcoming events

Video recordings of past conferences are now available for streaming on our new ‘Media‘ site. The recordings include individual talks and panels from our last year’s International Geomedia Conference “Off the Grid”, contributions from our annual conferences and other international conferences. In addition, you find short project videos wich give insights into the research work our PhD candidates at the integrated graduate school are conducting (MGK). Recordings of future events will be published here as well. Stay tuned.

11 April 2022
Aid and support for Ukraine
The CRC “Media of Cooperation” condemns Russia’s war of aggression against Ukraine. We are deeply...
Aid and support for Ukraine

The CRC “Media of Cooperation” condemns Russia’s war of aggression against Ukraine. We are deeply concerned for and stand in solidarity with the people of Ukraine, fellow academics, our colleagues, students, their friends and families. Further, we express our solidarity and respect for all people in and beyond Russia who are resisting and are being subjected to severe repressive measures by the regime.

“The Russian attack on Ukraine is profoundly shocking and our thoughts are with all the people affected by it. They have our solidarity and support. The university and the academic communities offer a series of support services in which we as researchers can participate”, says Prof. Dr. Carolin Gerlitz, deputy speaker of the CRC.

In line with the statement of the German Society for Media Studies (Gesellschaft für Medienwissenschaft e. V.), the CRC is convinced that universities and research are and must remain characterized by international exchange and cooperation. Therefore, support cannot be subject to any national exclusions.

The board of the German Society for Media Studies shares a list of aid and support programs, compiled by the society’s Commission for Good Work in Research (Kommission für gute Arbeit in der Wissenschaft), supports the working group “AK Ukraine und Flucht” as well as the statement of the “AG Gender / Queer Studies und Medienwissenschaft”.

Below we share links to above mentioned initiatives as well as links to statements and support by other institutions.

 

University Siegen

Official statement “Solidarität mit der Ukraine“ of Rector and Chancellor of the University Siegen including links to support systems within the University Siegen

 

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Overview of all statements an information released by the DFG

Information for researchers No. 17 (3 March 2022): “Geflüchtete Forschende: DFG weitet Unterstützung aus” and further information and support for “Geflüchtete Forschende” (DE) and “Refugee Researchers: DFG Expands Support” and further information and support for “Refugee Researchers” (EN)

Statement “Alliance of Science Organisations in Germany: solidarity with partners in Ukraine – consequences for science and the humanities” of the Alliance of Science Organisations in Germany

 

German Society for Media Studies (Gesellschaft für Medienwissenschaft e. V.)

Official statement “Krieg in der Ukraine: Hilfsprogramme für Wissenschaftler:innen in Not” of the board of the German Society for Media Studies (Gesellschaft für Medienwissenschaft e. V.) and list of aid and support programs (for academics, students, artists, journalists)

Statement “Solidarity networks in the war against Ukraine” of the “AG Gender / Queer Studies und Medienwissenschaft”

Working group “AK Ukraine und Flucht”, an initiative established out of the society’s Commission for Good Work in Research (Kommission für gute Arbeit in der Wissenschaft). More info on the initiative can be found here (in: DE / EN / UK / RU). For support, joining and sharing of information: akukraineflucht@gfmedienwissenschaft.de and Email list: ak-flucht-und-ukraine@lists.riseup.net

 

FG DeKolonial e.V.

Statement “United Against All Wars! For an Intersectional and Global Solidarity” of FG DeKolonial e.V. (Association for antiracist, decolonial, and postcolonial thought and practice / Fachgesellschaft für rassismuskritische, dekoloniale und postkoloniale Theorie und Praxis)

05 June 2021
New episode of our podcast series “History and Philosophy of the Language Sciences“
How and why does language change? Linguist and language historian James McElvenny, together...
New episode of our podcast series “History and Philosophy of the Language Sciences“

How and why does language change?
Linguist and language historian James McElvenny, together with other language scientists, tackles this question on his blog hiphilangsci.net. Showing and encouraging the diversity of lingistic subjects, McElvenny and his guests explore key developments in language and communication sciences from the perspective of intellectual history: from the grammar in the works of Franz Bopp and Jacob Grimm to Ferdinand de Saussures’ structuralism.
 
James McElvenny is a researcher at the Collaborative Research Center (SFB 1187) „Media of Cooperation“ in Siegen, working in the project„P02 – Media of Praxeology II: History of audio-visual sequence analysis as a methodology“. The podcast is associated with this project which investigates the history of audio-visual sequence analysis across sociology linguistics and allied fields.
 
In the new episode from the 1st of June 2021, McElvenny enters the age of classical structuralism by exploring the phonological research of Roman Jakobson and his colleague Nikolai Trubetzkoy undertaken within the Prague Linguistic Circle.
The podcast series consists currently of 15 episodes which are available online on hiphilangsci.net.
Contact: James McElvenny (james.mcelvenny@mailbox.org)