Upcoming Events

Wed. 12 May 2021, 11:00 - 12:00
Media Practice Theory - Discussion with Jill Walker Rettberg: Situated Data Analysis
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12 May 2021, 11:00 - 12:00
Situated Data Analysis: A New Method for Analysing Encoded Power Relationships in Social Media Platforms and Apps
 
Building upon Haraway’s concept of situated knowledge and recent research on algorithmic bias, situated data analysis allows researchers to analyse how data is constructed, framed and processed for different audiences and purposes. Situated data analysis examines representations of data, like data visualisations, which are meant for humans, and operations with data, which occur when personal or aggregate data is processed algorithmically by machines, for instance to predict behaviour patterns, adjust services or recommend content. The continuum between representational and operational uses of data is connected to different power relationships between platforms, users and society, ranging from normative disciplinary power and technologies of the self to environmental power, a concept that has begun to be developed in analyses of digital media as a power that is embedded in the environment, making certain actions easier or more difficult, and thus remaining external to the subject, in contrast to disciplinary power which is internalised. 
 
In this lecture, Jill Walker Rettberg will outline the theoretical framework for situated data analysis, and give examples of how it could be applied to different kinds of platform. 
 
Jill Walker Rettberg is a professor of digital culture at the University of Bergen, and PI of the Machine Vision project. Her research focus is on self-representation online and on the cultural effects of machine vision. She is the author of Seeing Ourselves Through Technology: How We Use Selfies, Blogs and Wearable Devices to See and Shape Ourselves (Palsgrave 2014; print and open access) and Blogging (Polity Press 2014).
Wed. 12 May 2021, 15:00-17:00
MGK-Research Colloquium
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12 May 2021, 15:00-17:00

3:00pm–4:00pm

Presentation: Yarden Skop

(Dissertation Project: Studying the relationships between platform companies and publishers through the development

and deployment of computational tools for content moderation and fact checking)

Discussant: Jason Chao

 

4:00pm–5:00pm

Presentation: Fernando van der Vlist

(Dissertation Project: Digital platforms as governing information systems)

Discussant: Julia Kurz

Tue. 25 May 2021, 17:00-18:00
Media Practice Theory - Lecture with Hilmar Schäfer (Pre-recorded)
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25 May 2021, 17:00-18:00

Hilmar Schäfer ist Gastprofessor für Allgemeine Soziologie und Kultursoziologie am Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin und Mitglied des Vorstands der Sektion Kultursoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen soziologische Theorie, Kultursoziologie und Soziologie des Bewertens. Er forscht gegenwärtig zu den institutionellen und alltäglichen Prozessen der Konstruktion und Bewertung von kulturellem Erbe mit einem Schwerpunkt auf der Auszeichnung als UNESCO-Welterbe sowie zu digitalen Praktiken.

Das Digitalwerden der Praxis

Der Vortrag reflektiert den Beitrag des Praxisbegriffs zur Analyse digitaler Kultur. Hier stößt der Handlungsbegriff des methodologischen Individualismus mit seiner Verkürzung auf das rational handelnde und sinnstiftende Individuum angesichts komplexer Verkettungen menschlicher und nicht-menschlicher Elemente an seine Grenzen. Dagegen scheint sich der Praxisbegriff hervorragend auch auf nicht-menschliche Beteiligte wie Infrastrukturen, Software und Algorithmen beziehen zu lassen und findet in der Soziologie des Digitalen bereits Verwendung. So ist beispielsweise die Rede von algorithmic practices, data-driven practices, data practices oder digital practices. Der Praxisbegriff wird dabei jedoch bislang noch selten reflektiert geschweige denn voll ausgeschöpft.

Von „digitalen Praktiken“ lässt sich in einem dreifachen Sinne sprechen: In einer allgemeinen Verwendung handelt es sich zunächst um den Gebrauch digitaler Infrastrukturen und Programme, beispielsweise um die Navigation mit einem Kartendienst wie Google Maps im Stadtraum. Spezifischer lassen sich mit dem Begriff Praktiken bezeichnen, die nur in digitalen Umgebungen existieren, wie etwa das „Sharen“ von Inhalten im Web 2.0, das „Liken“ und „Retweeten“ in sozialen Medien oder das Erstellen von Memes, Mashups und Remixen. In einem starken Sinn schließlich gilt es zu reflektieren, ob das Prozessieren von Algorithmen selbst als eine Praxis bezeichnet werden kann. Diesen Fragen wird sich der Vortrag widmen.

Tue. 25 May 2021, 16:00-17:30
Research Tech Lab - Session 3: Data collection during COVID-19
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25 May 2021, 16:00-17:30

Topic of the Research Tech Lab: „Research Data Management: Practices and Issues”
The workshop will be in English.

Wed. 26 May 2021, 15:00-17:00
MGK-Research Colloquium
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26 May 2021, 15:00-17:00

3:00pm–4:00pm

Presentation: Benedikt Merkle

(Dissertation Project: Regulation of the sensory. Flash-Animation as the aesthetics of object-oriented programming)

Discussant: André Heck

 

4:00pm–5:00pm

Presentation: Susanne Förster

(Dissertation Project: Chatbots as Agentic Media)

Discussant: Tim Hector

Wed. 26 May 2021, 11:00-12:30
Media Practice Theory - Discussion with Hilmar Schäfer
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26 May 2021, 11:00-12:30

Hilmar Schäfer ist Gastprofessor für Allgemeine Soziologie und Kultursoziologie am Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin und Mitglied des Vorstands der Sektion Kultursoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen soziologische Theorie, Kultursoziologie und Soziologie des Bewertens. Er forscht gegenwärtig zu den institutionellen und alltäglichen Prozessen der Konstruktion und Bewertung von kulturellem Erbe mit einem Schwerpunkt auf der Auszeichnung als UNESCO-Welterbe sowie zu digitalen Praktiken.

Das Digitalwerden der Praxis

Der Vortrag reflektiert den Beitrag des Praxisbegriffs zur Analyse digitaler Kultur. Hier stößt der Handlungsbegriff des methodologischen Individualismus mit seiner Verkürzung auf das rational handelnde und sinnstiftende Individuum angesichts komplexer Verkettungen menschlicher und nicht-menschlicher Elemente an seine Grenzen. Dagegen scheint sich der Praxisbegriff hervorragend auch auf nicht-menschliche Beteiligte wie Infrastrukturen, Software und Algorithmen beziehen zu lassen und findet in der Soziologie des Digitalen bereits Verwendung. So ist beispielsweise die Rede von algorithmic practices, data-driven practices, data practices oder digital practices. Der Praxisbegriff wird dabei jedoch bislang noch selten reflektiert geschweige denn voll ausgeschöpft.

Von „digitalen Praktiken“ lässt sich in einem dreifachen Sinne sprechen: In einer allgemeinen Verwendung handelt es sich zunächst um den Gebrauch digitaler Infrastrukturen und Programme, beispielsweise um die Navigation mit einem Kartendienst wie Google Maps im Stadtraum. Spezifischer lassen sich mit dem Begriff Praktiken bezeichnen, die nur in digitalen Umgebungen existieren, wie etwa das „Sharen“ von Inhalten im Web 2.0, das „Liken“ und „Retweeten“ in sozialen Medien oder das Erstellen von Memes, Mashups und Remixen. In einem starken Sinn schließlich gilt es zu reflektieren, ob das Prozessieren von Algorithmen selbst als eine Praxis bezeichnet werden kann. Diesen Fragen wird sich der Vortrag widmen.

Mon. 31 May 2021, 14:00-17:00
Interdisziplinäres Online-Blicklabor: „Berühren ohne berühren“ des Teilprojektes B05
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31 May 2021, 14:00-17:00

Im Teilprojekt B05 „Frühe Kindheit und Smartphone“ befassen wir uns mit dem „Berühren“ unter Bedingungen des Digitalen und forschen dazu kamera-ethnographisch in Familien. Ist Berührung ohne zu berühren möglich? Wie konfiguriert es die Körper neu, wenn es anstelle der Haut z.B. die Augen oder Ohren als Sinnesorgane sind, über die eine Berührung erfahrbar wird? Was ändert sich, wenn wir Displays versuchsweise als Haut betrachten? Wie werden Berührungsweisen neu verteilt, umgewandelt oder neu erfunden? Über Sinneswanderungen, Mischformen und neuen Formen des Berührens möchten wir uns gerne austauschen.

Impulse

Die eingeladenen Gäste und das Projektteam bringen Impulse (je 10 Min.) in das Blicklabor ein, die diskutiert und aufeinander bezogen werden sollen. „Schlüsselszenen“ zum Berühren aus unserer kamera-ethnographischen Forschung zur digitalen Kindheit stehen zum Sichten als filmische Miniaturen über Vimeo bereit.

Gäste 

  • Marie-Luise Angerer (Medientheorie und Medienwissenschaft)

  • Christian Erbacher (Germanistik, Philosophie - Wittgenstein)

  • Birgit Griesecke (Phänomenologie, Wissenschaftsforschung - Wittgenstein) 

  • Heike Kuhlmann (Bewegungspädagogik)

  • Marc Schulz (Pädagogik der frühen Kindheit, Bildungsräume in Kindheit und Familie)

  • Claus Stieve (Kindheitspädagogik, Phänomenologie, Dingwelten und Raum)

 

Was ist ein „Blicklabor“?

Blicklaboratorien stellen beim kamera-ethnographischen Ansatz eine Alternative zur „Datensitzung“ dar und betonen den gestaltbaren, durch Blicke bedingten und hervorbringenden Charakter eines arrangierenden Forschens an audiovisuellen Materialien. Gemeinsames Sichten, Besprechen und Schreiben, Ordnungsversuche am Material und der Wechsel von Perspektiven und Medien machen das Blicklabor zu einem Ort kooperativer experimenteller Datenpraktiken, die im Forschungsprozess selbst situiert sind. Ein solches Vorhaben klingt nicht nach einem Online-Workshop, denn ideal dafür wäre eine Werkstattatmosphäre! Wir möchten dennoch den Versuch wagen, über das Online-Blicklabor einen kontrastreichen Austausch zu Praktiken des Berührens im Zusammenhang der Sinne und Medien durchzuführen.

 

 

Kontakt und Anmeldung (bis 15.05.2021)

Bina E. Mohn

bina.mohn@uni-siegen.de

Tue. 08 June 2021, 16:00-17:30
Research Tech Lab - Session 4: Data anonymization: Strategies & tools
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08 June 2021, 16:00-17:30

Topic of the Research Tech Lab: „Research Data Management: Practices and Issues”
The workshop will be in English.

Wed. 09 June 2021, 15:00-17:00
MGK-Research Colloquium
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09 June 2021, 15:00-17:00

3:00pm–4:00pm

Presentation: Ouejdane Sabbah

(Dissertation Project: When the telecommunication industry meets platform companies: Facebook Network Analytics and the new infrastructural dimension of platforms)

Discussant: Niklas Strüver

 

4:00pm–5:00pm

Presentation: Tanja Ertl

(Dissertation Project: CaringCommunityLabs – reflection and learning spaces for the selfempowerment of elderly people in dealing with technology. Community-based participatory co-design of an infrastructural model of intergenerational and intercultural networking and support)

Discussant: Aynalem Misganaw

Thu. 10 June 2021 - Fri. 11 June 2021
Disputationstraining für Doktorandinnen - Daniel Wrede "Bei der Disputation souverän auftreten"
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Thursday, 10. - 11 June 2021, 09:00-16:30

Die Disputation ist der krönende Abschluss einer lange Phase der wissenschaftlichen Ausbildung. Häufig wird dem Tag jedoch nicht mit Gelassenheit und Freude entgegengesehen. Aufregung und Zweifel am eigenen Standing dominieren die Vorbereitung. Nutzen Sie unser Disputationstraining, um eine Schlüsselkompetenz erfolgreicher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu diesem Anlass zu optimieren: Das sichere und überzeugende Darstellen eigener Forschungsergebnisse. Führen Sie Ihre Hörer durch eine strukturierte Gedankenwelt! Vermitteln Sie Souverän zwischen Leinwand und Hörern! Begeistern Sie! Werden sie sichtbar und trainieren Sie überzeugende Leistungen überzeugend darzustellen:

 

Inhalte:

- Psychologische Basics des Vortrags

- Methoden um die Prägnanz der Inhalte zu erhöhen

- logischer und abwechslungsreicher Aufbau durch Storytelling Techniken

- körpersprachliche Präsenz

- Strategien bei Lampenfieber

- Umgang mit Prüfungsfragen und Störungen

 

Kontaktperson: Daniel Wrede, dialog@danielwre.de

Tue. 15 June 2021, 17:00 - 18:00
Undoing Optimization - Lecture with Alison Powell: The Smart City and Afterwards
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15 June 2021, 17:00 - 18:00

This talk unpacks the theory and practice of the 'smart city' by charting the way that techno-systems thinking shapes the way city systems are designed. From both “top down” and “bottom up”, technology companies, cash-strapped governments and enthusiastic tech-savvy activists have celebrated and legitimated thinking about optimizing and rendering more efficient ever more features of urban life. However, networking, reinterpreting data and sensing may also create spaces for collective voice and some novel forms of civic participation. By telling a history of smart city projects from the past 20 years, the talk provides new ways of seeing urban entanglements, looking at the frictions and tensions surrounding the development and management of data commons, and showing how the development of solidarity and acceptance of hybridizing knowledge can reinvigorate ways to live together.

 

Throughout the past twenty years a series of different technological frameworks have underpinned the desirability of optimization and narrowed the forms of idealized civic participation. Spreading sensor systems across cities  makes surveillance cheaper and easier, and also normalizes and directs civic action towards ends that fit within overall frameworks of optimization. Undoing these dynamics requires an attention to friction and tension, as well as an attention to the potential other ways of understanding and connecting different forms of knowledge, including the datafied knowledge of sensing systems as well as other ways of knowing.

 

By learning from examples of ‘smart cities’ where data and knowledge unfold in tension, attending to the points at which human and biological knowledge disrupts and restructures technical knowledge, different ethics may be foregrounded, from hybridized knowledges negotiated around unstable data commons, to urban systems based on principles of ‘minimum viable datafication’. This paper explores how knowledge in a series of ‘smart city’ projects exceeds what can be optimized, from sensor systems that fail (but succeed in revealing living knowledge) to social movements like Extinction Rebellion and Black Lives matter that exceed the capacity of the optimized city. Optimization can narrow the frameworks for civic action in cities  to align with technosocial systems and commercial expectations.  Its undoing promises a more contingent acknowledgement of urban relationships, intelligence and persistence.

 

Alison Powell is Associate  Professor in Media and Communications at the London School of Economics. She directs the JUST AI Network: Joining Up Society and Technology for AI, which is supported by the AHRC and in partnership with the Ada Lovelace Institute. Her research examines how people’s values influence the way technology is built, and how ethics in practice unfolds in technology design contexts. Alison’s work on open source projects, open hardware products  and community-based innovation has spanned the past fifteen years and her book Undoing Optimization: Civic Action and Smart Cities is published by Yale University Press. This book identifies how citizens engage with the promise of smart cities, and suggests that integrated and systems-based thinking is required to enhance the ethical potential of civic action using technology.

Her previous projects include the Horizon 2020-funded VIRT-EU, which examined ways to explore ethics in practice among Internet of Things developer communities and responsible innovation, and Understanding Automated Decisions, which considered the possibility and consequences of explaining how algorithms work. Alison also shares her insights about how people make knowledge about the city through ‘data walking’ – see www.datawalking.uk – and her public writing at http://www.alisonpowell.ca.

Vortrag/Lecture: 15. Juni 2021, 17-18 Uhr

Workshop: 16. Juni 2021, 11-12.30 Uhr

 

Lecture and Workshop will be in English.

Wed. 16 June 2021, 11:00 - 12:30
Undoing Optimization - Workshop with Alison Powell: The Smart City and Afterwards
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16 June 2021, 11:00 - 12:30

This talk unpacks the theory and practice of the 'smart city' by charting the way that techno-systems thinking shapes the way city systems are designed. From both “top down” and “bottom up”, technology companies, cash-strapped governments and enthusiastic tech-savvy activists have celebrated and legitimated thinking about optimizing and rendering more efficient ever more features of urban life. However, networking, reinterpreting data and sensing may also create spaces for collective voice and some novel forms of civic participation. By telling a history of smart city projects from the past 20 years, the talk provides new ways of seeing urban entanglements, looking at the frictions and tensions surrounding the development and management of data commons, and showing how the development of solidarity and acceptance of hybridizing knowledge can reinvigorate ways to live together.

 

Throughout the past twenty years a series of different technological frameworks have underpinned the desirability of optimization and narrowed the forms of idealized civic participation. Spreading sensor systems across cities  makes surveillance cheaper and easier, and also normalizes and directs civic action towards ends that fit within overall frameworks of optimization. Undoing these dynamics requires an attention to friction and tension, as well as an attention to the potential other ways of understanding and connecting different forms of knowledge, including the datafied knowledge of sensing systems as well as other ways of knowing.

 

By learning from examples of ‘smart cities’ where data and knowledge unfold in tension, attending to the points at which human and biological knowledge disrupts and restructures technical knowledge, different ethics may be foregrounded, from hybridized knowledges negotiated around unstable data commons, to urban systems based on principles of ‘minimum viable datafication’. This paper explores how knowledge in a series of ‘smart city’ projects exceeds what can be optimized, from sensor systems that fail (but succeed in revealing living knowledge) to social movements like Extinction Rebellion and Black Lives matter that exceed the capacity of the optimized city. Optimization can narrow the frameworks for civic action in cities  to align with technosocial systems and commercial expectations.  Its undoing promises a more contingent acknowledgement of urban relationships, intelligence and persistence.

 

Alison Powell is Associate  Professor in Media and Communications at the London School of Economics. She directs the JUST AI Network: Joining Up Society and Technology for AI, which is supported by the AHRC and in partnership with the Ada Lovelace Institute. Her research examines how people’s values influence the way technology is built, and how ethics in practice unfolds in technology design contexts. Alison’s work on open source projects, open hardware products  and community-based innovation has spanned the past fifteen years and her book Undoing Optimization: Civic Action and Smart Cities is published by Yale University Press. This book identifies how citizens engage with the promise of smart cities, and suggests that integrated and systems-based thinking is required to enhance the ethical potential of civic action using technology.

Her previous projects include the Horizon 2020-funded VIRT-EU, which examined ways to explore ethics in practice among Internet of Things developer communities and responsible innovation, and Understanding Automated Decisions, which considered the possibility and consequences of explaining how algorithms work. Alison also shares her insights about how people make knowledge about the city through ‘data walking’ – see www.datawalking.uk – and her public writing at http://www.alisonpowell.ca.

 

Lecture and Workshop will be in English.

Tue. 22 June 2021, 16:00 - 17:00
Research Tech Lab - Session 5: (Long-term) Data archiving
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22 June 2021, 16:00 - 17:00

Topic of the Research Tech Lab: „Research Data Management: Practices and Issues”
The workshop will be in English.

Wed. 23 June 2021, 15:00-17:00
MGK-Research Colloquium
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23 June 2021, 15:00-17:00

3:00pm–4:00pm

Presentation: Daniela van Geenen

(Dissertation Project: Making sense of sensors as knowledge technologies: Critical data practice(s) in everyday sensor-enabled settings and situations)

Discussant: Pip Hare

 

4:00pm–5:00pm

Presentation: Sheree May Saßmannshausen

(Dissertation Project: Intermediary, multimodal and immersive infrastructures for digital citizen participation in urban and regional planning)

Discussant: Dmitri Presnov

Wed. 07 July 2021, 15:00-17:00
MGK-Research Colloquium
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07 July 2021, 15:00-17:00

3:00pm-4:00pm

Presentation: André Heck

(Dissertation Project: Ein Archiv lebendiger Dokumente – Datenwissenschaftliche Zugänge zum Aufbau eines digitalen Archivs der Werke Harold Garfinkels)

Discussant: Hendrik Bender

 

4:00pm-5:00pm

Presentation: Maria Lompe

(Dissertation Project: „The time for discussion is over” – Controversies about the Crosscut of the Vistula Spit in Poland)

Discussant: Daniela van Geenen

Mon. 12 July 2021, 17:00-18:00
Ethnographie als Forschung über Forschung - Lecture with Andreas Sudmann: Ein Beitrag zur Medienpraxistheorie der Künstlichen Intelligenz (Pre-recorded)
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12 July 2021, 17:00-18:00

Wie kann man die wissenschaftlichen Praktiken der Künstlichen Intelligenz (KI) ethnographisch erforschen? Wie greifen Ansätze der KI in die empirischen Verfahren der Wissenschaften ein? Wie kann man den methodischen Einsatz von KI als Medienpraxis untersuchen? Diesen Fragen und ihrem Zusammenhang möchte ich im Rahmen meines Beitrags aus medienpraxistheoretischer Perspektive nachgehen.

PD Dr. Andreas Sudmann vertritt seit dem WS 2020/21 an der Universität Regensburg die Professur „Dynamiken virtueller Kommunikationsräume“. Ferner ist er Koordinator des durch die VW Stiftung geförderten Forschungverbunds „How is AI Changing Science? Research in the Era of Learning Algorithms“ (gemeinsam mit Anna Echterhölter, Jens Schröter, Alexander Waibel) sowie Leiter des seit 2019 geförderten DFG-Projekts „Medien und Infrastrukturen der Künstlichen Intelligenz. Computer Vision, Transfer Learning und Künstliche Neuronale Netzwerke als Black Box“. Aktuelle Publikationen: Games & AI (Special Issue of Eludamos, Vol. 10, No. 1 (2019), als Hg., gemeinsam mit Mathias Fuchs), The Democratization of Artificial Intelligence. Net Politics in the Era of Learning Algorithms (Transcript/ Columbia UP 2019, als Hg.), Machine Learning. Medien, Infrastrukturen und Technologien der Künstlichen Intelligenz (Transcript 2018, als Hg. gemeinsam mit Christoph Engemann), Serielle Überbietung. Zur televisuellen Ästhetik und Philosophie exponierter Steigerungen (Metzler 2017, zugleich Habilitationsschrift, Ruhr-Universität Bochum).

Lecture and Workshop will be in English

Tue. 13 July 2021, 16:00-17:30
Research Tech Lab - Session 6: Data publishing: Challenges of Open Data
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13 July 2021, 16:00-17:30

Topic of the Research Tech Lab: „Research Data Management: Practices and Issues”
The workshop will be in English.

Wed. 14 July 2021, 11:00-12:30
Ethnographie als Forschung über Forschung - Workshop with Andreas Sudmann: Ein Beitrag zur Medienpraxistheorie der Künstlichen Intelligenz
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14 July 2021, 11:00-12:30

Wie kann man die wissenschaftlichen Praktiken der Künstlichen Intelligenz (KI) ethnographisch erforschen? Wie greifen Ansätze der KI in die empirischen Verfahren der Wissenschaften ein? Wie kann man den methodischen Einsatz von KI als Medienpraxis untersuchen? Diesen Fragen und ihrem Zusammenhang möchte ich im Rahmen meines Beitrags aus medienpraxistheoretischer Perspektive nachgehen.

PD Dr. Andreas Sudmann vertritt seit dem WS 2020/21 an der Universität Regensburg die Professur „Dynamiken virtueller Kommunikationsräume“. Ferner ist er Koordinator des durch die VW Stiftung geförderten Forschungverbunds „How is AI Changing Science? Research in the Era of Learning Algorithms“ (gemeinsam mit Anna Echterhölter, Jens Schröter, Alexander Waibel) sowie Leiter des seit 2019 geförderten DFG-Projekts „Medien und Infrastrukturen der Künstlichen Intelligenz. Computer Vision, Transfer Learning und Künstliche Neuronale Netzwerke als Black Box“. Aktuelle Publikationen: Games & AI (Special Issue of Eludamos, Vol. 10, No. 1 (2019), als Hg., gemeinsam mit Mathias Fuchs), The Democratization of Artificial Intelligence. Net Politics in the Era of Learning Algorithms (Transcript/ Columbia UP 2019, als Hg.), Machine Learning. Medien, Infrastrukturen und Technologien der Künstlichen Intelligenz (Transcript 2018, als Hg. gemeinsam mit Christoph Engemann), Serielle Überbietung. Zur televisuellen Ästhetik und Philosophie exponierter Steigerungen (Metzler 2017, zugleich Habilitationsschrift, Ruhr-Universität Bochum).

Wed. 21 July 2021, 15:00-17:00
MGK-Research Colloquium
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21 July 2021, 15:00-17:00

3:00pm-4:00pm

Presentation: Regina Wuzella

(Dissertation Project: Maß-lose Gesten: Agency im Feld Robotischer Manipulation)

Discussant: Tanja Ertl

 

4:00pm-5:00pm

Presentation: Niklas Strüver

(Dissertation Project: Voice Assistants as sociotechnical phenomena: About infrastructures and platforms)

Discussant: Andreas Mertgens

Mon. 26 July 2021 - Fri. 30 July 2021
Mixing Methods Summer School I
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Monday, 26. - 30 July 2021

Guests:
Loup Cellard
Noortje Marres
Philippe Sormani

Mon. 25 October 2021 - Fri. 29 October 2021
Annual Conference 2021: Practices of Learning
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Monday, 25. - 29 October 2021

The annual conference will focus on the connection between learning and digital media. The observability and practice of learning in diverse fields of research and the concepts of learning in different disciplines will be examined. The aim of the conference is to look at the cooperative production of “learning” as a media practice and data practice in its various aspects: from learning subjects and organizations to self-learning systems and artificial intelligence.

Responsible subprojects:
A03, A05, B04, B05, B08

Contact: karina.kirsten@uni-siegen.de

Past Events

Tue. 11 May 2021, 17:00-18:00
Media Practice Theory - Lecture with Jill Walker Rettberg: Situated Data Analysis (Pre-recorded)
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11 May 2021, 17:00-18:00
Situated Data Analysis: A New Method for Analysing Encoded Power Relationships in Social Media Platforms and Apps
 
Building upon Haraway’s concept of situated knowledge and recent research on algorithmic bias, situated data analysis allows researchers to analyse how data is constructed, framed and processed for different audiences and purposes. Situated data analysis examines representations of data, like data visualisations, which are meant for humans, and operations with data, which occur when personal or aggregate data is processed algorithmically by machines, for instance to predict behaviour patterns, adjust services or recommend content. The continuum between representational and operational uses of data is connected to different power relationships between platforms, users and society, ranging from normative disciplinary power and technologies of the self to environmental power, a concept that has begun to be developed in analyses of digital media as a power that is embedded in the environment, making certain actions easier or more difficult, and thus remaining external to the subject, in contrast to disciplinary power which is internalised. 
 
In this lecture, Jill Walker Rettberg will outline the theoretical framework for situated data analysis, and give examples of how it could be applied to different kinds of platform. 
 
Jill Walker Rettberg is a professor of digital culture at the University of Bergen, and PI of the Machine Vision project. Her research focus is on self-representation online and on the cultural effects of machine vision. She is the author of Seeing Ourselves Through Technology: How We Use Selfies, Blogs and Wearable Devices to See and Shape Ourselves (Palsgrave 2014; print and open access) and Blogging (Polity Press 2014).
Tue. 11 May 2021, 16:00-17:30
Research Tech Lab - Session 2: Data collection: Informed consent and other legal aspects
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Wed. 05 May 2021 - Sat. 08 May 2021
"Geomedia 2021 – Off the Grid": The 4th International Geomedia Conference
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Wednesday, 05. - 08 May 2021 Organized Locating Media | Media of Cooperation

Geomedia provides a genuinely interdisciplinary platform for research carried out at the nexus of Geography, Media, and Film Studies. The aim of the conference series is to map out the current terrain of media geographical research, pinpointing its main areas of debate and assessing the prospects of media geography as a more formalized academic field. 

The phrase “off the grid” is commonly understood to refer to the voluntary decoupling from established infrastructure networks such as electricity, water or gas supply. The implication is one of material independence and a self-sufficient lifestyle. Going “off the grid” means making yourself invisible by rebuking the social and technological structures that normally organize our lives. It is entering, or returning to, uncharted territory. The grid also speaks to the geographic coordinate system, an all-encompassing global structure which makes it possible to accurately locate any point on earth. This unified grid represents a dominant ordering principle for everything “locatable”. Going off the grid has also been seen as a form of renunciation of the conveniences of the late capitalist (media) world in order to lead a supposedly slower, less stressful and eventually less superficial life – as inspired by the transcendentalism of the likes of Henry David Thoreau and Ralph Waldo Emerson. But with so many people relying on the grid for purposes of work and entertainment in recent times, what does this mean for our relation to geomedia? What does going off the grid look like now?

 

Keynote Speakers: 

Caren Kaplan – University of California at Davis, USA

Nanna Verhoeff – Utrecht University, Netherlands

Bernhard Siegert – IKKM Weimar, Germany 

 

The conference will be held via video conferencing.

For more information about registration, conference program, and practical arrangements please visit: www.geomediastudies.com.

Contact:  info@geomediastudies.com 

Geomedia 2021 is hosted by the Graduate School Locating Media (http://www.locatingmedia.uni-siegen.de) and the CRC Media of Cooperation (https://www.mediacoop.uni-siegen.de/de/) at the Department of Media Research, University of Siegen. It is organized in collaboration with the Geomedia Group at Karlstad University (https://www.kau.se/geomedia).

Venue

Universität Siegen
Wed. 28 April 2021 - Wed. 28 April 2021
Book launch - “Your Computer Is on Fire” with the editors Thomas S. Mullaney, Benjamin Peters, Mar Hicks, Kavita Philip and authors
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Wednesday, 28. - 28 April 2021, 19:00-20:30

Techno-utopianism is dead: Now is the time to pay attention to the inequality, marginalization, and biases woven into our technological systems.

This book sounds an alarm: after decades of being lulled into complacency by narratives of technological utopianism and neutrality, people are waking up to the large-scale consequences of Silicon Valley–led technophilia. This book trains a spotlight on the inequality, marginalization, and biases in our technological systems, showing how they are not just minor bugs to be patched, but part and parcel of ideas that assume technology can fix—and control—society.

The essays in Your Computer Is on Fire interrogate how our human and computational infrastructures overlap, showing why technologies that centralize power tend to weaken democracy. These practices are often kept out of sight until it is too late to question the costs of how they shape society. From energy-hungry server farms to racist and sexist algorithms, the digital is always IRL, with everything that happens algorithmically or online influencing our offline lives as well. Each essay proposes paths for action to understand and solve technological problems that are often ignored or misunderstood.

Contributors: Janet Abbate, Ben Allen, Paul N. Edwards, Nathan Ensmenger, Mar Hicks, Halcyon M. Lawrence, Thomas S. Mullaney, Safiya Umoja Noble, Benjamin Peters, Kavita Philip, Sarah T. Roberts, Sreela Sarkar, Corinna Schlombs, Andrea Stanton, Mitali Thakor, Noah Wardrip-Fruin

Book Launch with the editors Thomas S. Mullaney, Benjamin Peters, Mar Hicks, Kavita Philip and authors Co-organized by the Centre for Digital Cultures, University of Lüneburg and the CRC Media of Cooperation, University of Siegen. Moderation: Armin Beverungen & Sebastian Gießmann

Please register via email at cdcforum@leuphana.de.

Wed. 28 April 2021, 15:00-17:00
MGK-Research Colloquium
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28 April 2021, 15:00-17:00

3:00pm–4:00pm

Presentation: Sarah Rüller

(Dissertation Project: Being public under increasing and diminishing Infrastructures: Understanding Media Practices and Sense- Making of Technology in non-urban Areas in Palestine and Morocco)

Discussant: Max Kanderske

 

4:00pm–5:00pm

Presentation: Hendrik Bender

(Dissertation Project: The Media that follow: Navigatorische Prozesse und Medienpraktiken sensorbasierter, semiautonomer Akteure am Beispiel von Hobbydrohnen)

Discussant: Yarden Skop

Wed. 28 April 2021 - Fri. 30 April 2021
International Virtual Workshop: "Deixis and Indexicality: Audiovisual Data Practices around Karl and Charlotte Bühler and in early Conversation Analysis”
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Wednesday, 28. - 30 April 2021

This workshop examines two crucial periods in the history of audiovisual data practices in the social sciences: Film analysis in a group of researchers around Karl and Charlotte Bühler (starting in Vienna, ca. 1924-1938, continued in exile in the USA) and early Conversation Analysis (starting in the 1960s in the USA). We will try to reconstruct practices of producing, processing and analyzing audiovisual data in these research contexts, but we are also interested in their reception, transformation and further development in later years. One shared theoretical motive in both contexts can be found in the related concepts of „deixis“ and „indexicality“. Both concepts have multiple historical precursors, amongst others in the phenomenology of Edmund Husserl, and play a key role in the work of Karl Bühler (deixis) as well as ethnomethodology and CA (indexicality). How they are related to practices of audiovisual sequence analysis is one of the central theoretical questions of this workshop.

Tue. 27 April 2021, 16:00 - 17:30
Research Tech Lab - Session 1: Introduction Research Data Management
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27 April 2021, 16:00 - 17:30

The overarching topic of this semester is “Research Data Management: practices and open issues”. We will explore the field of Research Data Management with a practice-based approach starting from open issues that have been raised by some of our CRC projects in other meetings and workshops. We will pay special attention to the extra (digital) challenges brought by the Corona pandemic (i.e.: session 3). We also organized the format in order to engage some experts from our institution (i.e.: Christina Schumann (Data Protection Office) and Bastian Weiß (University Library Siegen, E-Science Service) to initiate, if you wish, an institutional conversation related to research data (management), its meanings and consequences. So, even though RDM topic is not among the ‘sexiest’, I still hope that the format - and our approach - will interest you and lead to useful conversations.

Introduction input: Gaia Mosconi (INF project)

Invited guest: Bastian Weiß, University Library Siegen (E-Science service)

Thu. 18 March 2021 - Fri. 19 March 2021
Workshop: Netzwerke in der Kulturtransferforschung
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Thursday, 18. - 19 March 2021

Gemeinsamer Workshop des IGK Kulturtransfer und 'kulturelle Identität', Freiburg/Moskau und des SFBs Medien der Kooperation

Online/Zoom

 

Organisatoren:

Prof. Dr. Stephan Packard (Köln)
Dr. Sebastian Gießmann (Siegen)

Thu. 18 February 2021
Workshop "(Medien-) Historische Forschung im Lockdown: Arbeitsweisen und Methoden in der Pandemie und danach" der Teilprojekte A01 und A02
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18 February 2021

Die ‚Corona-Pandemie‘ hat fundamentale Auswirkungen auf die (medien)historische Forschung. Archive wurden geschlossen oder der Zugang zu Archivalien stark eingeschränkt, Zeitzeug*inneninterviews konnten angesichts von Kontaktsperren nicht mehr oder nur noch sehr beschränkt stattfinden oder mussten – mit allen damit verbundenen methodischen Herausforderungen – ins Digitale abwandern. Das Gleiche gilt für Museen mitsamt ihren Forschungseinrichtungen, die (zumindest vorübergehend) geschlossen oder restriktiven Besuchseinschränkungen unterworfen wurden.

Damit hat die ‚Corona-Pandemie‘ den Druck auf Einzelforscher*innen, Archive, Museen und Universitäten erhöht, sich konsequent auf digitale Forschungs- und Recherchemethoden einzulassen. Ansätze einer digital arbeitenden Geschichtswissenschaft, die teilweise jahrzehntealt sind, wurden mit Nachdruck ausgebaut und intensiviert.

Sosehr die ‚Corona-Pandemie‘ den Erfolg von laufenden Forschungsprojekten und Qualifikationsarbeiten bedroht, sosehr kann sie daher auch als Chance und wirkmächtiger Katalysator hin zu einer (teil-) digitalen medien- und geschichtswissenschaftlichen Zukunft verstanden werden.

Wie die medienhistorische und geschichtswissenschaftliche Forschung und die Präsentation ihrer Ergebnisse zukünftig aussehen werden, lässt sich zum momentanen Zeitpunkt freilich erst erahnen. Archive, Museen und Bibliotheken haben auf die Herausforderungen bislang ganz unterschiedlich reagiert, das Gleiche gilt für (medien-) historische Forschungsprojekte und Historiker. Angesichts der permanent schwankenden Bedingungen konnte eine Evaluation der einzelnen Reaktionen bislang kaum stattfinden. Sicher scheint derzeit nur vorhersagbar, dass es ein simples ‚zurück‘ in eine ‚Vor-Corona-Zeit‘ nicht geben wird.

Wie aber wird die Zukunft der historischen Forschung aussehen? Welche positiven wie negativen Erfahrungen mit digitalen Recherche-, Interview- und Präsentationsmöglichkeiten haben historisch arbeitende Wissenschaftler*innen und Institutionen unter Pandemiebedingungen gemacht? Wie sahen die individuellen Anpassungsstrategien an eine derartig unvorhersehbare Transformation der Arbeitsbedingungen aus? Wie vermeiden wir einen corona gap in der historiografischen Arbeit?

Über solche Fragen wollen wir uns auf einen (digital vernetzten) Workshop offen austauschen. Insbesondere soll es darum gehen, Forschende, Archivare, Museumsangestellte etc. in ein ‚digitales Plenum‘ zu bringen, um aus unterschiedlichen Perspektiven in einen Erfahrungsaustausch einzusteigen.

Es soll eben darum gehen, voneinander und miteinander zu lernen – für die momentane Situation genauso wie für die (medien-) historische Arbeit der Zukunft.

 

Zeitplan: (18.2.)

10.00 - 11.00 Uhr Themenschwerpunkt Archiv

Diskutant: Michael Hollmann (Präsident des Bundesarchivs)

11.30 - 12.30 Uhr Themenschwerpunkt Museum

Diskutant: Helmuth Trischler (Leitung Bereich Forschung Deutsches Museum München)

14.00 - 16.00 Uhr Themenschwerpunkt Zeitzeug*innen (auf Englisch)

Diskutant*innen:

Sebastian Gießmann (Universität Siegen)

Thomas Haigh (Universität Wisconsin)

Andrea Ploder (Universität Konstanz)

Valerié Schafer (Universität Luxemburg),

 

Es wird um Anmeldung per E-Mail an matthias.roehr@uni-siegen.de gebeten. Bitte geben sie auch an, ob Ihre Kontaktdaten (Name, ggf. Institution, E-Mailadresse) mit den anderen Teilnehmern geteilt werden darf.

Einige Tage vor der Veranstaltung wird ein Link zu dem Zoom-Raum sowie eine Teilnehmer*innenliste verschickt.

Wed. 10 February 2021, 06:00-07:00 pm
*CANCELLED*Lecture Series "Interrogating Data Practices" - Christian Meier zu Verl (University of Konstanz): "‚Daten über Daten‘. Zur Rekonstruktion eines Pionierprojekts der Sozialwissenschaften."
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10 February 2021, 06:00-07:00 pm
Dieser Vortrag rekonstruiert die methodologischen und methodischen Arbeiten einer Gruppe von interdisziplinären Forscher*innen, die Ende der 1970er Jahre zusammen am Forschungsprojekt „Analyse unmittelbarer Kommunikation und Interaktion als Zugang zum Problem der Entstehung sozialwissenschaftlicher Daten“ (inoffiziell auch „Daten über Daten“-Projekt) gearbeitet haben. Das Projekt wurde von den Soziologen Thomas Luckmann und Peter Gross geleitet und durch die Fritz Thyssen Stiftung gefördert (1977-1981). Dabei war dieses Projekt für die Sozialwissenschaften in Deutschland ähnlich bedeutsam wie das interdisziplinäre Projekt „The Natural History of an Interview“ von McQuown et al., das Mitte der 1950er Jahre in den USA durchgeführt wurde.
 
This lecture will be given in german only.

Die Ringvorlesung wird bis auf weiteres Digital abgehalten. Der Zoom-Link für die Vorlesung wird rechtzeitig über die Mailingliste des SFB zur Verfügung gestellt. Gäste können sich per Mail bei Damaris Lehmann anmelden Sende eine E-Mail

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